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googleschreiber

Online sichtbar oder im Tarnkappenmodus?

Aus Spaß an der Freude habe ich mal egogegoogelt. In der Vergangenheit habe ich einen Blog betrieben, der auf die Zielgruppe Mittelstand und das Thema Online-PR ausgerichtet war/ist. In meiner Selbstständigkeit und den frühen Jahren von SEO und Social Media ein heißes Thema. Den Blog gibt es heute noch, damit mir die Backlinks (anderes Thema) nicht verloren gehen.

Eigenlob stinkt? Egal!

Die Google Suche (Long Tail) – agentur online pr mittelstand hamburg – beschreibt die Arbeit und die Zielgruppe. Suchen waren zu meiner Zeit damals noch Short Tail, oder schlimmer noch, ein Wort. Dieses Damals war übrigens 2012. In dem Blog schrieb ich frohen Mutes Beiträge zu o.g. Thema und für o.g. Zielgruppe. Es war / ist der sogenannte Content, der Inhalt. Über Content Marketing (anderes Thema) fing man damals gerade an, nachzudenken. Das Eigengoogeln brachte ein erstaunliches Ergebnis.

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Seit nunmehr 6 Jahren stehe ich mit der Long Tail Suche auf Seite 2 bei Google und in der Bildersuche in den obersten Zeilen. Ja, das ist Eigenlob. Aber nicht Ziel des Artikels. Verschärfend kommt dazu, dass die Thematik durch einen Schwenk in meiner beruflichen Ausrichtung nicht mehr bearbeitet wurde. Still ruht der See – um es lyrisch auszudrücken. Die Artikel sind – aus Google-Sicht – hoffnungslos veraltet und zugleich werden sie immer noch gelesen, sonst stünden sie nicht auf Seite zwei.

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Ist die eigene Arbeit für die Zielgruppe sichtbar?

Je spitzer das Produkt – so die gute alte BWL – desto geringer die Kundschaft. Und umso höher die Trefferquote. Weil die Kundschaft / Leser / Fans eben genau das und nur das suchen – und im besten Fall exakt finden. Exemplarisch oben beschrieben…

Das heißt für Firmen, Blogger und alle anderen, die online präsent sind, reichlich relevanten Inhalt (Content) zu produzieren. Wertvollen, sinnstiftenden, anregenden Inhalt für die Kunden und Leser. Also Butter bei die Fische, wie wir in Hamburg sagen. Verplempern Sie Ihre Power und Zeit nicht mit Contentmüll und eingekauften externen Kram! Füllen Sie nicht – wie Zeitungen ihre Seiten – mit Agenturmeldungen.

Raffen Sie sich auf und schaffen Sie eigenen (!) wertvollen (!) und reichlich (!) Inhalt, der es wert ist, angesehen oder gelesen zu werden. Auch die Zeit Ihrer Kunden / Leser ist nicht unendlich bemessen. Beantworten Sie die (nicht) gestellte Frage des Kunden. Denn er wird googeln. Und dann hoffentlich SIE finden.

Los  geht`s!

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Digital Detox – Urlaub vom Online

Was passiert mit mir, wenn ich mich – als alter Onliner – aus dem digitalen Betrieb zurückziehe? Bin ich schon ein Smombie? Kann ich ruhig schlafen? Fragen über Fragen und ein Bericht über einen entdigitalisierten Jahreswechsel.

Prolog

Vor sieben Jahren startete ich mit der Vermarktung und dem Aufbau von SocialMedia Kanälen für den Mittelstand. Das volle Programm mit Blogs, Facebook und der Beginn von Twitter in Deutschland. An Instagram, Snapchat und Co. war damals noch nicht zu denken. Als Online-Agentur redete ich mir beim Kunden den Mund fusselig, erkannte ich doch das Potential für die KOMMUNIKATION zwischen Anbieter und Anwender, zwischen Verkäufer und Kunden. Lesen Sie gern meine Blogbeiträge aus dieser Zeit. Sie haben an Aktualität nichts eingebüßt.

