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Flüchtlinge: Willkommen! Der Webmontag Hamburg hilft

Während der Staat in Gipfeln und Beratungen brainstormt, haben private Initiativen und pfiffige Onliner angepackt und losgelegt. Um den Flüchtlingen, die zuhauf strömen, zu helfen. Der Dauerbrenner in den Nachrichten ist natürlich ein Thema zum Webmontag Hamburg.

Funk Dich frei!

Freies WLAN – in anderen Ländern / Städten schon längst Usus.

http://blog.goeuro.de/oeffentliches-wlan-in-europas-staedten/

Im Hochtechnologieland D haben sich eine Handvoll Enthusiasten daran gemacht, den Funklöchern den Kampf anzusagen. Denn die Provider hier sind so klein und schwach. Hamburgs Freifunker sind echte Seeleute, denn die bauen Knoten. Über 950 haben sie schon in Hamburg geschaffen. Und das Allerschärfste: Wenn dem Internet die Puste ausgeht, setzen die Funker die Segel und realisieren netzunabhängige Kommunikation. Selbst der Sprung über die Elbe steht kurz bevor. Für die Flüchtlinge bauen sie fix Hotspots auf, sprechen mit Nachbarn und Firmen um von deren Gebäude ein freies WLAN anzubieten – toll! Wer mehr wissen möchte, Unterstützung bietet oder ein paar Euro, wendet sich bitte direkt an https://hamburg.freifunk.net/

 

Pack mit an!

Die Bilder aus den Messehallen Hamburgs gingen durch die Medien und um alle Welt. Eine logistische Meisterleistung, um die zahlreichen Spenden für Flüchtlingen zu sortieren und zu verteilen. Viele Helfer kamen, halfen, organisierten ehrenamtlich und in der Freizeit. Eine von Ihnen ist Tanja ‚Packtan‘ von www.hamburg-packt-an.de . Ihr beruflicher Hintergrund kam ihr dabei sehr gelegen. Wer Gruppenarbeit und Change Management kennt, Strukturen optimiert und Menschen begeistert, ist genau die Richtige zur rechten Zeit am rechten Ort. Auch wenn es – so Tanja – manchmal wie Flöhe hüten ist, der Erfolg gibt ihr Recht. Und emotional war es auch. Herzenswärme und Dankbarkeit, Freude und Tränen haben sie bisher begleitet. Es gibt also noch ein anderes, als nur das kalte Deutschland. Eine Druckerei lieferte kostenfrei eine knappe Anleitung zum Helfen. Einfach soll es sein, niederschwellig neudeutsch geheißen. Eine Webseite mit Tipps und der besagten Anleitung

https://hhhilft.files.wordpress.com/2015/10/flyer_helfen_aber_wie.pdf

gibt für den Einstieg in die Hilfe eine Hilfe.

 

Jugend, hack!

Im Neuland Deutschland fehlt es neben WLAN auch an Programmierern. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Also ran die Jugend und ins Boot geholt. Zwischen 12 und 18 Jahren alt sind die Coder von Morgen und werden in der bundesweiten Initiative an die Arbeit von Morgen (und Heute) herangeführt. Stephanie Weber gab einen Überblick zum Projekt Jugend hackt

http://jugendhackt.de/jugend-hackt-mit-code-die-welt-verbessern/

und so mancher Gast des Abends erinnerte sich an den tollen Webmontag zur Hacker School.

http://www.webmontag-hamburg.de/eintrag/wmhh-29-von-mintze-und-hackordnung.html

Kann man mit Code die Welt verbessern? Man kann: Denn zum Themenschwerpunkt #refugeeswelcome wurden tolle Lösungen entwickelt, unter anderem die App “Moin Refugees”, die Finn Gaida und Noah Raissi selbst vorstellten. (Der Redaktör hätt ja gern auf die App verlinkt, doch finden tat er sie nicht …)

Simpel und wirkungsvoll. Sowohl für Helfer als auch für Flüchtlinge. Wo finde ich einen Anlaufpunkt? Wie erfahre ich, wenn neuen Flüchtlinge ankommen? Tolle Präsentation der beiden Junghacker.

Applikation, verteil!

