Schlagwort-Archive: geschichte

abendfarben am hamburger elbstrand by tom koehler

Hamburgliebe

Kann man sich in eine Stadt verlieben? Ja, das geht. Für manche ist Hamburg die schönste Stadt der Welt. Das kann ich nicht beurteilen, dazu müsste ich die Gegenkandidaten mal gesehen haben. Wie es zur Liebe kam, lesen Sie hier.

Es ist 1993

Ein Studienplatz führt mich nach Hamburg. Schon bei der Wohnungssuche war ich kreuz und quer in der Stadt unterwegs und sah viel Grün und wenig Hochhäuser. Das fand ich toll, weil viele Städte einfach nur nach oben wachsen und dann ist auf den Straßen keine Sonne mehr. Oder nur eine kurze Zeit. Ich bedauere Menschen, die in dunklen Schluchten leben müssen. Anderes Thema.

Zweckbau

Das Universitäten immer so hässlich sein müssen. Schon damals sträubte sich mir das Nackenhaar bei den Bausünden der Zweckbauten. Unbewusst, noch nicht wissend, welche Leidenschaft dazu noch geweckt werden sollte. Das Studium nahm mich in Beschlag, es gab viel zu lernen und nebenbei (Danke dafür) jobbte ich beim NDR am Rothenbaum. Die Stadt war nur Mittel zum Zweck. Der Lehrbetrieb ließ wenig Zeit, sich mit ihr zu beschäftigen.

Im Fernseher

Nach dem Studium sah ich die Stadt durch den Fernseher. Geht nicht, doch, das geht. Mein Job bei einer großen Nachrichtenagentur brachte es mit sich. Dort waren permanent Kameraleute unterwegs und berichteten aus der Stadt. Also sah ich mehr von ihr, aber nur im Fernseher bzw. Monitor. Die Arbeit brachte es mit sich, dass ich die Stadt langsam und besser kennen lernte. Bei er Größe und Ausdehnung eine Aufgabe.

elbsegler hamburg

Selbst und ständig

Als Freiberufler und Netzwerker vor dem Herrn erschloss sich mir die Stadt immer mehr. Langsam erreichte sie mich, hatte mein Herz ergriffen, machte sich beliebt. Durch die Arbeit viel auf Tour nahm ich Hamburg immer mehr wahr und verstand den Bohei, den die Menschen um Hammonia – so der schöne lateinische Name Hamburgs – machten. In der Zeit wurde auch der Grundstein für meine Leidenschaft Architektur gelegt. Dazu später.

Freund und Lexikon

Ein gebürtiger Hamburger wurde zum Freund und Stadterklärer. Die Wellenlänge stimmte, unser Interesse für Geschichte und Architektur und die Leidenschaft für das Fahrrad. Dank dem profunden Wissen zur Stadt und den vielen Anekdötchen und Geschichten habe ich Hamburg erfahren. Im wahrsten Wortsinn. Und die Stadt ergriff von mir Besitz, nahm mich ein. Das Feuer war entfacht. Den besagten Stadterklärer finden Sie hier: https://hamburg-erfahren.de

Stein auf Stein

Mein Beruf und meine Leidenschaft für Fotografie bildeten ein wunderbare Symbiose. Die Architektur und insbesondere die schönen Treppenhäuser dieser Stadt haben meine Liebe zu Hamburg schwer entflammt. Altehrwürdige Kontorhäuser und die Backsteinfassaden faszinieren mich völlig. Ich habe Hamburg von innen gesehen und lieben gelernt. Geschichte und Handwerk, Ingenieurkunst und gestalterischer Mut formten etwas Wunderschönes. Damit Sie verstehen, was ich meine, schauen Sie gern selbst nach: https://abendfarben.com

Zuhause sein

Im Leben sah ich viele Städte, lebte in einigen. Davon durchaus auch sehenswerte – keine Frage. Zuhause ist mehr als die Wohnung und da, wo Freunde sind. Zuhause ist ein Lebensgefühl, ein Angekommensein. Hamburg ist mein Zuhause, meine Base, meine Liebe. Die Stadt hat es geschafft, mich zu verlieben, mich einzulassen und anzukommen. Das ist großartig. Dafür danke ich und lade Sie herzlich ein, die Stadt am großen Strom zu besuchen. Vielleicht werden Sie auch etwas davon empfinden. Es würde mich freuen.