Doch es war noch zu früh. Deutschland schlummerte seinen printgestützten Werbetraum, nicht erkennend, dass aus einer kommunikativen Einbahnstraße schnell eine vierspurige Autobahn in beide Richtung wurde. Jahre später – ich hatte die Branche schon gewechselt – überschlugen sich die Anbieter dieser Dienstleistung in der Präsentation und der Mittelstand stürzte sich mit viel Geld – mehr oder weniger erfolgreich – in das Abenteuer SocialMedia …

Digitale Entgiftung – Ein Selbstversuch

Digital Detox versteht sich als bewusste Rücknahme aus allen Aktivitäten im Online-Bereich. Urlaub vom online sein, Abstand von Smartphone und Co. Die Überlegung dahinter: Wenn ich ständig verfügbar bin und Informationen erhalte, kann ich mich auf die (mir) wichtigen Dinge nicht mehr konzentrieren. Ziele gehen flöten, Aufmerksamkeit schrumpft auf Teaser-Niveau. Starker Tobak, das! 

Nun denn, die Regel stelle ich auf: Kein SocialMedia, keine Mails. Und das Ganze über zwei Wochen. Zeitung online lesen gilt nicht. Ein bisschen Grundinformation tut nötig und Printausgaben habe ich seit Jahren nicht mehr genutzt. Als Profi-Twitterer ist das eine echte Herausforderung. Dieses Medium ist mir über die Jahre ans Herz gewachsen, da es mit Witz und Geist eine stete Quelle der Inspiration und Unterhaltung ist. Kein Facebook, kein Xing, kein LinkedIN. Still ruht der Blog (1) und die Webseite.

In meiner Branche wird es über die Feiertage generell ruhiger, da bietet es sich an, die Mails erst im neuen Jahr zu lesen. Wenn etwas wichtiges ist, gibt es ja das Telefon. Das ist OK, weil manche Kunden Bauchentscheidungen treffen und dann sofort mit mir sprechen wollen. (2)

twitter abendfarben tom koehler

Einfach mal abschalten: Klick!

Dann war es soweit. Der letzte Tweet verließ am 15.12. Mittags das Handy. (3) Ruhe im Schiff! Langsam runterkommen von der Arbeit, noch eine Weihnachtsfeier mit Freunden und dann ab auf´s Land. Hier kräht der Hahn als Wecker und der Hund freut sich wie Bolle auf die Morgenrunde. Dann kam der übliche Weihnachtsablauf mit zu viel Essen und zu wenig Bewegung (ToDo: Joggen! Ohne Kopfhörer!)

Die ersten Tage ging es dank Ablenkung und neuem Input ganz prima. Aber in mir war da was. Neugier, Anspannung, Versuchung. Was geht da – „fernab“ von mir – so? Was schreiben die geliebten Follower? Welchen grandiosen Blödsinn hecken sie gerade wieder aus?

NEIN! Du hast es so gewollt. Geh Holz hacken. Oder spazieren. Oder mit Menschen reden. Ach ja, da war doch noch was. Kommunikation (siehe Prolog). Live und in Farbe. Interessant wird es als Städter und Onliner, in eine Welt einzutauchen, in der noch SMS verschickt werden und der kleine Einkaufsladen die Nachrichtenzentrale ist. Der Plausch über den Gartenzaun mit den Nachbarn ersetzt die Zeitung (besonders bei SEHR GUT informierten Nachbarn …) Hier rennt keiner den ganzen Tag mit dem Smartphone vor der Nase durchs Dorf. Und das liegt nicht an der gruseligen Netzabdeckung, die den Akku im verzweifelten Versuch, Anbindung zu finden, leerlutscht. Da wird der Trecker angehalten und dann gehen erst einmal die offline Aktualisierungen über die Lippen. So ganz altmodisch, aber auch liebenswert. Weil man sich lange nicht sah, flattern Einladungen ins Haus: Komm doch mal rum, iss mit uns, lass dich mal sehen. Also landete ich in der Vor-Handy-Zeit. (Von wegen, Zeitreisen sind nicht möglich …) Und das hatte auch was.