Zu Ende stellten Jan Schlotter & Hato Nordeck von Computacenter AG und Nordeck IT Consulting unter dem schlanken NamenEntwicklung und aktuelle Rahmenbedingungen der Web Applikation für die Aufnahme, Verteilung und Unterbringungen (AVU) von Flüchtlingen in NRW“ noch ihre Programmierkünste und den Verwaltungswahnsinn vor. Ein Bundesland bestellt für teuer Geld eine Software zur Aufnahme, Verteilung und Unterbringungen von Flüchtlingen. Soweit, so gut. Doch betrifft es unseres Wissens ja nicht nur ein Bundesland. Was machen die anderen? Warum beteiligen sie sich nicht daran? Wieso unterstützt der Bund nicht im eigenen Interesse. Fragen über Fragen – und keine Antworten aus Berlin …

Vernetz Dich!

Und weil Kontakte nur dem schaden, der keine hat, hier als Webmontags-Service die tollen Referenten im Link: @kantorkel von @FreifunkHH / @klimperfee für @jhacktnord / @fga und @RazerNoah für die App MoinRefugees / Tanja von hamburg-packt-an.de / Die Software der http://www.nordeck.net/ / Veranstalter @thoughtworks und unser klasse Fotograf @rim_light und die Köpfe vons Ganze mit der tollen @prettycooltimes und dem langen @renehamburg

 

 

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Des einen Code, des anderen Brot – Webmontag Hamburg bei Acando

Zum zweiten Mal lud Acando die Webmontagsgemeinde an den Millerntorplatz ein. Und die Hamburger ließen sich das nicht zweimal sagen. Der Saal gut gefüllt, die Themen prima gemischt und ein Buffet a la Webmontagsgeschmack – so soll es sein.

Fluid im Browser

Die Idee ist bestechend einfach und folgt der 70/30 Regel. Mach erst einmal das Gerüst, hab was zum zeigen / anfassen und die restlichen Prozent schiebe dann nach. Den Kunden einbinden, im Browser flink was liefern und sich daran abarbeiten – so machen es die Jungs von pbi planungsbüro.

(Siehe auch den Kritzelkram in der HAW.)

http://www.webmontag-hamburg.de/eintrag/wmhh-32-mit-visuellen-dingen-kunden-gluecklich-machen.html

Die Kunden bekommen schnell ein Dings, erleben es live und online. Tests werden schon in dieser Phase gemacht und Änderungen sind 24/7 hopplahopp.

So schilderte es Philipp Buschhüter, seines Zeichens der Geschäftsführer der Internetplaner. Die Feinheiten kommen später. Anpassungen an Devices, Funktionsumfang und Buttongröße kommt alles in der Finalisierung. Nach dem der Kunde ein fast fertiges Produkt gesehen hat. Vorteil ist auch, dass schon im frühen Stadium Fehler oder falsch verstandene Umsetzungen bemerkt werden. Spart Kosten, Nerven und Zeit.

Einen fluiden Gruß also an dieser Stelle an https://planungsbuero.de/ !

Guter Code tut not

Wie misst man die Qualität eines Codes? Es gibt keine Skala 1-10, keine Ampel, keine Sternchen dafür. Aber in einer Welt, in der alles und jedes gemessen wird, muss es doch …

Frank Sons kennt Indikatoren, weiß um Prozesse, riecht geradezu Gruppendynamik. Das ist schon mal ein Anfang. Stückeln wir das Produkt, nehmen Teile seiner Funktion, seiner Dynamik und betrachten es als Summe verschiedener Bereiche. Das vollzieht Sons als Coach und Berater, macht sich Köpfe zu Lesbarkeit, Testbarkeit, Änderbarkeit (gibt es das Wort überhaupt?). ER schaut auf langlebige Softwarearchitektur und Workflow. Auch hier fluidet es wieder und ist agil, bekommt continuous deliveriy mehr Bedeutung. So wie Charlie Chaplin in Moderne Zeiten, nur halt in digital.

Agile Transition

Stefan Hilmer von Acando sprach über agile Transition, Standards und Austauschbarkeit, das Managen ganzer Portfolios. Er betonte die Agilität, die Flexibilität und Komplexität. Da muss es schnell gehen. Time to Market, lösungsorientiert und selbstorganisiert. Natürlich mit Rollengefüge und Empowerment, Vertrauen und situativer Anpassung. Nicht zu vergessen iteratives Vorgehen und Messbarkeit des Ganzen. Standardisierung ist, wenn alle Bescheid wissen. Fazit: Es ist immer was.

