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Windenergie: Ausbau der Offshore-Anlagen stellt Häfen vor neue Herausforderungen

Wie der Pressedienst THB berichtet, wird durch den Ausbau der Windenergieanlagen an den Küsten ein Transport- und Lagerproblem entstehen. Die Energiewende verlangt einen verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien. Doch all zu viele „Spargel“ sind in der Landschaft auch keine Augenweide. Der Ausweg 1: Repowering – macht alte Anlagen effizienter und senkt so die Zahl der Windturbinen. Ausweg 2: Offshorewindparks vor der Küste der Nord und Ostsee. Doch die riesigen Windenergieanlagen (WEA) brauchen gute Bedingungen zu Montage. Also fallen Lagerzeiten an. In den Häfen. Und Montageflächen sind bei der Größe der WEA ebenfalls „King Size“. Eines bleibt leider bei aller Euphorie zu erneuerbaren Energien oft ungesagt: Fachkräftemangel beschert den Unternehmen, die als Ausrüster und Zulieferer arbeiten, ein gewaltiges Problem. Auch hier ist die Politik gefordert. Bildung ist eine Ressource der Zukunft.

Windkraftanlagen

2. Hamburger Bildungskiez im Museum der Arbeit am 14.10.2011

Eine Weiterbildungsmesse der besonderen Art, ein Weiterbildungskiez: mit Veranstaltungen, Messemeile und Workshops in Hamburg-Barmbek. Von 12-18 Uhr können Sie am 14.10.2011 im Museum der Arbeit (Wiesendamm 3) teilnehmen – kostenlos.

Elbtunnel-Bohrer TRUDE, Museum der Arbeit, Hamburg-Barmbek

Weitere Informationen erhalten Sie hier: http://weiterbildung-hamburg.net/content/0/73/ Bildung als Thema beschäftigt die Menschen in der Bundesrepublik und Hamburg nicht erst seit den unsäglichen Pisa-Studien. Wie wird es einmal in ein paar Jahren aussehen? Forscher haben sich Gedanken gemacht. Lesen Sie hier, wie sich die Schüler von morgen selbst engagieren. Erst seit Kurzem gibt es eine Webseite, die sich der Umweltbildung verschrieben hat. Sichern Sie sich einen Zugang zu dieser höchst interessanten Seite und lassen Sie sich inspirieren: https://abendfarben.wordpress.com/tag/morgen-in-meiner-stadt/

Morgen in Hamburg – Neue Webseite für Umweltbildung und Information

Entdecken Sie eine neue Lernplattform für Umweltbildung und -information mit lokalem Bezug:

Webseite zur Umweltinformation Hamburg

http://www.morgen-in-meiner-stadt.de/

Es ist eine offene Plattform für Unternehmen, Behörden, Verbände, Vereine und Organisationen in Hamburg, die einen Bezug zu Umwelt-, Energie- und Zukunftsthemen haben. Es gibt eine redaktionelle Betreuung der Inhalte, die sicherstellt, dass keine werblichen Texte oder Inhalte eingestellt werden. Zusätzlich werden Future Points geschaffen. Diese existieren auf der Webseite und in der Realität an Orten in ganz Hamburg. Es sind Plätze, an denen etwas stattfindet, ein Thema erklärt wird und so eine Karte von interessanten Punkten in der Hansestadt entsteht.

Eine Webseite zum Mitmachen

Zielgruppe sind Schüler, Auszubildende, Lehrer und Dozenten. Sie können über verschiedene Zugänge Projekte gemeinsam erarbeiten und durchführen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, in geschlossenen Gruppen intensiver zu arbeiten. Ob Mitfahrbörse, Routing von Schulwegen der Gruppe, CO2-Belastungen oder kleine Spiele – die Seite steckt voller Möglichkeiten.  Die Datenbank, die durch die Redaktion, die Projektteilnehmer oder Unternehmungen wächst, ist offen und für alle zugänglich. Durch eine intelligente Verknüpfung der Inhalte entsteht ein semantisches Netz. Dieses verbindet Inhalte miteinander. Über die reinen Suchergebnisse hinaus „lernt“ das System, welche Inhalte miteinander korrespondieren und bietet sie dem Nutzer an.

Vorstellung der Webseite im Hamburger Institut für Lehrerbildung am 28.09.11

Zur Zeit gibt es einen Testzugang, ab November ist die Seite online. In diesem Jahr, in dem Hamburg Umwelthauptstadt ist, hat eine Gruppe von Journalisten und Werbefachleuten mit privaten Mitteln diese Seite gegründet. Das Thema Bildung drängt immer mehr in den Vordergrund, nicht erst seit PISA. Weitere Informationen zu neuen Bildungsformen finden Sie hier.

