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2b ahead zukunftskongress 2012 3d brillen

16. Zukunftskongress 2b AHEAD in Wolfsburg eröffnet

Wir berichten Live und in Farbe vom 16. Zukunftskongress 2b AHEAD am 20. und 21. Juni 2017 in Wolfsburg. Seit 2011 begleiten wir den 2bAHEAD Zukunftskongress – ein Forum der Innovation, ein Treffpunkt der Denker und Lenker.

Es ist eine Ehre, in dem Kreis der CEOs, Wissenschaftler, Forscher und Planer eintreten zu dürfen und einmal jährlich eine Vorausschau auf die nächsten 10 Jahre zu erhalten. Sicherlich – Zukunft lässt sich nicht vorhersagen. Aber es lassen sich Entwicklungen ableiten, Theorien bilden und mögliche Szenarien durchspielen.

Es gibt natürlich einen Twitter-Stream, der von den Teilmehmern des Kongresses aktuell gespeist wird. Diesen finden Sie unter dem HHastag #zuko17 hier…

Mittendrin, statt nur dabei:

Aktuelle Einblicke und Zitate finden Sie auf dem Abendfarben Twitter Account …

Im Laufe des Tages lesen Sie Berichte und Bilder auch auf dem Abendfarben Blog. Naturgemäß ist es so viel Input, dass eine umfangreiche Berichterstattung Ihren Abschluss erst Tage nach dem 16. Zukunftskongress 2b AHEAD in Wolfsburg findet.  Nicht nur der Kopf, auch die Kladde – altertümliches papiernes Dings aus vordigitaler Zeit – sind brechend voll.

Danke für Ihren Besuch auch nach dem 16. Zukunftskongress 2b AHEAD in Wolfsburg auf unserem Blog.

Mit einem Klick sind Sie auf unsere eigens eingerichteten Seite zum Zukunftskongress 2b AHEAD mit dem Archiv aus den letzten Jahren: KLICK!

 

 

 

 

2bahead zukunft kongress wolfsburg 2016 by abendfarben tom koehler (11)

Zukunftsforscher Janszky: „2017 wird ein gutes Jahr! Aber ich habe Angst vor der Ahnungslosigkeit der Politik!“

Wir begleiten seit Jahren den Zukunftskongress 2bAHEAD. Der Leiter des ThinkTanks, Sven Gabor Janszky, antwortete in einem Interview zu den Aussichten für das nächste Jahr 2017. Mit freundlicher Genehmigung von 2bAHEAD geben wir einen Auszug des Interviews zum Nachdenken und Nachjustieren der geneigten Leserschaft mit auf den Weg:

Viele von uns haben das Jahr 2016 als Chaos-Jahr empfunden: Terror, Brexit, Trump-Wahlen. Wird es 2017 genauso weitergehen?

Sven Gabor Janszky: Ehrlich gesagt habe ich 2016 nicht als Chaos-Jahr empfunden. In Deutschland gibt es weniger Arbeitslose, der DAX geht von einem Höchststand zum nächsten, die Unternehmen verdienen sehr viel Geld, die Menschen verdienen und konsumieren mehr und wir haben die Flüchtlingskrise in den Griff bekommen. Uns geht es wirklich besser als vor 12 Monaten. Allerdings wird unsere Wahrnehmung von einer Reihe von Ereignissen in der Welt dominiert, die für viele unerwartet waren. Dass viele Menschen davon überrascht sind, ist klar. Aber als Chaos kann das nur jemand empfinden, der Veränderungen fürchtet. Ich selbst freue mich auf Veränderungen, denn sie bieten immer eine Chance zum Besseren.

Was ist der wichtigste Trend für Deutschland im Jahr 2017?