Danke an Acando

Es war wieder ein interessanter Abend, wir wurden freundlich aufgenommen und nach den Vorträgen gab es oberlecker Futter. Sehr schön. Und für die Sehenden unter den Gästen bot die Location einen grandiosen Rundumblick über die schönste Stadt der Welt. Und einen fetten Sonnenuntergang gab es inklusive. Wir kommen wieder, versprochen 😉

Hier geht es zu Acando …

http://www.acando.de/

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Der Wurm muss dem Fisch schmecken – Webmontag Hamburg bei Tchibo

Socken, die zum Politikum werden, Newsletter zwischen Genie und Wahnsinn, Datenschutz, der einen eigenen Webmontag wert wäre – ein Programm, wie es sein soll!

In der Zentrale der ehemaligen Kaffeefirma und nunmehr Multiseller von Dingen, die die Welt vielleicht braucht – also Tchibo – trafen sich Hamburgs Internetfreunde in großer Zahl. All die Mobilefreaks, Contenthäschen und Designmuggels waren gekommen, um zu allseits interessierenden Fragen Antworten zu erheischen. Die gelang zu Teilen.

Der Wurm muss dem Fisch schmecken

So titelten Daniel Zelgin und Viktoria Tarnow von Tchibo. Doch ging es ihnen weniger um Angelzubehör und Lockfutter. Ihre Profession ist die Erstellung, Versendung und Betütelung von zig Newslettern beim Multiseller in der City Nord Hamburg. Sie sind also Teil der weltweit über 200 Milliarden E-Mails, die täglich versendet werden. Am Anfang war die Gieskanne. Doch Tchibo sah, dass es nicht gut war. Und siehe, Relevanz gab ihnen Hoffnung im E-Mail Marketing. Und am Morgen danach war aus dem Gießkannenprinzip ein individualisierter Kommunikationskanal auferstanden. Naja, wachsen und gedeihen muss er noch. Und was die Mobile Response des fingerfriendly look an feel Contentteasers angeht, muss der gewiefte Lettersender auf signifikante Kaufintervallunterbrechung (sic!) achten. Und halt ein automatisiertes, dem Kundenlebenszyklus angepasstes Kundenreaktivierungsprogramm starten. Berechtigte Fragen aus dem Publikum nach ein paar (klitzekleinen) Zahlen und Ergebnissen der kräftezehrenden Arbeit wurden professionell beantwortet: „Genaue Zahlen dürfen wir nicht sagen, aber es funktioniert.“ So also sprachen die Leiterin Customer Realtionship Management Online Deutschland und der Head of Marketing & Analytics bei Tchibo. Und bestellten sich ihre Lieblingssocken.

Mein Leben mit dem Newsletter

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Das andere Ende der Newsletternahrungskette meldete sich in Form von Tilo Timmermann zu Wort, der die namensmächtige Tsching Derassa & Bumm – Agentur mitverantwortet, die schon einen Webmontag ausrichtete. Sein ernsthaft dargebotener Streifzug durch die Welt der Letter und deren Qualität entbehrte nicht der Komik, die jeder andere Empfänger auch zu genießen weiß. Denn die Welt der im E-Postfach landenen Bleiwüsten und Grafikkatastrophen hält auch noch einige Schweinereien parat. Da wird gephisht und gespamt, was die DSL-Leitung hergibt. Masse – altbekannte Weisheit – kann NIE Klasse sein. Zwischen klick und unsubscribe me liegen Welten. Doch deren Formung und Anziehungskraft liegt in den Händen der Absender. Wenn dem Tilo Sommerkleidchen angeboten werden, bekommt er schon mal Hals. Und wenn Produkte einem noch fix Lebensratschläge geben – also da geht dem Tilo dann doch die Hutschnur hoch. Auch ohne Hut.

Als Service des Webmontag hier die Tiloschen Grundregeln mit der Bitte um Beachtung:

  • Der Wert liegt nicht in Anzahl, sondern ob es die richtigen Empfänger sind.
  • Kündigen muss gaaanz einfach sein. (Und nicht versteckt im Datenschutzhinweisdings. Der Berichter)
  • Die Lebenssitutation der Zielgruppe ist wichtig.
  • Bitte nicht so tun, als kenne der Absender den Empfänger.
  • Bitte helfen Sie, die Zeit des Empfängers zu sparen.
  • Angebote sind ok, aber bitte keine Bevormundung.