In diesem Sinne: Hummel Hummel – Mors Mors.

Hamburgs Architektur: Von Modern bis Klassisch

Die Agentur Abendfarben ist viel unterwegs. Auf Recherche, beim Kunden, im Netzwerk. Stets dabei ein wacher Blick für die schönen Seiten der Hansestadt.

architektur und himmel by abendfarben

Und die hat eine lange Geschichte. Wir arbeiten gerade im Team an einer grafischen Visualisierung von 350 Jahren Stadtgeschichte. Mehr wird noch nicht verrraten. Viele Dank für die gute Zusammenarbeit an Rexer Final Art!

blumern und architektur by abendfarben

Haben Sie auch schöne Ein- und Aussichten gefunden? Schicken Sie uns Ihre Bilder zu. Wir veröffentlichen mit Quellenangabe sehr gern Ihren persönlichen Blick auf Hamburgs schöne Seiten.

hamburger maurer by abendfarben

Hamburger Schreibmaschinen-Museum

Die Agentur Abendfarben legt den Grundstock für eine Heimat der besonderen Art. Sie war ein treuer Begleiter von Reportern, Büroarbeitern und Schriftstellern. Die gute alte Schreibmaschine. Ingenieurskunst und Büroästehik in einem.

hamburger schreibmaschinen museum

Interessanterweise bekam ich einen Anruf von einem Journalistik- Kollegen. Der möchte seine Maschinen in „gute Hände“ abgeben. Nimmt also Formen an – das Museum 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier unten steht Werbung. Dafür kann ich nichts …

Hamburgs schöne Treppenhäuser – Hindenburghaus Großer Burstah 31

Immer wieder entdecken wir auf unseren Touren wunderschöne Treppenhäuser in der Hansestadt. Ein prächtiger Vertreter ist der Hindenburghof im Großen Burstah 31, mitten in der City.

Eingang zum Treppenhaus Hindenburghof Großer Burstah, Hamburg

Schwelgen Sie mit uns auch an anderen Orten: Sprinkenhof (City), TU TECH (Harburg), Alsterhaus (City) und am Dammtor (City).

Hamburger Sietas-Werft meldet Insolvenz an

1635 gegründet, lange Hamburger Tradition – nun der Kampf für knapp 700 Arbeitsplätze direkt auf der Werft und  etwa 250 bei der Neuenfelder Maschinenfabrik, einer Tochter der SIETAS. Der Pressedienst THB meldete die schlechte Nachricht für den Werftenstandort Hamburg.

Abendfarben Hafen Hamburg

John Rabe, der gute Deutsche von Nanking

Heute einmal unsere Empfehlung für´s TV: John Rabe, der gute Deutsche von Nanking. Er rettete ca. 200.000 Chinesen in einem blutigen Bürgerkrieg 1938 das Leben und wird noch heute vom chinesischen Volk hoch verehrt. Infos des Senders hier. Wenn Sie mehr über das Thema lesen wollen, schauen Sie in diesen Artikel. Zu seinen Ehren wurde im August 2010 am Verlagsgebäude von Gruner + Jahr in Hamburg eine Ehrentafel angebracht. An der Ecke Stubbenhuk / Baumwall stand das Geburtshaus von John Rabe.

Original Biografie John Rabe

MS Bleichen im Hamburger Hafen

Am 17.09.11 wurde Geschichte erlebbar.

Hafenmuseum MS Bleichen Abladen Fracht

Der Hamburger Hafen erwachte mit alten LKWs und dem historischen Frachter MS Bleichen zum Leben.

Historischer LKW vor der MS Bleichen

Stauer verluden Frachten in den Laderaum des Schiffes.

