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2bAHEAD: Die digitale Verantwortung – Leben in der Welt der Wahrscheinlichkeiten

2bAHEAD Zukunftskongress 2015 Wolfsburg

Digitale Verantwortung – Leben in der Welt der Wahrscheinlichkeiten

Immer „intelligentere“ Geräte raten uns, die menschliche Kontrolle an Maschinen abzugeben. TERMINATOR lässt grüßen. Autopiloten im Flugzeug, Daytrades an der Börse – immer mehr geben die Menschen die Kontrolle auf! Geben Sie auch die Verantwortung ab?

Prof. Dr. Michael Feindt, CEO, Blue Yonder

Automatisierte datenbasierte Entscheidungen – Fluch, Segen oder einfach Notwendigkeit?

Deterministisches Chaos und komplexe Systeme. Denen werden wir doch locker Herr dank Supercomputer und Ultranetz! Doch halt. Kleine Tücke. Die Dynamik. Die lässt sich nicht überrumpeln. Je kleiner, je genauer bestimmt ein Ding oder ein Vorgang ist, um so genauer wird eine Prognose. Doch eine Vorhersage ist in großen Systemen langfristig nicht möglich. Kurzfristig sind die Treffer besser, aber auch nicht grundlegend. Bestes Beispiel ist das Wetter. Auch hier werden die Vorhersagen besser, die Wahrscheinlichkeit steigt im zeitlichen Nahbereich. Langfristig klappt es auch hier trotz aller Superrechner nicht. Es bleibt spannend, denn nichts ist sicherer, als die Unsicherheit.

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Schafft ein Wissenschaftler eigentlich Wissen?

Informationen werden dann relevant, wenn die eigene Datenbasis groß ist. Und datenbasierte Entscheidungen werden ab einer großen Datenmenge besser. Keine Frage, doch der Mensch ist damit hoffnungslos überfordert. Die Maschine ist doof, aber fleißig, Trillionen Datensätze futtert sie zum Frühstück. Und morgens halb Zehn gibt es die Analyse. Wir können nicht viele Entscheidungen in kurzer Zeit treffen, inkl. Risiko- und Folgenabschätzung. Aber wir können handeln. Unsere Handlungen verändern punktuell die Zukunft. Und unser Handeln ändert sich langfristig. Was macht es aus dem Menschen, wenn er immer komplexere Entscheidungen in den Computer verlagert? Oder wenn dessen Chip mal spinnt …

Übrigens:

Wozu Maschinen heute fähig sind: Ein 3 Minuten Stimm-Recording erstellt ein Persönlichkeitsprofil, das genauer ist, als eine viertägige Sitzung beim Analytiker. Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie mal nach in der FAZ!

Karl Geyer, Leitender Kriminaldirektor, Polizeipräsidium Mittelfranken

PRECOBS – Erfahrungen mit der Analyse-Software zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen

Es hat nichts mit Minority Report zu tun. Es ist vorausschauende Polizeiarbeit – Predictive Policing. Es ist ein mathematisches System, das sich auf kriminologische Studien bezieht. Der Schwerpunkt liegt auf den Wohnungseinbrüchen, die in den letzten Jahren um 80% zugenommen haben. PRECOBS ist eine deutsche Entwicklung des Institut für musterbasierte Prognosetechnik (IfmPt) , die 2009 in Zürich erfolgreich zum ersten mal getestet wurde. Die Kriminalität sank dort um 14%, in den Alarmüberwachten Gebieten um 30%. Seit Oktober 2014 wird das System in Nürnberg und München getestet.

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Die Datenbasis aus den letzten 5 Jahren: Tatort, Tatzeit, Modus operandi und Beutegut. Alles ohne Sozial- oder Personendaten. Profis klauen keine großen Flachbildschirme. Sie suchen Bargeld, Schmuck und Mobile Clients. Die überwachten Alarmgebiete gehen nicht an die Öffentlichkeit, sonst interessieren sich noch Versicherungen und Immobilienmakler dafür. Fazit: Der Kriminalitätsrückgang liegt im Paket mit anderen Maßnahmen bei 40%.