Im Fadenkreuz des Datenschutzes

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Drei gutsituierte Herren talkten in Talksesseln zum Thema, welches eigentlich einen eigenen Webmontag verdiente. Das waren Daniel Zelgin, Lars Mehler & Arndt Bethke von Tchibo. Aber da sie konform und d’accord liegen mit den Regeln, war alles in bester Ordnung. Fein untermalte (man beachte das Wortspiel) die Kristine Kiwitt (man beachte den Namen!) den sonst recht schnarchigen Gesprächskreis:

 

Gut, das Thema ist trocken. Da kann keiner was für. Vielleicht fehlt da die komödiantische Gieskanne oder eine sprechende Socke. OK, das schweift jetzt ab … Das WLAN war übrigens großartig! Das gleicht den Spruch “Tchibo und das Klientel von Twitter sind nicht ganz deckungsgleich.“ bestens wieder aus. Achso, woher wissen sie das eigentlich? Oder betreiben sie doch Response-Forschung … 😉

 

Digitales Schmankerl

Und ein digitales Schmankerl noch zu guter Letzt. Schapooo!

Fazit

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Fazit eines tollen Abends: Publikum engagiert, die Veranstalter großartig (mit einem noch großartigeren Buffet!!) und die Themen zeigen, wie sehr Kommunikation der Arbeit bedarf.

Danke an dieser Stelle auch (und ausdrücklich) all den Helferleins, ohne die der Webmontag Hamburg nicht das wäre, was er ist: Eine wundervolle Gemeinschaft in einer faszinierenden Stadt, von der manche meinen, es sei die schönste der Welt 😉

Anmerkung zum Artikel: Der Webmontag Hamburg findet nicht mehr statt. Auf der Webseite wurden Beiträge von mir zu den Veranstaltungen im Logbuch notiert. Dieser Artikel ist eine Sicherungskopie von https://www.webmontag-hamburg.de/eintrag/wmhh-33-der-wurm-muss-dem-fisch-schmecken.html

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Keine Bange – die wollen nur spielen! Webmontag Hamburg bei InnoGames

Spieler, Entwickler, Coder, Grafiker und andere Spielsüchtige trafen sich folgerichtig zum 31. Webmontag Hamburg bei InnoGames in Hamburg-Hammerbrook.

Let´s play!

Vom guten alten Doom auf Diskette über Browser-Spiele bis zu Apps für Mobile Devices reichte der Bogen. Den spannten vor allem die Jungs und Mädels von InnoGames. Denn in deren ehrwürdigen Zockerhallen strömten die Joystick-Freaks und Dickdaumen, die GunShooter und Umme-Ecke-Racing-Raser. Und los ging es.

InnoHub – wat dat?

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Sarah Lüken, ihres Zeichen fesche PR-Tante bei den Spielebauern, berichtete. Zum einen über die Erfolgsstory der Spiele-Entwickler. Deren Wachstum, also die Anzahl, nicht die Zentimeter, beeindrucken. 350 Piepls aus 25 Nationen rackern Tag und Nacht für die Gamer. Und nun haben sie den Salat: 130 Millionen registrierte Spieler weltweit werden von Hamburg aus bespaßt. Angefangen haben alle mal klein. Gründer brauchen Infrastruktur, die mit ihnen wächst. Am Anfang war nicht das Wort. Sondern der Tisch. Also der Schreib-Tisch. Und wer mehr braucht, bekommt ein Büro, oder einen Konfi. All das geht ab bei InnoHub. Und schafft so auch Raum für den eigenen Nachwuchs. Der InnoHub liegt nur eine Etage tiefer unter der Spielhölle. Clever, das!

Was geht ab?

Der Raphael ist Head of Art bei InnoGames und beteuert, kein Helicopter Art Director zu sein. Also drüber fliegen und von oben runter ballern. Die machen da einen auf Familie. Herrliches Klischee. Apropos, schlaue Überleitung! Denn der Raphael berichtet über ein Spannungsfeld. Dem von Klischees in Games, von Innovation vs. Variation. Denn nicht immer ist neu auch gut. Spieler lieben ihre Welten und Charaktere. Er hielt sich mehrfach bedeckt. Die planen da was! Aber damit rückte er beim allerallerbesten Willen nicht raus …

Der Thomas von trackergame.de hat es mehr mit den Kalorien. Er will spielerisch die dicken Zocker und andere Menschen mit Pölsterchen bewegen. Besserung durch Wissen, Tagesziele und Animationen. Die Viecher auf seiner Seite helfen, dem Schweinehund namens Kilo Herr zu werden. Bester Spruch: „Man spart Geld ein, wenn man weniger isst!“ YO! Schöne Idee und Daumen gedrückt, dass Zocken eine völlig neue Art des Abnehmens wird.