Das Ende vom Lied

Das mit den Mails hat so nicht ganz geklappt, da kurz nach Urlaubsbeginn noch Rückfragen zu einem Kunden aus dem Büro kamen. Das war schnell erledigt. Die weiteren Mails wurden nicht geöffnet, da sich aus dem Titel schon ergab, dass eine Antwort nicht nötig war. Die TwitterApp wurde tatsächlich nicht geöffnet, auch wenn der Zähler für Interaktionen trotz meines Schweigens beharrlich nach oben wanderte. (Die Anzeige dafür – nicht der Inhalt – erfolgt automatisch im Feed des Handys.) Natürlich war die Versuchung da, natürlich rasiere ich an der Grenze öffnen/nicht öffnen entlang. Aber das gab sich mit den Tagen, als ich realisierte, dass es noch Anderes gab. Es verlor an Priorität, aber es wäre gelogen, dass es leicht gefallen ist. Habe ich also die Vorstufe zum Smombie schon erreicht? Kontrolliert es mich oder kontrolliere ich es? Die Grenze dazu verwischt, ganz ehrlich. Was passiert mit mir, wenn ich weiter den Verlockungen der SocialMedia Welt erliege? Kann ich in einem Jahr oder in zwei noch loslassen, oder bin ich eine Geisel der Interaktion? Gute Frage! Käme auf einen weiteren Versuch an. Urlaub im eigentlichen Sinne mache ich ja auch und dann ist die Firma ausgeblendet, kommen die Monitor-Augen zur Ruhe und der Kopf wird frei. Mein Tipp: Ausprobieren und dann darüber bloggen. Bis dahin lesen wir uns. Hier oder bei Twitter

 

(1) Der Beitrag wurde offline geschrieben und am 30.12. in den Blog geschoben und veröffentlicht.

(2) Es rief tatsächlich ein Kunde an, dessen familiäre Situation sich geändert hat und der umgehend Beratung brauchte.

(3) Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort – ich wiederhole: MEIN EHRENWORT – dass der „Test“ – Tweet vom 22.12. (siehe Screenshot) automatisiert aus dem Entwürfe-Ordner der TwitterApp aus dem Tablet gesendet wurde, als ich mit diesem online ging, um Zeitung zu lesen. Dieser war wohl dort noch abgelegt und wurde nicht gelöscht. Dieser Tweet hat also meine Digital Detox nicht unterbrochen!

 

 

 

2bahead zukunft kongress 2015-02 by abendfarben

2bAHEAD Der digitale Kunde: Wem vertrauen wir in der vernetzten Welt?

2bAHEAD Zukunftskongress 2015 Wolfsburg

Stephen Scott, CEO, Starling Trust Sciences: A world without strangers

Wie geht das? Eine Welt ohne Fremde?

Gruppengröße ist wichtig für das Vertrauen der Menschen untereinander. Die Forschung nimmt eine Gruppengröße mit direktem Kontakt und Vertrauen zwischen 50 und 150 an. Und das, so Stephen Scott, funktioniert trotz sozialer Netzwerke. Aller Vielfalt zum Trotz und gegen alle technischen Möglichkeiten setzt sich der Mensch selbst Grenzen. Erstaunlich, suggerieren uns doch Facebook, Twittter und Co. eine Möglichkeit, geradezu beliebig viele Menschen zu kontakten. Warum das so ist?

peer to peer ökonomie vertrauen by abendfarben

Eine peer to peer Ökonomie arbeitet mit Vertrauen. Und das scheint Grenzen zu haben. Selbst Scott schrieb (nachgezählt) 149 Weihnachtskarten. Die kleine, direkte Welt unterscheidet sich aber von einer Welt voller loser Kontakte. Klassisch dafür Portale wie EBAY oder ALIBABA. Was im Austausch von Waren und Dienstleistungen möglich ist, zeigt Alibaba aus China. Dieses Portal hat mit seinem Vertrauenssystem Alipay mehr Umsatz, als Amazon. Gewaltige 250 MRD Dollar. Der „kleine“ Bruder Amazon dagegen knapp 90 MRD Dollar in 2014