2b AHEAD: Bildung durch Inspiration und Verantwortung

Kann eine Schulbildung fordern und fördern? Gibt es Fächer wie Verantwortung, Herausforderung oder Zukunft? Bilden Schüler Lehrer aus? Ja, an der evangelischen Schule Berlin Zentrum unter der Leitung von Margret Rasfeld.

Die Schulleiterin stellte auf dem Zukunftskongress 2b.AHEAD ihre Schule vor. „Die unsägliche Pisa-Studie hat die Lehrer und Schulen gezwungen, auf die Anforderungen hinzuarbeiten.“ so Rasfeld, und weiter „Wir brauchen aber eine Bildung mit ökonomischer, ökologischer und künstlerischer Phantasie!“

Gesellschaft spaltet sich nach ihrem Bildungsgrad

Wahrlich keine guten Aussichten für ein Deutschland im Jahre 2021: Menschen haben durch gute / schlechte Bildung den Gang in die Elite oder in die Slums vor sich. Wessen Talente und Leidenschaften nicht gefördert werden, wer seine Potentiale nicht entfalten kann, der verkommt in einer schnellen, mobilen Gesellschaft. Rasfeld fordert einen Aufbruch in die Elitegesellschaft. Elite – allein dieses Wort rieft noch vor kurzer Zeit Bedenkenträger auf den Plan. Doch spiegelt die Statistik wieder, dass andere Länder mit ihren Eliten wesentlich pfleglicher und erfolgreicher umgegangen sind. In den BRIC-Staaten oder den USA sammeln sich die Hochbegabten, die Ingenieure mit Klasse. Neben dem demografischen Wandel und der Alterung gehen Deutschland schon heute die Spitzenkräfte aus.

Schule verformt

Wenn Beamtenriegen mit Papierbergen die Autonomien der Schulen ersticken, sorgen sie für Pisa. Fragen der Schüler, selber denken, Urteile bilden sind Voraussetzungen für die Gehirnakrobaten von Morgen. „Durch das Verteilen von Noten und Chancen nach Rastern gehen Talente verloren. Und stets ist ein Mensch in der Nähe, der dem Kind sagt: Tue dies, lass das!“, so Rasfeld. Mit einem für deutsche Verhältnisse erstaunlichen Konzept arbeitet die Berliner Schule an einem Transformationsprozess durch radikalen Wandel der Lernkultur. Den Menschen eingrenzende Hierarchien sind eine Fehlanzeige, das Verwaltungsdenken ist auf ein notwendiges Minimum reduziert. Einen Stundenplan gibt es nur als Gerüst. Wählen als Motivationsfaktor spornt die Einsteins von Morgen an.

Zukunft der Schule

Ein Schüler an dieser höheren Berliner Bildungsanstalt geht morgens in ein Lernbüro. Dort hat er zwei Stunden mit Materialien der Schule Zeit für die Vorbereitung und das Lernen. Selbstbestimmt geht er danach in den Fachunterricht seiner Wahl. Deutsch, Englisch, Mathe, Gesellschaftskunde sind nur Teil der Ausbildung. Auch Fächer wie Verantwortung stehen auf dem Lehrplan. Und Herausforderung kommt später. Projekte außerhalb der Schule lassen die Schüler in steten Kontakt mit der Realität. Sie halten selbst Vorträge, geben Computerkurse. Sie werden zu Lehrern und erzählen Pädagogen etwas über das Konzept der Schule. Dass sie das nicht umsonst machen, versteht sich von selbst. 12.000 Euro haben die „Kleinen“ bisher eingenommen. Den Umgang mit Geld und das Wirtschaften können sie nicht früh genug lernen. Und sie bekommen ein Gespür, auf Menschen zuzugehen. Sie planen, geben Unsicherheiten eine Chance und sind offen für Neues.

Auf die Barrikaden!

Schulen sind das größte Unternehmen der Bundesrepublik. Die Saat der Bildung braucht Dünger und Wasser. Die Kinder sind die Zukunft des Landes und kleine Schlauberger sollen einmal die CEOs der führenden Unternehmen der Welt werden. „Und keiner geht auf die Barrikaden!“ so Rasfeld. All die Studien und Berichte über das schlechte Abschneiden der deutschen Schüler hat kaum etwas im Bewusststein der Menschen bewirkt. Die Politik ist eher wahltaktischen Erwägungen erlegen. Und die Konkurrenz, die Länder mit effizientem förderndem Schulsystem, sorgt kräftig für Vorsprung durch Bildung. Die Zukunft? Steht in Berlin, funktioniert, bringt prächtige Köpfe nach vorn. Und aus der ganzen Republik reisen neugierige Lehrer an, um sich dieses ganz andere Bildungssystem aus der Nähe anzusehen. Möge sich der Berliner Virus im (Bildungs-) System einnisten und ganze Arbeit leisten: An gedanklichen Firewalls vorbei, durch Kritikaster-Scanner hindurch in die Köpfe und Herzen der Menschen, denen die Zukunft dieses Landes noch etwas bedeutet.