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Tschüss, Rüdiger!

Rüdiger Knott, ein wundervoller Mensch und inspirierender Künstler ist nicht mehr.

Leider habe ich von seinem Tod erst spät erfahren. Ich sah ihn zum letzten Mal drei Wochen vor seiner letzten Reise, nicht wissend, dass es unser letzter freundlicher Kontakt war.

Ich weiß nicht, ob ich die Kraft gehabt hätte (die damals schon reichlich von Nöten war) im Wissen um unser letztes Treffen…

Es war wieder mal Vernissage. Diesmal in „seinem“ Funkhaus am Rothenbaum. Er war ganz der Alte. Freute sich, mich zu sehen und sprach in seiner eigenen Art mit mir, zugewandt, aufmerksam, freundlich. Plötzlich musste er sich setzen und erst da dämmerte mir, in welch schlechter Verfassung er war. Wir sahen uns vielleicht einmal im Jahr, meist bei seinen Vernissagen. Daher fehlte mir ein ganzes Jahr Information. Er sah mich an und sagte nur tonlos, das er sehr krank sei und sich schonen muss.

Zur Eröffnung der Ausstellung kamen viele Gäste. Alle begrüßten Rüdiger, der lieber dem Rummel  – auch gesundheitlich bedingt – geflohen wäre. Er war kein Schickimicki, etwas Besonderes, bekannt aus Funk und Fernsehen. Er bewahrte sich seine Aufmerksamkeit, seine Freundlichkeit, seine Antennen war immer auf die Menschen gerichtet. Doch es war für ihn sichtlich anstrengend, das Prozedere von Reden reden und Kunst erklären.

Die Nachricht über den schlechten Zustand hat mich den ganzen Zirkus ausblenden lassen. Ich hatte nur noch Augen  und Ohren für ihn. In mir waren wohl die Sensoren auf Alarm, ohne dass ich es bewusst wahrnahm. So betrachte ich es heute.

Rüdiger Knott: Kunst und Künstler

Seit 2012 folge ich den Knott`schen Spuren und Wirken. Fasziniert von seiner Allerwelts-Dingen, die eine neue Bedeutung erlangten. Begeistert von seiner Art, zu kommunizieren. Mit Dingen und mit Menschen. Dass Abfall durch ihn zu uns spricht, Zerrissenes zusammengefügt oder in  neuer Dimension erwacht, war Rüdigers Schaffen und Ziel. Und es entstanden wundervolle Dinge aus Weggeworfenem.

Er engagierte sich neben seiner Kunst und mit seiner Bekanntheit für Bedürftige. Hinz und Kunzt als Träger, der wohnungslosen Menschen durch den Vertrieb der gleichnamigen Zeitung zu Beschäftigung und Einkommen verhilft. Dort stellte er auch 2017 aus.

Tschüss, Rüdiger!

Nun bist Du nicht mehr unter den Lebenden. Das ist sehr traurig. Du warst Teil meines Lebens. Deine Broschüren zu Ausstellungen liegen obenauf in meinem Bücherregal. Immer wieder habe ich darin geblättert und mich erfreut an Deinem Blick auf die Welt und auf Dinge. Stets hast Du mich mit Deinem freundlichen Wesen fasziniert. Ganz unprätentiös , nahbar, interessant und interessiert. In einer Gesellschaft, die ich-bezogen, scheinheilig, schnelllebig daherkommt, warst Du erfreulich für Seele und Gemüt. Dafür danke ich dir von Herzen und es war mir eine Freunde und Ehre, Dich kennenlernen zu dürfen. Ich weiß, dass würde Dich eher beschämen, als stolz zu machen. In meinem Leben habe ich nur selten Menschen wie Dich getroffen. Deswegen war es so wundervoll, inspirierend und nett mit Dir. Danke für alles und die schönen Momente. Ich hoffe sehr, dass Du vielleicht im Himmel – da gehörst Du hin – Sternschnuppen, Wolkenfetzen und Allstaub sammelst und zur Freude der Engel Dein Werk fortsetzt. Als Sehender, Dingeerwecker, Zusammenführer und Blickwinkelerweiterer.

Ich vermisse Dich.

Tom

 

 

Das letzte Mal, als ich Rüdiger traf, eröffnete er eine Ausstellung im Funkhaus an der Rothenbaumchaussee. Die Bilder aus der Eröffnung und Links zu den älteren Beiträgen über die Arbeit von Rüdiger Knott finden Sie unter folgendem Link:

Ausstellung von Rüdiger Knott im NDR: Wellenlänge

 

 

 

 

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Ausstellung von Rüdiger Knott im NDR: Wellenlänge

Die Ausstellung von Rüdiger Knott im NDR mit dem schönen Titel „Wellenlänge“ im Funkhaus am Rothenbaum ist eine kleine Schau der Objekte und Materialbilder aus dem Fundus des Künstlers.