Sven Gabor Janszky: Es ist die digitale Spaltung unserer Gesellschaft. Weil wir 2017 eine Bundestagswahl haben und das ganze Jahr vom Wahlkampf geprägt wird, werden wir diese digitale Spaltung überdeutlich erleben. Der Grund ist einfach zu erklären: Wir leben in einer Zeit, in der sich die Zukunftsbilder der verschiedenen Teile der Gesellschaft radikal unterscheiden. Die jungen Menschen in den Großstädten stellen sich ihre Zukunft als positives Ergebnis einer rasenden, technologischen Veränderung vor. Sie nutzen intelligente, digitale Assistenten, leben gesünder und länger, sind höchstgebildet, sind gefragte Arbeitskräfte, verdienen viel Geld und leben ihr Leben als Patchwork immer neuer Möglichkeiten und Herausforderungen. Dieses Zukunftsbild entsteht auf Grundlage der exponentiellen Geschwindigkeit der digitalen Entwicklung. Zugleich gibt es Menschen, vor allem ältere Menschen außerhalb der Großstädte, die diese rasante Entwicklungsgeschwindigkeit nicht kennen oder nicht kennen wollen. Sie prognostizieren ihr eigenes Zukunftsbild auf Basis des Stillstandes und der Vergangenheit. Ihr Motto ist das von Donald Trump: „Make us great again!“.

Wir haben also in der Gesellschaft schon heute zwei Zukunftsbilder, die sich diametral unterscheiden. Bei Abstimmungen und Wahlen prallen dann plötzlich diese Zukunftsbilder frontal aufeinander. Da merken die Menschen dann, dass es auch die anderen gibt, von denen sie bisher keine Ahnung hatten. Genau dieses Phänomen hat zum Brexit geführt, zur Trump-Wahl, zum Rücktritt von Renzi in Italien, zur unversöhnlichen Kampagne um die Präsidentenwahl in Österreich. Und im Bundestagswahljahr 2017 werden wir exakt dieses Phänomen in Deutschland haben. Wie wir diese beiden Zukunftsbilder und Gruppen zusammenkriegen, wie wir eine Brücke bauen, dass wir von derselben Zukunft dieses Landes reden, das wird das größte Thema sein. Dies wird unser Land im kommenden Jahr prägen.

2b ahead zukunftskongress 2012 3d brillen

Das klingt nach gesellschaftlichem Zwist. Warum halten Sie das dennoch für ein gutes Jahr?

Sven Gabor Janszky: Weil ich glaube, dass es Deutschland gelingen wird, diese Brücken ansatzweise zu bauen. Ich bin fast sicher, dass Deutschland im Jahr 2017 der Welt einen Weg zeigen kann, wie man mit diesem weltweit bekannten Problem umgehen kann. Ich bin deshalb so optimistisch, weil wir in unserer Mehrparteiendemokratie die Lösung dafür schon angelegt haben. Lassen Sie mich das erklären: Der Grund warum bei Brexit, Trump, Renzi und Hofer die beiden Zukunftsbilder so frontal aufeinander geprallt sind, liegt in dem starren bipolaren politischen System. Immer wenn man die die Masse der Menschen zu einer Ja/Nein-Abstimmung, Links/Rechts-Entscheidung oder Republikaner/Demokraten-Votum zwingt, wird eine Konfrontation künstlich aufgebaut, die eigentlich gar nicht da ist. Plötzlich gewinnt Donald Trump eine Wahl, obwohl er nur 19% der Gesamtwähler auf sich vereint. Bei der Bundestagswahl wird es anders sein. Natürlich wird auch hier die AfD auf 10-15 Prozent kommen. Dies kann man nicht weg diskutieren, denn es gibt die Menschen, die für sich einen guten Grund erkennen, die AfD zu wählen. Aber unser pluralistisches System wird ihre Bedeutung zurecht schrumpfen, auf das was sie wirklich ist: Eine Minderheitsmeinung zwischen vielen anderen Minderheitsmeinungen. Die westliche Welt wird gut daran tun, dies zu erkennen.

Das klingt als hielten Sie den weltweit eingezogenen Populismus für nicht schlimm. Aber der Brexit oder die Trump-Wahlen verändern doch real wirklich unsere Welt. Das kann man doch nicht ignorieren!

Sven Gabor Janszky: Nicht ignorieren, aber ins Verhältnis setzen. Der wirkliche Gestaltungsspielraum eines US-Präsidenten ist doch sehr limitiert. Im Vergleich zu den wirklich großen Entwicklungen in den Technologiebranchen, schrumpft die Macht des angeblich mächtigsten Mannes der Welt auf Zwergenniveau.