Wir haben Peer-Power und Daten-Power, so Scott. Das ändert die Wirtschaft und die Gesellschaft. Kluge Geräte, dezentrale Datenwolken, smarte Netze ermöglichen ein neues Zusammenleben. Es sind soziale Credits, die uns den Zugang zu anderen ermöglichen, weil wir mehr wissen – oder über bessere Informationen verfügen. Es verlangt aber von uns auch mehr Verantwortung. Und Evidenz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz

2bahead zukunftskongress 2015 wolfsburg

2bAHEAD: Die Technologie-Roadmaps der kommenden zehn Jahre

2bAHEAD Zukunftskongress 2015 Wolfsburg

Technologie-Roadmaps der kommenden zehn Jahre

Wolfsburg 16.06.2015: Der Trendforscher Sven Gábor Jánszky, Executive Director, 2b AHEAD ThinkTank, begrüßte die Kongressteilnehmer mit Anmerkungen, die aufhorchen lassen. Technologie ist in den Jahren der Digitalisierung zum wichtigsten Treiber für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen geworden. In seinem Vorwort stellte er fest: Sie verändert unseren Alltag immer rasanter. Und jede Branche, die mit der Digitalisierung in Berührung kommt, scheint unwiderruflich die Innovationsgeschwindigkeit des Moorschen Gesetzes anzunehmen: „Alle 18-24 Monate verdoppelt sich die Leistungsfähigkeit der Computerprozessoren bei gleichem Preis; alle 18-24 Monate halbiert sich der Preis bei gleicher Leistung. Für zahlreiche, traditionelle, undigitale Geschäftsmodelle wird diese Dynamik zum größten anzunehmenden Unfall.“

2bahead zukunftskongress wolfsburg by abendfarben

Frank Gassner, Vice President Automotive SI Sales, T-Systems über

Die Technologie-Roadmap der Telekommunikationsbranche

Wir werden zum Infrastruktur-Provider. Unser Drive ist die Mobilisierung der Businessprozesse bis zum Endkunden. Dazu braucht es Device Management, sichere Prozesse und Apps. Kundenvertrauen ist die Währung und ohne diese Sicherheit können Unternehmen nicht dieses Vertrauen gewinnen. Pferd Festnetz Auto – alles war zu seiner Zeit sexy. Aber eben nur zu seiner Zeit. Heute wird Fahren vernetzt, Mobilität wird anders definiert. Jederzeit und überall verfügbar. Damit wandelt sich das Verhältnis zum Transportmittel. Überspitzt: Spoiler und Fußmatten werden für die Zulieferindustrie zum Problem, weil die Nutzung nur noch Transport ist und kein Eigentum. Ich lasse mich transportieren, eventuell fahrerlos. Und ich besitze einen Digitalen Schlüssel zur Weitergabe an andere Nutzer.

2b ahead zukunftskongress wolfsburg by abendfarben

Keynote: The Big Picture – Dr. Eric W. Brown, IBM Watson Group, Director Watson Algorithms:

Wie kognitive Computer die Wirtschaft verändern werden

Die Jeopardy Quizshow 2011 veränderte die Sicht der Dinge. Denn ein Watson Computer gewann die Show gegen die beiden Menschen, die aus allen anderen Spielen als Sieger hervorgingen. Es war der 100. Geburtstag von IBM.

2500 v.C. entstand der Abacus – der erste „Computer“, der beim Rechnen half. In 1945 gab es mit der MEMEX die erste Maschine, die Dokumente auf Anfrage ausgabe. Diese Dokumente waren schon verlinkt zu anderen Dokumenten. In den 70ern konnten Computer Fragen vestehen und antworten geben. In den 90ern geht es aufwärts mit Leistungsfähigkeit, Minimierung. 1998 Google entsteht. Kollaborative Ideen wie Wikipedia finden ihren Weg.