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Der Sammler, der Seher, der Entdecker

Rüdiger Knott macht in Müll. Nicht als Abfallentsorger, sondern als Abfallentdecker. Weggeworfenes, Unscheinbares, Dinge ohne Funktion, besser: Dinge, die Ihre Funktion verloren haben, Dinge, die aus ihrem ursächlichen Zusammenhang gerissen wurden, sind seine Welt. Er gibt ihnen neues Sinn, neuen Zusammenhang. Fügt abwägend Materialien verschiedener Natur neu zusammen, schafft, formt, baut, konstruiert.

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Was ist das?

Der Spaß an Knott´scher Kunst liegt hinter der Kurve. Verborgen im Kunstwitz, unter Materialhumor. Die Frage nach dem, was es ist, erübrigt sich komplett. Denn es ist das, was der geneigte Betrachter daraus macht. Müllsynthese oder pfiffiger Zaunspfahl, der uns die Vergänglichkeit an neu Geschaffenen aus altem Zeugs zeigt.

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Sehen oder gucken!

Die meisten Menschen gucken. In der Gegend herum oder auf´s Smartphone. Sehen ist die hohe Schule. Ein Künstler, der in achtlos Abgelegtem Neues sieht oder daraus Neues schafft, sieht nicht nur besser, als die meisten. Er sieht voraus. Also eine Vorsehung. Zu Werken, die es einmal werden.

Danke für den Müll, danke für die Transformation, lieber Rüdiger.

In treuer Verbundenheit

Tom

 

Ach, und wenn Sie noch mehr Knott´schen Müll sehen wollen:

https://abendfarben.wordpress.com/2014/07/24/traum-oder-albtraumstrande-neue-ausstellung-von-ruediger-knott/

Oder Sie gucken Müll-TV:

Oder in den Garten der Künste:

https://abendfarben.wordpress.com/2012/06/18/rudiger-knott-gartenkunst-und-querkunst-in-hamburg-poppenbuettel/

Traum- oder Albtraumstrände? Neue Ausstellung von Rüdiger Knott

Traum- oder Albtraumstrände?

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Neue Ausstellung von Rüdiger Knott

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Der Sommer wird viele von uns wieder an Traumstrände locken. Einige sind inzwischenzu Albtraumstränden geworden. Die Folgen halte ich in Materialbildern fest, die neben anderen Arbeiten in meinerAusstellung im WERKHEIM in Hamburg-Ottensen zu sehen sind. Auch der neue Katalog „Rattenfänger und Einstein“ liegtdann vor.  Fotos und Katalogdesign machte wieder Henning Alberti. Freue mich sehr auf Ihr / Euer Kommen!(Auzug aus seiner Einladung)
Vernissage Donnerstag 24. Juli 2014 um 18.30 Uhr -Es sprach Angelika Bleicker-Schäfer
rüdiger knott vernissage werkheim hamburg by abendfarben
„TRAUMSTRÄNDE“
Objekte und Materialbilder – 24. Juli bis 10. Oktober 2014
WERKHEIM – Arbeitsraum für Freischaffende /Planckstraße 13, 22765 Hamburg-Ottensen
Öffnungszeiten mo – fr von 09.00 bis 18.00 Uhr

rüdiger knott elbphilharmonie werkheim hamburg by abendfarben

Ganz wunderbar: Die neue Knott´sche Webseite, von der er selber nichts erfuhr – bis zur Vernissage. Grossartig, KLICK!
rüdiger knott hamburg webseite by abendfarben

Den interessanten Künstler besuchten wir schon einige Male …

Lesen Sie hier mehr über seine Gartenkunst.

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Hier sehen Sie seine Ausstellung in Hamburg Ohlsdorf:

 

 

 

 

 

 

Rüdiger Knott – Gartenkunst und Querkunst in Hamburg-Poppenbüttel

Die BARFUSS GALERIE KLAUS TIMM lädt noch bis zum 24.06.12 ein, die Werke von Rüdiger Knott unter die Lupe zu nehmen.

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Er zaubert aus ganz alltäglichen Dingen neue Sichten. Weggeworfene, verlorene Dinge bekommen einen neuen Zusammenhang und ein neues Zuhause.

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Ist es dem Besucher vergönnt, mit dem Künstler zu sprechen, wird es spannend. In seiner charmanten, ruhigen Art berichtet er von Fundorten, den Geschichten hinter Dingen. Ganz unaufgeregt und zugänglich lässt er die Besucher an seiner Suche und seiner Arbeit teilhaben.

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Naturkautschuk im Freien plus Sonneneinstrahlung – es wird nie wieder so aussehen, wie jetzt. Eine „lebende“ Installation. Danke für die interessanten Ein- und Ausblicke.

Die Galerie befindet sich in der Sandkuhlenkoppel 55, Hamburg-Poppenbüttel. Sonntags von 11-18 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet. Termine unter 040-89002848 (R. Knott)