Wie meinen Sie das? Können Sie konkrete Beispiele dafür geben?

Sven Gabor Janszky: Die Genetik wird bis zum Jahr 2019 die Kosten für die Komplettanalyse einer individuellen menschlichen DNA auf unter 100 Dollar senken. Dies kann jeder der Leser dieses Interviews bezahlen. Das ist die Basis dafür, dass wir in den Jahren danach die schlimmsten Krankheiten der Welt therapieren können, an denen unsere Elterngeneration noch gestorben ist. Die Autobranche wird bis 2025 selbstfahrende Autos ohne Lenkrad und Gaspedal auf den Markt bringen. Damit wird Mobilität nahezu kostenlos. Menschen können ihre Fahrzeiten für Sinnvolleres nutzen, als am Lenkrad zu drehen. Technologie schenkt den Menschen also einige der wichtigsten Dinge: Gesundheit, Zeit und die Lösung der größten Menschheitsprobleme wie Energie, Hunger und Wasser.

All diese Entwicklungen sind möglich, weil wir intelligente Computer bekommen werden. Diese werden in etwa 30-40 Jahren sogar die menschliche Durchschnittsintelligenz erreichen und übertreffen. Die wirklich wichtige Frage ist: Wie werden wir und unsere Kinder in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts als „zweitintelligenteste Spezies der Welt“ leben? Wer sich wirklich fürchten will, der sollte sich davor fürchten. Bei allem Respekt: Verglichen mit diesen absehbaren technologischen Entwicklungen schrumpft der Einfluss des kommenden US-Präsidenten fast unter die Wahrnehmungsgrenze.

2bahead zukunft kongress 2015-04 by abendfarben

Sollten wir uns also vor der Technologie fürchten? Haben Sie Angst vor der weiteren Zukunft?

Sven Gabor Janszky: Ja und nein. Wir reden jetzt nicht über das Jahr 2017, sondern etwa über 2050-2060. Bis dahin haben wir noch 30-40 Jahre Zeit einige wirklich große Herausforderungen zu meistern. Diese Zeit werden wir auch brauchen, denn es sind große Fragen von bisher nie dagewesener Komplexität. In der Menschheitsgeschichte hat es bisher noch nie solch eine riesige Herausforderung wie die Entstehung einer übermenschlich intelligenten Spezies gegeben. Aber ich bin trotzdem optimistisch, denn die Menschheit ist Weltmeister in der Anpassung an sich verändernde Umwelten. Ich bin sicher, dass die Menschheit es schaffen wir, sich eine positive und lebenswerte Zukunft zu gestalten.

Aber ich will auch klar zugeben, dass ich durchaus Ängste habe. Nicht wegen der technologischen Entwicklung, sondern wegen der aktuellen Ahnungslosigkeit und Untätigkeit unserer Politik und Gesellschaft. Wir Zukunftsforscher haben diese aus unserer Sicht größten zu lösenden Zukunftsfragen schon vor vielen Jahren an die deutsche Politik geschickt. Es gab bisher nie eine Antwort. Wenn wir aber nicht jetzt anfangen, die anstehenden Fragen und entsprechende Regulierungen zu debattieren, dann wird es irgendwann zu spät sein. Denn die Menschheit wird nur in den frühen Entstehungsphasen der übermenschlich intelligenten Computer einen Einfluss auf deren Zukunft nehmen können. Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird es zu spät sein. Ich habe Angst, dass die Politik aus purer Ahnungslosigkeit und Nichtkenntnis diese größte Verantwortung nicht wahrnimmt.

Welcher Trend wird den Alltag der Menschen im nächsten Jahr besonders stark verändern?

Sven Gabor Janszky: Die meisten von uns werden anfangen mit unseren Telefonen zu reden. Denn auf den Smartphones wird werden die Apps langsam ersetzt durch intelligente Assistenten. Wenn man heute mit den Entwicklern in China und im Silicon Valley redet, dann programmieren schon kaum mehr Apps, die programmieren intelligente Assistenten. Das heißt: In Kürze werden auf unseren Handy Assistenten erscheinen, mit denen wir intelligente Gespräche führen können. Das wird unser aller Leben beeinflussen.

