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Digital Detox – Urlaub vom Online

Was passiert mit mir, wenn ich mich – als alter Onliner – aus dem digitalen Betrieb zurückziehe? Bin ich schon ein Smombie? Kann ich ruhig schlafen? Fragen über Fragen und ein Bericht über einen entdigitalisierten Jahreswechsel.

Prolog

Vor sieben Jahren startete ich mit der Vermarktung und dem Aufbau von SocialMedia Kanälen für den Mittelstand. Das volle Programm mit Blogs, Facebook und der Beginn von Twitter in Deutschland. An Instagram, Snapchat und Co. war damals noch nicht zu denken. Als Online-Agentur redete ich mir beim Kunden den Mund fusselig, erkannte ich doch das Potential für die KOMMUNIKATION zwischen Anbieter und Anwender, zwischen Verkäufer und Kunden. Lesen Sie gern meine Blogbeiträge aus dieser Zeit. Sie haben an Aktualität nichts eingebüßt.

Doch es war noch zu früh. Deutschland schlummerte seinen printgestützten Werbetraum, nicht erkennend, dass aus einer kommunikativen Einbahnstraße schnell eine vierspurige Autobahn in beide Richtung wurde. Jahre später – ich hatte die Branche schon gewechselt – überschlugen sich die Anbieter dieser Dienstleistung in der Präsentation und der Mittelstand stürzte sich mit viel Geld – mehr oder weniger erfolgreich – in das Abenteuer SocialMedia …

Digitale Entgiftung – Ein Selbstversuch

Digital Detox versteht sich als bewusste Rücknahme aus allen Aktivitäten im Online-Bereich. Urlaub vom online sein, Abstand von Smartphone und Co. Die Überlegung dahinter: Wenn ich ständig verfügbar bin und Informationen erhalte, kann ich mich auf die (mir) wichtigen Dinge nicht mehr konzentrieren. Ziele gehen flöten, Aufmerksamkeit schrumpft auf Teaser-Niveau. Starker Tobak, das! 

Nun denn, die Regel stelle ich auf: Kein SocialMedia, keine Mails. Und das Ganze über zwei Wochen. Zeitung online lesen gilt nicht. Ein bisschen Grundinformation tut nötig und Printausgaben habe ich seit Jahren nicht mehr genutzt. Als Profi-Twitterer ist das eine echte Herausforderung. Dieses Medium ist mir über die Jahre ans Herz gewachsen, da es mit Witz und Geist eine stete Quelle der Inspiration und Unterhaltung ist. Kein Facebook, kein Xing, kein LinkedIN. Still ruht der Blog (1) und die Webseite.

In meiner Branche wird es über die Feiertage generell ruhiger, da bietet es sich an, die Mails erst im neuen Jahr zu lesen. Wenn etwas wichtiges ist, gibt es ja das Telefon. Das ist OK, weil manche Kunden Bauchentscheidungen treffen und dann sofort mit mir sprechen wollen. (2)

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Einfach mal abschalten: Klick!

Dann war es soweit. Der letzte Tweet verließ am 15.12. Mittags das Handy. (3) Ruhe im Schiff! Langsam runterkommen von der Arbeit, noch eine Weihnachtsfeier mit Freunden und dann ab auf´s Land. Hier kräht der Hahn als Wecker und der Hund freut sich wie Bolle auf die Morgenrunde. Dann kam der übliche Weihnachtsablauf mit zu viel Essen und zu wenig Bewegung (ToDo: Joggen! Ohne Kopfhörer!)

Die ersten Tage ging es dank Ablenkung und neuem Input ganz prima. Aber in mir war da was. Neugier, Anspannung, Versuchung. Was geht da – „fernab“ von mir – so? Was schreiben die geliebten Follower? Welchen grandiosen Blödsinn hecken sie gerade wieder aus?

NEIN! Du hast es so gewollt. Geh Holz hacken. Oder spazieren. Oder mit Menschen reden. Ach ja, da war doch noch was. Kommunikation (siehe Prolog). Live und in Farbe. Interessant wird es als Städter und Onliner, in eine Welt einzutauchen, in der noch SMS verschickt werden und der kleine Einkaufsladen die Nachrichtenzentrale ist. Der Plausch über den Gartenzaun mit den Nachbarn ersetzt die Zeitung (besonders bei SEHR GUT informierten Nachbarn …) Hier rennt keiner den ganzen Tag mit dem Smartphone vor der Nase durchs Dorf. Und das liegt nicht an der gruseligen Netzabdeckung, die den Akku im verzweifelten Versuch, Anbindung zu finden, leerlutscht. Da wird der Trecker angehalten und dann gehen erst einmal die offline Aktualisierungen über die Lippen. So ganz altmodisch, aber auch liebenswert. Weil man sich lange nicht sah, flattern Einladungen ins Haus: Komm doch mal rum, iss mit uns, lass dich mal sehen. Also landete ich in der Vor-Handy-Zeit. (Von wegen, Zeitreisen sind nicht möglich …) Und das hatte auch was.