Kognitives Computing muss mehr als nur Datenberge berücksichtigen. Da geht es auch um die Stimme, die Art des Sprechens. Interaktion ist mehr als Null und Eins, mehr als hier oder dort klicken. Dialogfähigkeit bedeutet auch, mehrere Bedeutungen eines Wortes zu kennen und die richtige auszuwählen. Eine rasante Entwicklung der Technologie mit leistungsfähigen Devices ermöglicht dann eine echte Interaktion zwischen Mensch und Maschine.

 

 

Ach, WELT, wie hast Du Dich nicht verändert …

Prolog

Ein Raunen ging vor Jahren durch den analogen Blätterwald. Das Internet kommt. Und so mancher Verlag machte sich dereinst daran, mit dem neumodschem Kram auch Geld zu verdienen. Und erzeugte Online-Ausgaben. Immer mehr, immer besser. Und die Leser (die bringen Geld!) goutierten dies und lasen fortan auch digital. Mit Abo, unglaublich! Wild entschlossen, meinen Kollegen (die ein karges Leben ob des bösen Internets führen) ein paar Markt zukommen zu lassen, wählte ich nach sorgsamer Recherche ein Online-Abo der WELT. Mit Folgen.

Es muss passen

In Zeiten der Transformation, in Zeiten desruptiver (!) Prozesse in der Wirtschaft ist jedes Unternehmen gut beraten, seine Kunden in der Ansprache und im Kontext zu erreichen. Lesegewohnheiten und Schreibstile gibt es reichlich — da muss es passen. Medium und Leser, Redakteur und Rezipient. Die Auswahl ist groß, die Suche dauert. In Anerkenntnis meiner Bedürfnisse und der Freude an Form und Stil wählte ich. OK, zwei Monate Welt Online Basic zum Test auf dem PC / Laptop und dem Smartphone. Und die schnellste App (Eigenwerbung) dazu, daß hört sich gut an. Das war ein fairer Deal. Braut und Bräutigam müssen sich ja erst mal gründlich kennenlernen.

Kommunikation bedingt Kommunikation

Klingt, wie eine Tautologie. Leider nicht. Denn der entschlossene Versuch, nun mit der Braut in vorehelichen Kontakt zu treten, missrät. Mehrfach. Da nützt die schöne Mitgift nichts. Beweise? Gern!


Guten Tag! Ich nutze Ihre Welt App im Abo und bin in den sozialen Medien aktiv. Leider funktioniert die Twitter-Funktion aus einem Artikel heraus nicht. Facebook und G+ und URL kopieren funktioniert. Vielleicht können Sie mal nachsehen, ob in der Programmierung ein Knacks ist.
Viele Grüße! Tom Köhler (11.1.15)


Sie können sich es malerisch ausmalen. Natürlich. Bis dato Null Reaktion. Wir leben in einer Echtzeitgesellschaft, ach was erzähle ich Ihnen das …

Zweiter Versuch:


Guten Tag! Leider funktioniert die App nicht auf dem LG S3. Können Sie mir diesbezüglich behilflich sein. Viele Grüße! Tom Köhler (14.01.15)


Ergebnis. Siehe oben.

Medien leben vom Weitersagen. Ereignis X wird von User Y auf dem Medium Z wahrgenommen und geliket, getwittert, gefacebookt und gexingt. Das bringt Traffic, Leser, Backlinks usw. usf.

Fazit

Nach all dem Wehklagen und den Geburtsschmerzen, nach all dem Wandel und den ökonomischen Folgen erwartet der geneigte (!) Leser doch mehr Kommunikation (siehe oben) und vor allem Reaktion. Weit gefehlt. Nun, es sind noch 6 Wochen Testzeitraum (19.01.15) und meine Investition (99 ct.) ist erträglich. Die nachfolgende Bindung an das Abo hängt nun schlicht von der Leistungsfähigkeit des Mediums ab.

WELT, übernehmen Sie. Dies Nachricht erfährt Ihre Bestätigung / Zerstörung in 6 Wochen.