MS Bleichen am Kai des Hafenmuseums

Informieren Sie sich über die Geschichte des Schiffes, den Verein und Öffnungszeiten auf http://www.msbleichen.de/.

Tag des offenen Denkmals 2011 in Hamburg

Ein volles Programm braucht ein gutes Timing. Wer den Tag des offenen Denkmals in seiner Stadt schon einmal mitgemacht hat, weiß von der guten Planung. Über alle Stadtteile verteilt öffnen sich sonst verschlossene Häuser, Bauwerke und besondere Plätze.

Blick in den Schellfischtunnel Hamburg

Hamburg und sein Fischtunnel

Schellfischtunnel nennen die Hamburger die Hafenbahn von der Elbe bis zum Altonaer Bahnhof. Die Fracht der eingleisigen Bahnverbindung war Ende des 19. Jahrhunderts oft Fisch für die Verarbeitung oder für Räuchereien in Altona und Ottensen. Der Name entstammt dem Volksmund. Den Tunnel selbst gibt es schon länger. Als Verbindung der Häfen Kiel und Hamburg nahmen 1844 die (damals noch) dänischen Baumeister und Stadtherren von Kiel und Altona das Werk in Angriff. Der Altonaer Bahnhof lag zu diesem Zeitpunkt noch am Elbhang. 1895 wurde er nördlich verlegt und die Hafenbahn musste nachziehen, um den Kontakt mit dem Verkehrsknoten zu halten. Unter der heutigen Max-Brauer-Allee verläuft der Tunnel bis hinter das InterCity Hotel am Bahnhof Altona. Bis in die 80er Jahre waren die Bahn und der Tunnel regelmäßig in Betrieb. Durch die Verlagerung des Transports auf die (richtige) Schiene und die Straße wurde 1993 der Verkehr eingestellt.

Besichtigung Schellfischtunnel Hamburger Unterwelten

Tief runter unter die Stadt

Der Tunnel empfängt die Besucher am Eingang Nord (Bahnhof Altona) mit einem kühlen Hauch. Festes Schuhwerk, Taschenlampe und ein wacher Blick nach unten – und eine Reise in die Vergangenheit beginnt. Auf holperiger Strecke geht es zwischen den Schienen abwärts in die Dunkelheit. Die Führung zeigt an verschiedenen Stellen die Besonderheiten. Ein Teil des Tunnels wurde mit einer Betonverschalung versehen, um mehr Stabilität zu gewährleisten. Weiter unter senkten Bauarbeiten den Tunnel etwas ab, um dem darüber stehenden Bahnhof Altona Raum zu geben. Es rumpelt unter den Füßen. Die S-Bahn fährt im Minutentakt noch tiefer im Erdreich.

Schäden an den Schwellen im Schellfischtunnel Hamburg

Dann wird es stiller. Wir sind in der Biegung des Tunnels, dem ältesten Teil angekommen. In den Schwellen der Schiene sind tiefe Scharten. Ob ein Waggon hier entgleiste oder herabhängende Ladung die Schäden verursachte, bleibt auch den Mitarbeitern der Hamburger Unterwelten verborgen.

 Licht am Ende des Tunnels

Langsam holt uns die Realität wieder ein. Es wird heller, der Südausgang am Elbufer wird sichtbar. Ein Baum versperrt das schmiedeeiserne Tor. Die Natur sorgt für das Denkmal. Ein krasser Gegensatz: Geschichte zum Anfassen und nur wenige Meter weiter moderne Architektur und eine Haltestelle mit Edelstahl-Verkleidung. Der Architekt der Büroräume am Elbufer hatte die Hoffnung, dass die Bahnverbindung wieder aufgenommen wird. Schöne Vision: Touristen fahren mit einer Bahn vom Hafen direkt nach Altona. Die Stadtbahn der anderen Art.

Ausgang Schellfischtunnel Elbufer

Besuch in der Geschichte

Regelmäßig veranstaltet der Verein Hamburger Unterwelten mit dem Denkmalverein Hamburg Führungen durch das Bauwerk. Sie finden stets zum Tag des offenen Denkmals Hamburg statt.