(An dieser Stelle mal Danke für das lecker Abendbrot bei InnoGames!)

Ein-Mann-Bude im Haifischbecken Spiele-Markt, dass ging dem Berichter durch den Kopf, als der Steffen von „Around the tablet“ auf die Bühne boingte. Seine Idee ist cool. Man nehme ein Tablet und eine satte Zahl Smartphones und verbinde diese mit WLAN-Kabel. Dann kann es schon losgehen. Guck mir nicht in meine Karten! Geht nicht, weil jeder sein geliebtes Mobil Phone vor die Nase hält. Ree-Bock-Contra und schön mitgehen beim Reizen! So macht Skat wieder Spaß. OK, Steffen, hau rein und mach was draus. Deine Chance!

Vor dem Spiel ist nach der Werbung

Natürlich bieten Spiele-Plattformen eine schöne Möglichkeit zu werben. Und so steigern wir das Bruttosozialprodukt. Haaaaaaaaaaaalt, so geht das nicht! Sagt Doktor Christian Rauda, seines Zeichens Anwalt für Medienrecht. Warum die Aufregung? Weil Werbung auch Kinder erreicht, und die spielen von Natur aus gern. Und da gelüstet es so manchen Seitenbetreiber, denen noch fix Schokoriegel und andere hochwertige Konsumgüter unterzuschieben. Grau ist alle Juristerei – völliger Quatsch! Der Saal kam aus dem Lachen nicht mehr raus. Ja, auch Justitia hat ihre kecken Seiten. Danke für den unterhaltsamen Ausflug ins Recht.

Alles in Allem

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Es war wieder einer der Webmontage, an die wir uns gern erinnern und natürlich freuen wir uns auf den nächsten und letzten im schönen Jahr des Herrn 2014. Kommt wieder zahlreich. Und denkt dran: Eine Sache wird nur so groß, wie sie weitergetragen wird. Macher, Ideenspender, Unterstützer sind gern im Webmontag-Team willkommen. Schnarchnasen und Blendgranaten brauchen sich erst gar nicht bewerben 😉

Meckerecke

Wir denken ja, D-Land sei so richtig dicke vorn dabei, wenn es um Elektrifizierung des Äthers geht. Dumm nur, das es nicht wahr ist. Die Provider verlangen stolze Preise für die 3G- und nun LTE-Nutzung, Doch wir spielen weltweit im unteren Drittel, also Kreisliga. Es gibt Länder, in denen 80 Prozent der User mobil surfen – und spielen. Also noch deutlich Luft nach oben. Und mobile Nutzung ist State of the Art. Da nützt unsere tolle DSL-Verbreitung stationär recht wenig. Doch das nur mal nebenbei. Zahlenmaterial dazu HIER

Anmerkung zum Artikel: Der Webmontag Hamburg findet nicht mehr statt. Auf der Webseite wurden Beiträge von mir zu den Veranstaltungen im Logbuch notiert. Dieser Artikel ist eine Sicherungskopie von https://www.webmontag-hamburg.de/eintrag/wmhh-31-keine-bange-die-wollen-nur-spielen.html

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Von Docks und Containern – Webmontag Hamburg

Willkommen in der Coder-Hölle. Das war mein erster Gedanke, als ich das Thema des Abends las. Ruby-Entwickler, Dokker Deployments, SAP on Rails – bitte wie, bitte was? Aber was ein echter Webmontag-Berichter ist, der scheut nicht den Gang in unbekannte Welten voller kryptischer Zeichen. Und so taten es auch dreißig andere Mutige. Der Hamburger Webmontag bei WerLiefertWas am 29.09.22014 konnte beginnen.