Im besten Fall kommt der Schutzmann um die Ecke, und der Ede nimmt Reißaus. Dumm nur, dass die mobilen Kriminellen getreu dem Motto „Schnell rein, schnell raus“ nicht nur die Gebiete wechseln. Sondern auch ihre Zielgruppe. Ladendiebstähle steigen derzeit wieder an. Also viel Arbeit für die digitale Polizei.

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BIG DATA – GANZ SCHÖN SEXY! Webmontag Hamburg bei Acando

Der Hamburger Webmontag im April bei Acando am Millerntorplatz widmete sich einem derzeitigen Burner, hotter als hot → BIG DATA. An dem Abend ging es um Sex, Sextillionen und IPv6. Doch der Reihe nach…

TEENAGER-SEX UND DATENMENGEN

Weil die großen Daten derzeit so hip sind, befleißigen sich die Agenturen und Menschen, die mit der Sammlung (nicht die NSA), der Sortierung, der Aggregation zu tun haben. Jeder, wirklich jeder, macht in Big Data. Und dazu gehören natürlich fette Buzzwords. (Denen widme ich mich mit Absicht nicht…) Doch allein von großen Daten zu reden, zeugt nicht von Größe. Richtig groß sind jene, welche verstanden haben, was Mensch mit Daten machen sollte / kann. Und jene, denen es gelingt, die Datenmassen zu bändigen. Was hat das mit Teenagern zu tun? Siehe Bild:

DATEN-BERGE UND INFO-SEEN

Allein aus der heutigen Arbeit der Unternehmen und Organisationen entstehen Daten-Berge. Immer mehr werden diese (unstrukturierten) Daten gesammelt. Zumindest das ist ein vernünftiger Schritt. Auch wenn sich Unternehmer noch keinen Kopf gemacht haben, was damit zu tun sei. Diese Daten sind nicht nur Schnipsel in einer Datenbank, sondern auch Logfiles, Interaktionen in Shops und Aktivitäten auf Webseiten. Erst, wenn diese alle in einen Kontext gestellt werden, ist das Ergebnis mehr, als die Summe der Teile.

IOT UND IPV6

Die Info-Schwemme kommt aber erst noch auf uns zu. Das zeigt die Einführung von IPv6, dem „neuen“ Standard für Web-Adressen. (siehe: http://t3n.de/news/ipv6-mehr-ale-neue-adressen-541547/) Das IoT beschert eine Potenzierung der vorhandenen Info-Seen. Sie werden zu Info-Meeren. Ach so, IoT. Das Internet of Things. Will heißen, dass in naher Zukunft viele DINGE eine Internet-Adresse erhalten. Dann schnackt der Kühlschrank mit dem Supermarkt, weil Leere sein Innerstes füllt. Auch palavert die Haustechnik mit der Servicefirma. Und unser Auto flirtet mit dem Nachbar auf der Autobahn. Na ja, so ungefähr. Ipv4, derzeitiger Standard, reicht nicht mehr aus. Die verfügbaren Internet-Adressen werden knapp. Jetzt wird es sexy: 340 Sextillionen Adressen ermöglicht der IPv6-Standard. Das sind schlappe 3,4 mal 10 hoch 38.

DATENBANKER UND DATENKRAKEN

Lochkarten und Magnetbänder waren der zarten Anfang einer weltweiten Datensammelei. Doch geradezu lächerlich erscheinen die Rechenzentren von anno dunnemals – gemessen an der Speicherpower heutiger Systeme. Viel hilft viel, also wird erst mal alles gehortet. Dumm nur, dass Mensch in Infos auch ertrinken kann. Was ist nötig? Richtige Fragen stellen! Aus den Ergebnissen lernen. Nicht pure Summierung, sondern vorwärts denken und Entwicklungen planen. Und zu guter Letzt: Sicherheit ist THEMA. Für eigene und Kundendaten. Sonst schöpft ein Anderer die Ergebnisse eigener fleißiger Arbeit ab.

Anmerkung zum Artikel: Der Webmontag Hamburg findet nicht mehr statt. Auf der Webseite wurden Beiträge von mir zu den Veranstaltungen im Logbuch notiert. Dieser Artikel ist eine Sicherungskopie von https://www.webmontag-hamburg.de/eintrag/big-data-ganz-schoen-sexy.html