 

Zum Zukunftskongress und der laufenden Berichterstattung lesen Sie hier freundlich weiter:

https://abendfarben.wordpress.com/2bahead-zukunftskongress/

 

 

 

2bahead zukunft kongress wolfsburg 2016 by abendfarben tom koehler (6)

Zukuftskongress 2bAhead 2016 – Vertical Farming, Holografische Antennen und Rebellen

Zukuftskongress 2bAhead 2016 in Wolfsburg: Von Vertical Farming, Holografischen Antennen und Rebellen in Führungspositionen reichte das volle Programm am zweiten Tag.

Vertical Farming mit Null Pestiziden, ohne Dünger und ohne Erde.

Wie geht das? David Rosenberg, CEO von Aerofarms, erklärt es: „Die Effizienz ist 25% höher, als die in normaler Landwirtschaft. Wir passen die Umwelt der Genetik an.“ Angesichts steigender Nachfrage zu Lebensmitteln, stetem Verkehrsaufkommen und großer Lagerhaltung hat sich http://aerofarms.com/ da etwas ausgedacht. Das Spektrum umfasst 250 Pflanzen. „Vor Ort angebaut reduzieren wir Verluste durch den Transport und liefern frisch.“ Es gibt 28.000 (!) Datenpunkte in einer Farm, die den Vertical Farmern BigData liefern. Eine Flüssiglösung liefert die notwendigen Booster für die Pflanzen, deren Wachstum und Erntezyklus verdoppelt bis verdreifacht wird – im Vergleich zu herkömmlicher Landwirtschaft. Beeindruckend!

Strategie Arena Zukunftsbild Führung 2026

Thomas Druyen, Direktor des Instituts für Zukunftspsychologie parlierte gekonnt über das digitale Ich. Und über Schranken, die sich die Menschen derzeit im Kopf selber setzen. „Die alten SciFi Autoren hatten noch richtige Fantasie. Heute denken in wir eher in vorhandenen Kategorien, bauen aus vorhandenen Dingen „Neues“.“ Recht hat er. Wenn Denken in die Zukunft führen soll, braucht der Kopf nicht den Ballast der Vergangenheit. Leicht gesagt, schwer gedacht. Eine Kultur des Erlaubten, ein Zulassen von Fehlern ist erforderlich. Denn Fehler zu machen wird stigmatisiert. Druyen geht noch weiter: „Banken und Politik müssen weg. Wir entscheiden nach gesundem Menschenverstand.“ Radikale Zukunftspläne. Betrachtet man die Geschichte und die neuzeitlichen Ereignisse, lässt die Frage nach dem „gesunden Menschenverstand“ diese Antwort durchaus zu. Die Bildung bekommt Zuwachs. Zukunftskompetenz muss zum Schulfach werden. Warum? Nicht ist sicher, außer dass alles unsicher ist. Mit dem Klassiker von Sven Gábor Jánszky beschreibt sich das Heute und vor allem das Morgen. Der Umgang mit der Unvorhersehbarkeit lässt sich trainieren, doch das ist mühsam. Wir müssen üben, exponentiell zu denken. Und wir müssen lernen, Plan B – besser noch einen Plan C – immer in der Tasche zu haben.

Mehr Rebellen in die Chefetage

Dies fordert Thomas Sattelberger, Ex Telekom / Lufthansa / Continental Vorstand und nun Geschäftsführer des MINT e.V. Wortgewaltig und impulsiv geht es zur Sache. Disruptives Wittern wird gefordert. Furcht – nicht Angst – sei zu schüren. Unruhe gehöre in Organisationen, damit die Suche nach Neuem nicht erlahmt. Sattelberger ist kein Theroretiker. Auf und Ab kennt er in großen Dimensionen aus seiner beruflichen Vergangenheit. Wie wichtig es ist, aus Mitarbeitern Teams, aus Teams Leader zu machen, weiß er. Und das Organisationen ganz wunderbar behäbig sind, ja geradezu furchtlos dem Ungeheuer Markt gegenüber agieren, die nahende Gefahr komplett ignorierend. „Der Apparat nudelt Sie durch. Und Sie werden gern durchgenudelt.“ Dies beschreibt treffend jene Wirkungen, die mit der Größe des Unternehmens exponentiell ansteigen. Sattelbergers Wut darüber und der daraus erwachsende Mut ist raumgreifend. Organisationen brauchen diesen Stimuli! Beginnen Sie noch heute damit!