Dokker und Container

Den (erleichterten) Einstieg in die Welt der Coder machte Wojciech Pietrzak. Der freundliche Mensch mit dem unaussprechlichen Namen nutzte den Hamburgern geläufige Begriffe. Ein System namens Dokker mit seinen Containern leistet das Unmögliche. Der Transfer vom heiligen Laptop des Entwicklers auf die Produktionsserver holpert zu gern. Zitat: „Auf Deinem Laptop läuft es. Speichere Deine E-Mails woanders, der Laptop geht in die Produktion.“ Das kann Dokker vermeiden. In dem es Prozesse aufsplittet und in Container packt. Wenn nun etwas geändert werden soll, greift Mensch nur in einen Container, aber nicht in das ganze System. Never change a running system? Doch! Geht! Die Begeisterung war Wojciech deutlich anzusehen. Er war der Kapitän der Schiffes mit drölfzig Containern und er steuerte den Kahn ganz gelassen durch alle Untiefen.

Wer liefert was?

Staunend erfuhr das pixelige Auditorium von Jens Hinrichs, Head of Webdevelopment bei „Wer liefert was“, das Alter. Nicht das von Jens, sondern von seinem Brötchengeber. Die gute alte Tante WLW ist stolze 83 Jahre alt. Wie das? WLW gab es schon in den Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts. Damals als Heftchen, später als pfundigen Katalog mit 48.000 Stichwörtern, 10.000 Seiten in sechs Bänden und stolzen 16 Kilogramm Gewicht. Heute stemmen 180 Mitarbeiter den digitalen Sucher. Sehr erfolgreich: Es sind 500.000 Lieferanten gelistet.

Oh Datenbank, oh Datenbank!

Nun kann sich nicht nur der Besucher des Webmontag, sondern auch Lieschen Müller an den Fingern abzählen, dass diese Datenbank eine MONSTERDATENBANK ist. Deren Handling ist so fluffig, wie einen Öltanker an den Landungsbrücken vorbei zu schlängeln. Davon konnte Jens auch ein Liedchen singen – also im übertragenen Sinne. Es gab Zeiten, da dauerte das Backup der Datenbank stolze 6 Stunden. Und wehe, die Watt oder Volts schwankten! Heute ist das pillepalle. Der Jens schaukelt das mit einem Sinatra-Proxy (!), schickt einen Message Bus voller Pyton Script zum Frontend Framework. Das ganze sogar mit dem Bootstrap. Tja, da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Jedenfalls schnurrt die Datenbank heute, wie ein kleines Kätzchen und ist blitzeschnell. (http://t.co/K88Jq1Rp12)

Cineasten lassen grüßen

Ich glaub, ich bin im falschen Film. Was haben Filme und Bewertungen mit dem Webmontag zu tun? Das ist ganz einfach. Besonders für Steffen Moelter. Der ist Ruby Entwickler der Akra GmbH und zur Zeit bei „Wer liefert was“. Und als solcher datenbankelt er fröhlich vor sich hin. Um das zu illustrieren, berichtete er über ein Bewertungssystem. Dieses nutzt Graphen-Datenbanken. Die sind schneller, als bei einer relationalen Struktur. Und sie wuppen die Komplexität deutlich entspannter. Völlig logisch, dass als Technologie Jruby on Rails und neo4j als ‚embedded database‘ benutzt wird. Das ganze läuft auf einem Soda Server. Der ist also so da. Nicht schlecht!

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Phiertel Philes

Nach all den Graphen, dem (Unge)Cypher und einer phiertel Million Philes phiff mein Koph dermaßen , dass ich phroh war, als es dem Ende zuging. Aber wieder einmal hat der Hamburger Webmontag Klasse bewiesen. Hier rockt die Compi-Szene, hier steppt der digitale Bär der Bundesrepublik. Auch das muss einmal festgehalten werden! Wir phreuen uns also auph den nächsten Webmontag und danken den Codern und WerLiefertWas für den tollen Abend.

PS: Der geneigte Leser, besonders der vom Fach, sehe mir meine laienhafte Beschreibung des Abends nach. Ich Schreiberling, nix Programmierer 😉

Anmerkung zum Artikel: Der Webmontag Hamburg findet nicht mehr statt. Auf der Webseite wurden Beiträge von mir zu den Veranstaltungen im Logbuch notiert. Dieser Artikel ist eine Sicherungskopie von https://www.webmontag-hamburg.de/eintrag/wmhh-30-von-docks-und-containern.html

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Von MINT(ze) und Hackordnung – Webmontag in der Hackersschool

Wir wussten es! Tarnt sich als Medienschule und ist voller Hacker. Na, denen schaute der Hamburger Webmontag mal ein büschn genauer auf die Finger. Am 25.08.2014 ging es um MINT(ze), Begabte, Coder und noch mehr.