Ihr Leser (!) Tom Köhler

***

Kanäle sind zum benutzen da. Also habe ich sie benutzt. E-Mail, Twitter, Welt Abo Info Kanal. Und siehe:

Sehr geehrter Herr Köhler,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Zunächst einmal möchten wir uns in aller Form für die späte Antwort auf Ihre Anfrage entschuldigen.
Leider konnten wir bislang noch keine Unstimmigkeiten bei der Twitter-Funktion innerhalb der App feststellen.
Daher haben wir Ihren Hinweis umgehend an unser Entwicklerteam weiter geleitet und hoffen, Ihnen bald eine positive Auskunft zu dieser Thematik erteilen zu können.
Des weiteren haben wir auch Ihre Anfrage zu der Nutzung auf dem LG G3 weiter gegeben.
Aufgrund der Vielzahl von mobilen Endgeräten kann es vereinzelt vorkommen, dass spezielle Geräte noch nicht mit der App kompatibel sind. Wir arbeiten jedoch stetig an der Weiterentwicklung der Smartphone-App, sodass diese in Kürze auch auf Ihrem LG G3 verfügbar sein sollte. Sobald wir eine Rückmeldung zu Ihren Anliegen erhalten, werden wir uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.
Bei allen Fragen, Wünschen oder Anregungen zu unseren digitalen Angeboten erreichen Sie unseren Kundenservice per E-Mail unter digital@welt.de oder unter der Service-Hotline 0800/951 50 00 täglich von 8 bis 20 Uhr.
Mit den besten Grüßen
DIE WELT
Kundenservice Digitale Produkte

Ich hab es getan!

Alle reden darüber, kaum einer weiß Bescheid. Die böse böse HuffingtonPost ist in Deutschland an den Start gegangen. Aufschrei im Bläterwald und digital allerorten. Schreiben zum Nulltarif, aller Recht beraubt und wozu das Ganze und überhaupt!

Der Stein des Anstoßes kam auf der Veranstaltung der IngDiba im schönen Hotel Atlantic in Hamburg. „Innovationen im Journalismus“ war das Thema. Doch lesen Sie selbst.

innovation im journalismus ing diba by abendfarben tom koehler

Aus gegebenem Anlaß weilte ich kurz danach noch im Vortrag von Julia Jäkel, ihres Zeichens BigBoss(in) von Gruner und Jahr. Auch dies lesen Sie bitte selbst.

julia jaekel gruner und jahr handelskammer hamburg by abendfarben tom koehler

Und nun bin ich einer von den Null-Euro-Schreibern. Und ich werde berichten, was es damit auf sich hat, wie es funktioniert und was es bringt. Mein Profil zum freundlichen Besuch finden Sie hier: http://www.huffingtonpost.de/tom-koehler

2bahead zukunftskongress 2013 _by abendfarben_08

2bAHEAD Zukunftskongress 2013: Steigert die Technologie unsere Lebensqualität?

NEXT LEVEL: Glück! Die Segnungen der neuen und mobilen Technik erfassen alle Lebensbereiche. Auf dem 12. Zukunftskongress des Think Tank 2bAHEAD diskutierten die Gäste die beiden Seiten der Medaille Technologie.

Neuzeitlicher Schwächling

Aktio gleich Reaktio – ohne Ursache keine Wirkung. Das wussten schon unsere Altvorderen. Doch die ackerten auf dem Feld und gingen zeitgleich mit den Hühnern ins Bett. Ein klares, strukturiertes Leben ohne Burn Out und dicke Daumen vom Smartphone-Getippe. Insofern hatten sie es etwas einfacher. Andere sagen, der Mensch arbeitet nicht weniger oder mehr, als früher. Das sind Marotten einer Wohlstandgesellschaft, die bei der kleinsten Widrigkeit aus den Schuhen kippt. Einer, der sich mit dem Thema beschäftigt hat, ist Max Schön von der Stiftung 2Grad. Der Ex- Präsident des Verbandes der Familienunternehmer redet den Gästen ins Gewissen und ins Pflichtenheft.