Nach Hause telefonieren

Dr. Nathan Kundtz, CEO Kymeta hatte eine brilliante Idee: Holografische Antennen. Bitte, was? Eins nach dem anderen. Variante eins der zukünftigen Kommunikation ist, die Zahl der Satelliten drastisch zu erhöhen. Ergebnis wäre Stau im Himmel und noch mehr Weltraumschrott (den derzeit euch keiner einsammelt → Geschäftsidee …) Variante zwei: Wir erhöhen die Leistungsfähigkeiten der Satelliten. Dazu braucht es Antennen. Die baut Kymeta.https://www.kymetacorp.com/

Es sind holographische Antennen, die sich automatisch auf Satelliten im niedrigen Orbit ausrichten. Bestandteile sind Flüssigkristalle, wie wir sie aus den Fernsehbildschirmen kennen. Herstellung und „Funkverkehr“ lassen sich günstig einrichten. Ist z.B. ein Auto damit versehen, entstehen erstaunliche Möglichkeiten. Ein Terrabyte Daten kann fast kostenlos pro Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden. Und das weltweit. Es gibt durch diese Antennen Millionen von Zugangspunkten im Upstream und Downstream. Diese Abdeckung muss in Echtzeit und permanent erfolgen. Das würde bei einem Unfall zur Folge haben, dass der Unfallort per Satellit erfasst und der Rettungsdienst informiert wird.

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Hyperloop und Glauben – Zukunftskongress 2bAhead in Wolfsburg 2016

Hyperloop und Glauben – Zukunftskongress des Think Tank 2bAhead in Wolfsburg 2016

Der ganz große Bogen wurde gespannt am ersten Tag des Zukunftskongress 2016 von 2bAhead in Wolfsburg. Maximalgeschwindigkeit traf auf Juristensprech. Doch lesen Sie selbst:

Keynote von Dirk Ahlborn, CEO Hyperloop Transportation Technology

Eine Kapsel mit Magnetschwebe-Technologie in einer Röhre. Keine Luft in der Röhre, kaum Reibung, angetrieben mit Sonnenenergie oder Erdwärme. Und eine Geschwindigkeit, die ihresgleichen sucht: Schallgeschwindigkeit. Niedrige Betriebskosten durch Nutzung vorhandener Infrastruktur und neuer Technologie. Die Planung erwartet eine Rentabilität innerhalb von acht Jahren. Die Röhre hat keine Fenster. Satt dessen gibt es Monitore. Über diese tauchen Reisende in neue Welten ein. Oder sind „mitten“ in Jurassic Park.
Crowd Storming statt Crowd Funding als neue Mittel haben Hyperloop geholfen, auf neue Ideen zu kommen. Wir schaffen ein Ökosystem für Reisen und die damit zusammenhängenden Dienstleistungen, so Ahlborn.
Auslöser dafür waren andere, viele größere Verkehrsströme, als wir sie in Europa kennen. Und extreme Luftverschmutzung. Eisenbahnen sind Dinosaurier – teure Infrastruktur, kaum Verbesserung. Die Spurweite in Deutschland rührt noch von der Kutschengröße der Römer …
Schon 1904 gab es eine Patentanmeldungen für das Reisen in einer Röhre. Die Hyperloop-Geschwindigkeit ermöglicht Entfernung zwischen Arbeit und Zuhause in Ballungszentren. Familien können zusammen bleiben, wenn sie es möchten. Der Wohnort muss nicht mehr der Arbeitsort sein.

Wie bauen Unternehmen über eine digitale Schnittstelle Vertrauen zum Kunden auf?