Ende mit Pause

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Die Sommerpause ist endlich vorbei und alle, alle kamen. Hamburgs Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Forscher, Blogger, Podcaster, Designer und sonstige Webbegeisterte strömten. In die Medienschule Hamburg am Ring 2. Um zu sehen die finsteren Gesellen, die da in dunklen Kellern vor sich hin hacken. Oder doch nicht?

MINT(ze) für Heute und Morgen

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Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ist der frische Duft, den die Wissensgesellschaft braucht. Um das „I“ ging es Andreas Ollmann & David Cummis: “Wir bringen den Vokal zurück in’s MINT” Dafür legten sie dolle los. Holten Sponsoren, Presse und PR ins Boot und nach mühevoller Vorbereitung 50 Schüler zur Hacker School. Da hatten sie die Kleinen, wo sie diese haben wollten: Hinter dem Bildschirm. Und die waren begeistert bei der Sache. Voller Erfolg, bundesweite Anfragen und Energie für´s Weitermachen. Das es funktionierte, erzählte gleich danach der da …

Huurraahh! Schule!

Das sagt Richard Rasmussen (Schüler der Hacker School) in seinem Vortrag „Warum ich die Hacker-School mag“. Ehrfürchtig lauschte das Auditorium. Denn der kleine Hacker-Racker sprach so selbstverständlich übers Programmieren, HTML und JavaScript, wie unsereins über´s Brötchen holen. Donnerlittchen! Und das er komplexe (!) Strategiespiele (!) mag. Mit noch nicht mal 13. Er hatte den Saal im Handumdrehen für sich eingenommen. Vielleicht sagen wir dereinst: Weißt Du noch, damals? Der kleine Richard? Tja, heute ist er der neue Bill Gates. Oder so ähnlich …

Coden + Spiele bauen = Begabte

Jana Rasmussen (Richards Mama) sieht in der Hackerschool Potenzial zur Talentförderung in Hamburg. Damit meint sie nicht nur ihren kleinen Coder. Denn der langweilte sich in der Schule nur. Auffällige kommen eher zum PsychoDoc, als zur Begabtenförderung. Oder bekommen ein paar Pillen, damit wieder RUHE herrscht. Sie sieht die Heranführung von Kindern an die Erfordernisse der Gegenwart / Zukunft kritisch. In England, so Jana, gehen alle Schüler von der 1. Klasse bis zum Abschluss pflichtgemäß in das Schulfach Computing. Da könnte doch Hamburg mal einen großen Schritt gehen. Könnte.

 

Y-Teacher

So benamst sich Johannes Mainusch (E-POST Development GmbH). Er beobachtet, coacht, sinniert, bildet sich und andere. Und macht verstörende Entdeckungen. Angst frisst Lernen auf. Scham verhindert Fragen – von denen es bekanntlich keine dummen gibt. Neugier und eine gewisse Selbstüberschätzung werden ausgebremst. Immer schön ruhig und sicher agieren. Bloß keinen zweiten vor dem ersten Schritt. Das ist schlecht für die Menschenköpfe und ganz schlecht für den HighTech Standort D-Land. Recht hat er!

„Was Hänschen nicht lernt…“

Marco Luschnat von ministry.de berichtet über das Supporting der Hacker School. Warum sie  supporteten? Weil es sauschwer ist, gutes IT-Personal zu finden. Ironie: 70% der Schüler sind im Internet cleverer unterwegs, als ihre Lehrer. Das Defizit der frühen (!) Heranführung der Kleinen an Kollegen Compi ist auch aus seiner Sicht ganz klar ein Drama. IT ist die Fremdsprache von morgen. Insofern pfeift Ministry auf PR aus der Hacker School und sorgt sich redlich um guten Nachwuchs. Auch und gerade im eigenen Interesse. Gut so!

Fazit des Abends

Die Jugend von heute ist nicht schlecht, sondern sie wird schlecht gemacht. Von einer Gesellschaft, der es graust vor diesem Internet-Dings. Von einer Gesellschaft, die so viel auf ihre Bildung hält, aber anachronistisch auf eingefahrenen Gleisen fährt. Lichtblick: Hacker School ist ein Anfang. Lasset uns Kreise ziehen und agitieren und weitersagen: Das WWW ist unsere Zukunft und verdammt noch mal – sie ist schon da. Heute.