Online rund um die Uhr

Aus der Arbeit der Agentur Abendfarben wissen wir um die Abhängigkeiten und Vorteile einer digitalisierten Welt. Doch auch so mancher Moment des Innehalten, des Verdammens, ist dabei. Kann es richtig sein, dieses immer „on“? Ist das auf Dauer gut, auch wenn es nötig scheint? Schön spricht von „zerfleddern“, „zersplittern“ und von „digitaler Demenz“. Werte gehen verlustig, Menschen entfernen sich voneinander, obwohl – oder besser – weil sie nur einen Mausklick weiter sind. Die Mobile Devices ermöglichen uns jederzeit Zugriff auf Wissen, Kontakte, Musik und Unterhaltung. Doch entziehen sie uns gleichzeitig das Leben. Das ganz normale, reale Leben. Spruch aus Twitter: „Menschen, die mit aufrechtem Kopf durchs Leben gehen – haben kein Smartphone.“

2bahead zukunftskongress 2013 _by abendfarben_05Das böse Internet

Anerkennung durch Sternchen und Likes ersetzen das Schulterklopfen, die anerkennende Geste im realen Gespräch. Wenn weiter die prognostizierte Vermischung privater und beruflicher Bereiche voranschreitet, gibt es statt den Guten-Morgen-Kuss eine DM – Verzeihung – eine Direktmitteilung via Twitter. Oder einen Post auf der Familienseite bei Facebook. Schöne neue Welt. Deren Schnelligkeit und der permanente Zugriff in alle Bereiche zu jeder Zeit ist janusköpfig. Früher kam ein Brief. Der wurde Montagmorgen aufgemacht. Statt dessen: always on(line). Und die Tiefe des realen Raumes geht verloren, weil alle 30 Zentimeter vor dem Bildschirm / Tablet / Smartphone hocken. Und alte gesellschaftliche Werte und Traditionen gehen flöten. Mitleid, Nächstenliebe, Empathie – bald im Wörterbuch der vergessenen Begriffe? Aussteiger, so Schön, reihen sich aneinander, huldigen Engeln oder esoterischen Ansichten. Keine Lust mehr auf Digital, ist zu viel des „Guten“. Ein Punkt der Sättigung ist für manche erreicht.

Das gute Internet

Effizienz in der Organisation des Alltags und der Kontakte erleichtert unser Tun. Bequemlichkeit dank digitaler Assistenten ist der Komfort der Neuzeit. Die Information findet sich nicht in der zwanzigbändigen Brockhaus-Ausgabe, sondern in Sekundenbruchteil im Smartphone. Kooperationsmöglichkeiten weltweit ergeben sich für Firmen und Menschen, die ein Anliegen verbindet. Bestes Beispiel die rasante Vernetzung zum Hochwasser der Elbe via Twitter und Facebook. Effiziente Organisation von Mitteln und Ressourcen über digitale Kanäle. Politische Bewegungen, wie der arabische Frühling, organisieren sich am Staat vorbei. Und bringen gesellschaftlichen Wandel.

Zukunft ist Verantwortung

Auch wenn Zukunftsforscher qua Amt technikfröhlich und begierig nahenden Zeiten entgegensehen: Es ist ihre Pflicht, Wirtschaft und Gesellschaft über Risiken und Nebenwirkungen zu informieren. Ein typisch deutsches Wort dafür ist Technikfolgenabschätzung. Es ist offenzulegen, welche Möglichkeiten unweigerlich auf die Menschen zukommen – im Guten und im Schlechten. Deutsche sind Bedenkenträger von Amts wegen. Doch ist dieses Land, wenn es die Entwicklungen nicht verschläft (oder politisch behindert) absolut in der Lage, in der Spitzenliga mitzuspielen. Global Player investieren aus gutem Grund bei den Deutschen. Die Chance, die sich daraus ergibt, ist es, die Entwicklung mitzubestimmen. Die Zukunft fängt heute an. Es muss ein Ruck gehen durch das Land der Dichter und Denker.

 

 

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