Martina Koederitz, CEO von IBM Deutschland, begleitet eine Bank als Kunden durch die digitale Transformation. Banken (Banker) haben sich in der letzten Zeit einen hervorragend schlechten Ruf erworben. FinTechs vonnheute machen den Geldhäusern von gestern das Leben schwer. Apps lösen Filialen ab. Wie gelingt es, den Spagat zwischen Kunden ohne Mailadresse (mit reichlich Ersparnissen) und den Digital Natives von heute mit stetem Wechsel in der Biografie und Haben / Soll zu meistern?
Emotionalisierung des Produkts ist in der trockenen Finanzwelt wahrlich nicht einfach. Dennoch wird diese Welt benötigt, um Wünsche zu erfüllen. Eine Bank hat kein Auto, welches Emotionen auslöst. Koederitz: „Wir bauen eine Community auf. Doch wie nehmen wir 10000 Menschen mit auf die Reise?“ Ein Griff in die Schlagwortkiste oder der große Wurf? Omni Chanel, Filiale und Callcenter der Zukunft, Customer Experience. Entscheidend – wie bei allen Produkten heute ist Vertrauen. Zumal bei großen und wichtigen Entscheidungen. „Wir wollen die Kundenschnittstelle nicht aus der Hand geben.“ Willkommen in der Zukunft, Bank!

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Systemintelligenz mit Risiko

Jens Dissmann, Surface Lead Germany von Microsoft erörterte in seinem Vortrag einen wichtigen Aspekt. Derzeit bemühe man sich, Systemen Intelligenz beibringen, ihnen zu erklären, was es mit dem Daten machen soll. Technologie wird preiswerter und leistungsfähiger. Gewaltige Datenmengen sind mit Addiermaschinen nicht mehr zu beherrschen. vom zeitlichen Aufwand ganz zu schweigen. Also setzen Unternehmen auf Hochleistungsrechner und intelligente Software. Bös, wenn diese – wie bei Banken – fröhlich entscheidet und eine Talfahrt von Aktien auslöst. Beser noch: Wenn Systeme sich selber weiter entwickeln, intelligenter werden, werden sie auch einen Punkt erreichen, an dem sie nicht mehr abzuschalten sind. Was dann?

Wie Algorithmen unsere Persönlichkeit offenbaren

Dirk Gratzel, CEO von Psyware, schaut in die Köpfe der Menschen. Am Telefon.
Die von seinem Team entwickelte Technologie analysiert Persönlichkeit in Echtzeit. Am Telefon erfasst die Software Regungen und Gefühle der Menschen am anderen Ende der „Leitung“.
Millionen Euro an Ausgaben, hunderte Menschen in umfangreichen psychologischen Tests – am Ende lernte die Software über die Sprache der Probanden, wie Menschen ticken. Neben dem Lügendetektor-Effekt war den Machern etwas anderes viel wichtiger. Recruiting zum Beispiel. Statt einem mehrstündigem Interview vor Ort dient ein standardisiertes Telefongespräch dazu, geeignete Kandidaten zu finden. Ein weiterer Fakt ist die Kundenkommunikation extern und die Mitarbeiterkommunikation intern.
Angenehmer Nebeneffekt: Als schnelle Selbstanalyse kann ein Kunde in einem Interview auch seinen eigenen Zustand prüfen lassen. Das erspart im Zweifel endlose Sitzungen beim Psychiater. Manchmal reicht es schon, einen Gang zurück zu schalten – oder einfach mal grundsätzlich auszuschlafen …

 

Dr. Thomas Klindt fragt sich: Brauchen wir ein Strafrecht für Maschinen?

Der Jurist erörterte erfrischend erforderliche Fragen, die uns in Kürze eine Antwort abverlangen. Schöne neue Wel: Der Kühlschrank monitort nicht nur seine technischen Parameter, sondern auch Anzahl und Qualität der gelagerten Lebensmittel. Und ordert bei Mangel oder Verfall der Nahrungsmittel entsprechend nach.

Doch kann der Kühler überhaupt rechtskräftig etwas bestellen? Und was, wenn er statt 2 Litern 200 Liter Milch bestellt? Und was passiert mit den Daten der Kunden? Wo landen diese, wie geht der Empfänger damit um?