Anmerkung zum Artikel: Der Webmontag Hamburg findet nicht mehr statt. Auf der Webseite wurden Beiträge von mir zu den Veranstaltungen im Logbuch notiert. Dieser Artikel ist eine Sicherungskopie von https://www.webmontag-hamburg.de/eintrag/wmhh-29-von-mintze-und-hackordnung.html

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BIG DATA – GANZ SCHÖN SEXY! Webmontag Hamburg bei Acando

Der Hamburger Webmontag im April bei Acando am Millerntorplatz widmete sich einem derzeitigen Burner, hotter als hot → BIG DATA. An dem Abend ging es um Sex, Sextillionen und IPv6. Doch der Reihe nach…

TEENAGER-SEX UND DATENMENGEN

Weil die großen Daten derzeit so hip sind, befleißigen sich die Agenturen und Menschen, die mit der Sammlung (nicht die NSA), der Sortierung, der Aggregation zu tun haben. Jeder, wirklich jeder, macht in Big Data. Und dazu gehören natürlich fette Buzzwords. (Denen widme ich mich mit Absicht nicht…) Doch allein von großen Daten zu reden, zeugt nicht von Größe. Richtig groß sind jene, welche verstanden haben, was Mensch mit Daten machen sollte / kann. Und jene, denen es gelingt, die Datenmassen zu bändigen. Was hat das mit Teenagern zu tun? Siehe Bild:

DATEN-BERGE UND INFO-SEEN

Allein aus der heutigen Arbeit der Unternehmen und Organisationen entstehen Daten-Berge. Immer mehr werden diese (unstrukturierten) Daten gesammelt. Zumindest das ist ein vernünftiger Schritt. Auch wenn sich Unternehmer noch keinen Kopf gemacht haben, was damit zu tun sei. Diese Daten sind nicht nur Schnipsel in einer Datenbank, sondern auch Logfiles, Interaktionen in Shops und Aktivitäten auf Webseiten. Erst, wenn diese alle in einen Kontext gestellt werden, ist das Ergebnis mehr, als die Summe der Teile.

IOT UND IPV6

Die Info-Schwemme kommt aber erst noch auf uns zu. Das zeigt die Einführung von IPv6, dem „neuen“ Standard für Web-Adressen. (siehe: http://t3n.de/news/ipv6-mehr-ale-neue-adressen-541547/) Das IoT beschert eine Potenzierung der vorhandenen Info-Seen. Sie werden zu Info-Meeren. Ach so, IoT. Das Internet of Things. Will heißen, dass in naher Zukunft viele DINGE eine Internet-Adresse erhalten. Dann schnackt der Kühlschrank mit dem Supermarkt, weil Leere sein Innerstes füllt. Auch palavert die Haustechnik mit der Servicefirma. Und unser Auto flirtet mit dem Nachbar auf der Autobahn. Na ja, so ungefähr. Ipv4, derzeitiger Standard, reicht nicht mehr aus. Die verfügbaren Internet-Adressen werden knapp. Jetzt wird es sexy: 340 Sextillionen Adressen ermöglicht der IPv6-Standard. Das sind schlappe 3,4 mal 10 hoch 38.

DATENBANKER UND DATENKRAKEN

Lochkarten und Magnetbänder waren der zarten Anfang einer weltweiten Datensammelei. Doch geradezu lächerlich erscheinen die Rechenzentren von anno dunnemals – gemessen an der Speicherpower heutiger Systeme. Viel hilft viel, also wird erst mal alles gehortet. Dumm nur, dass Mensch in Infos auch ertrinken kann. Was ist nötig? Richtige Fragen stellen! Aus den Ergebnissen lernen. Nicht pure Summierung, sondern vorwärts denken und Entwicklungen planen. Und zu guter Letzt: Sicherheit ist THEMA. Für eigene und Kundendaten. Sonst schöpft ein Anderer die Ergebnisse eigener fleißiger Arbeit ab.

Anmerkung zum Artikel: Der Webmontag Hamburg findet nicht mehr statt. Auf der Webseite wurden Beiträge von mir zu den Veranstaltungen im Logbuch notiert. Dieser Artikel ist eine Sicherungskopie von https://www.webmontag-hamburg.de/eintrag/big-data-ganz-schoen-sexy.html