Das Ende vom Lied

Das mit den Mails hat so nicht ganz geklappt, da kurz nach Urlaubsbeginn noch Rückfragen zu einem Kunden aus dem Büro kamen. Das war schnell erledigt. Die weiteren Mails wurden nicht geöffnet, da sich aus dem Titel schon ergab, dass eine Antwort nicht nötig war. Die TwitterApp wurde tatsächlich nicht geöffnet, auch wenn der Zähler für Interaktionen trotz meines Schweigens beharrlich nach oben wanderte. (Die Anzeige dafür – nicht der Inhalt – erfolgt automatisch im Feed des Handys.) Natürlich war die Versuchung da, natürlich rasiere ich an der Grenze öffnen/nicht öffnen entlang. Aber das gab sich mit den Tagen, als ich realisierte, dass es noch Anderes gab. Es verlor an Priorität, aber es wäre gelogen, dass es leicht gefallen ist. Habe ich also die Vorstufe zum Smombie schon erreicht? Kontrolliert es mich oder kontrolliere ich es? Die Grenze dazu verwischt, ganz ehrlich. Was passiert mit mir, wenn ich weiter den Verlockungen der SocialMedia Welt erliege? Kann ich in einem Jahr oder in zwei noch loslassen, oder bin ich eine Geisel der Interaktion? Gute Frage! Käme auf einen weiteren Versuch an. Urlaub im eigentlichen Sinne mache ich ja auch und dann ist die Firma ausgeblendet, kommen die Monitor-Augen zur Ruhe und der Kopf wird frei. Mein Tipp: Ausprobieren und dann darüber bloggen. Bis dahin lesen wir uns. Hier oder bei Twitter

 

(1) Der Beitrag wurde offline geschrieben und am 30.12. in den Blog geschoben und veröffentlicht.

(2) Es rief tatsächlich ein Kunde an, dessen familiäre Situation sich geändert hat und der umgehend Beratung brauchte.

(3) Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort – ich wiederhole: MEIN EHRENWORT – dass der „Test“ – Tweet vom 22.12. (siehe Screenshot) automatisiert aus dem Entwürfe-Ordner der TwitterApp aus dem Tablet gesendet wurde, als ich mit diesem online ging, um Zeitung zu lesen. Dieser war wohl dort noch abgelegt und wurde nicht gelöscht. Dieser Tweet hat also meine Digital Detox nicht unterbrochen!

 

 

 

Erfolg für das Zweite WordPress-Frühstück Hamburg

Bei wachsender Teilnehmerzahl fand am 12.10.11 das zweite Hamburger WordPress-Frühstück in Harburg statt. Die Mischung aus „blutigen“ Anfängern und „Alt“-Bloggern bedarf einer weiteren Kommunikation und Planung. Die Interessen sind – naturgegeben – auseinanderliegend. Doch die Resonanz war für die Organisatoren gut. Vorschläge und Themenwünsche werden gesammelt und hier http://wp-blogger-hamburg.de/ eingestellt. Diese Seite stellte Friedhelm Oja freundlicherweise zur Verfügung, damit Einsteiger auf einer vorhandenen Plattform mit dem umfangreichen Werkzeug WordPress üben können. Zudem ist die Seite Treffpunkt für Fragen zum System, für Anregungen und ein Platz für die nächsten Termine. Im November ist es der 09.11.11. Eine detaillierte Einladung folgt.

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Erstes Hamburger WordPress-Frühstück erfolgreich gestartet

Wordpress Frühstück Hamburg

 Bloggen mit WordPress

Hamburg-Süd läd ein – und acht Interessenten trafen sich in Harburg zum 1. Hamburger WordPress-Frühstück. Eine spannende Runde aus erfahrenen Bloggern, denen Begriffe wie PHP, SQL und FTP nur so entfuhren. Und eine Runde, in denen „blutige“ Anfänger saßen, die erkannt haben, dass bloggen kein Selbstzweck ist. Die Plattform WordPress eignet sich zum Positionieren von Marken, zum Erzählen von Geschichten, zur Weitergabe von Wissen. Fazit der Runde: Wir machen weiter, treffen uns regelmäßig und transferieren Wissen. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, schaut einfach mal wieder auf diesen Blog 😉 oder meldet sich unter agentur@abendfarben.de