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Die gespaltene Stadt Hamburg

Gäste der Welt, schaut auf diese Stadt! In Abwandlung eines legendären Spruches gilt dies auch für die Hansestadt. In einem Leitartikel des Hamburger Abendblatts wird über die geteilte Stadt geschrieben.  Zitat aus dem Artikel: „Die aktuelle Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstiuts im Auftrag der Haspa hat erschreckende Daten und unbequeme Wahrheiten zusammengetragen, die gerne verdrängt werden. So ist der Anteil der Jugendlichen in Wilhelmsburg oder Altona, die die Schule ohne Abschluss verlassen, bis zu 100-mal höher als in Blankenese. In gleich sechs Stadtteilen – Veddel, Billstedt, Wilhelmsburg, Dulsberg, Rothenburgsort und Harburg – lebt fast jedes zweite Kleinkind von der Sozialhilfe.“
Es waren Jahrzehnte Zeit, diese Spaltung zu beseitigen. Das schlechte Gewissen rumorte und spendierte Wilhelmsburg die IBA 2013. Ein neuer „In-Stadtteil“ wird propagiert. In den Köpfen der Menschen ist es fest verankert. Eine Trennung zwischen City und dem Südteil lässt sich nicht beschönigen. Harburger (die selbst Hamburger sind) fahren „nach Hamburg“. Der „Sprung über die Elbe“ ist ein geflügeltes Wort. Klingt nach Überwindung. Der Neubau für die Stadtentwicklungsbehörde in Wilhelmsburg hat Alibifunktion. Die Stadt erkennt die Bedeutung des Speckgürtels von Hamburg. Noch ein Zitat aus dem Artikel: „Das alles ist ein Anfang, mehr ist es noch nicht.“
Unternehmen haben sich auf die Regionalität besonnen. Auch im Hamburger Süden lassen sich Geschäfte machen. Ein Beispiel ist das Unternehmernetzwerk Hamburg-Süd. Die Elbe ist ein trennendes Element der Hansestadt und die Politik hat einen gewaltigen (moralischen) Schuldenberg, der abzutragen ist.
Hier geht es zum Artikel: http://www.abendblatt.de/hamburg/article1938587/Die-gespaltene-Stadt.html

Harburg liegt am Jungfernstieg – Unternehmernetzwerk Hamburg-Sued

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. Der Titel verrät es: verkehrte Welt ist angesagt. Als Freiberufler bin ich naturgegeben viel unterwegs. Die „Parkmöglichkeiten“ und die wirklich alltäglichen Staus lassen mich mit dem HVV entspannt meine Ziele erreichen. Doch die Bahn hat ja immer wieder tolle Ideen, erstaunt selbst eingefleischte Nahverkehrs-Enthusiasten.
Die Ansage der Stationen und die Anzeige derselben auf den Displays in den Waggons spielten wieder mal verrückt. Die Ansage ließ mich erstaunen: „Nächste Station Harburg“. Eigentlich nichts Besonderes. Doch fuhr ich mit der S3 gerade auf dem Abschnitt Hauptbahnhof-Jungfernstieg. Während der Fahrt hatte ich nicht auf die Ansage geachtet. Nun entbehrte der technische Defekt ja nicht der Ironie. Die Stadtteile jenseits der Elbe sind in vielen Hamburger Köpfen noch immer nicht dazugehörig. Und die Politik hat ja einiges dafür getan, eine (virtuelle) Grenze entlang der Elbe zu ziehen. Auch die „Eingemeindung“ Wilhelmsburgs zum Bezirk Mitte ändert daran nichts. Genau so fahren viele Harburger – oder Südhamburger – eben nach Hamburg, wenn sie in die City reisen.
Es ist mitnichten ein Einstimmen in den Chor der Miesepeter. Anhand unseres funktionierenden Unternehmernetzwerkes Hamburg-Süd können wir sehen, wozu die Gescholtenen jenseits der Elbe fähig sind. Unsere Gruppe wächst jede Woche, bei jedem Treffen ging ein Auftrag an ein Mitglied des Netzwerkes über den Tisch. Erfolge, die wir nicht verstecken müssen!
Der Jungfernstieg und seine Umgebung sind ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum der Hansestadt. Kontore, Banken, Reeder und Versicherungen sind dicht aneinander gereiht. Läge Harburg also am Jungfernstieg, wäre unser Business-Netzwerk ganz dicht am Pulsschlag der Metropole. Drehen wir nun den Spieß um! Machen wir unser Harburg und unser Unternehmernetzwerk zum Jungfernstieg des Hamburger Südens. Verrückte Idee? Nein! Es liegt an uns selbst, mit regem Austausch, interessanten Vorträgen und dem aktiven Weitersagen dafür zu sorgen, dass unsere Gruppe wächst, die Branchen alle vertreten sind und – so wie bisher – jedes Mal ein Auftrag über den Tisch geht. Fangen wir also heute damit an. Jedes Mitglied in seinem Geschäftsfeld, mit seinen Kontakten, ist Teil des Netzwerkes und kann dafür sorgen.