Diätplan nicht eingehalten, Meldung an die Krankenkasse. Zack! Beitragserhöhung.
Oder nachts heimlich genascht, Info an den gegnerischen Anwalt. Peng! Scheidung.
Bestraft man nun den Hersteller, den Softwareentwickler oder den Eigentümer des frechen Kühlgerätes? Fragen über Fragen. Antworten hatte selbst der Referent nicht. Es bleibt spannend.

 

 

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Eröffnung des 15. Zukunftskongress 2bAhead 2016 in Wolfsburg

Zukunftskongress 2bAhead 2016 in Wolfsburg eröffnet

Das Wetter kann keiner so genau vorhersagen. Die Zukunft auch nicht. Oder doch? In Wolfsburg treffen sich einmal im Jahr Menschen, die sich dem Thema Zukunft verschrieben haben. Die wissen wollen, wo die Reise hingeht, welche Trends im Kommen sind. Der Think Tank 2bAhead aus Leipzig hat geladen und 320 Anmeldungen sprengten fast das Limit. Trendforscher Sven Gabor Janszky begrüßte die Teilnehmer und leitete gleich über zu den drei Technologie Roadmaps der kommenden zehn Jahre.

Technologie Roadmap: Mobilität

Johann Jungwirt, Ex Daimler und Ex Apple und nun bei Volkswagen für die Themen der Zukunft tätig, führte die Besucher zu einem Blick in die (nahe) Zukunft.
„Auto hol mich ab.“ Der Knightrider mit seinem sprechenden KITT lässt grüßen. Der Kalender weiß, wann und wo ich Mobilität brauche. Und organisiert diese. Ticket aufs Handy, Routing zum Meeting, EKey für das SmartCar. Und das hat es in sich. Die Türen in GROSS, aber nur auf der rechten Seite, inkl. Schlafsessel und Fitness-Chair. Utopie? Heute ja. Doch das hat der Leser von Jule Verne auch gedacht …
Null Emissionen sind 2025 das Thema. Es gibt keine Verbrennungsmotoren. Taxis haben sich erübrigt, es wird autonom gefahren. Wie geht VW mit diesen massiven Veränderungen in naher Zukunft um? Es sind 300 Mio Dollar Investition geplant, ein neues Unternehmen entsteht mit neuen Arbeitsplätzen. Das Ziel: Markführer der neuen Mobilität in Europa zu werden.

Technologie Roadmap: Energie

Dietrich Gemmel ist bei RWE Effizienz CEO und außerdem Kundenversteher und Planer einer neuen Verbindung vorhandener Technologien.
Nicht der Highway to Hell, sondern der Gateway to Future ist das Ziel. DIe
Elektromobilität wird Standard. Eine zukünftige deutsche PlugInHybrid-Flotte ersetzt die Hälfte der Pumpspeicherwerke. Fahren wird smart. Wohnen wird smart. Kommunikation wird smart. Eine Kombi-Flatrate für Wohnen, Telefon, Mobilität ersetzt heutige Modelle. Präferenzbasierte Preise ermöglichen einer mobilen und vernetzten Generation die personalisierte, optimierte Anpassung an ihre Bedürfnisse. Smart Grid wird Standard und Speicher werden überall stehen, mit Photovoltaik gleich ausgeliefert. Die Stromnetze passen sich dem Bedarf an und Verbraucher liefern Strom. Smart wird Realität und ist nicht mehr nur ein Slogan.

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Technologie Roadmap: Kommunikation

Florian Gruber, Senior Vice President von T-Systems
Share oder Lebensqualität? Nutzen statt kaufen? Der Markt und die Kunden sind im Umbruch. Dieser stellt das derzeitige Wirtschaftssystem auf dem Kopf. Dank Analyse im Netz und digitalen Agenten wird sich das Produkt an den Kunden wenden. Dieser liefert mit seinen digitalen Spuren genügend Informationen dafür. Dazu kommt eine Zunahme des IoT. (Internet of Things LINK) Die Zahl der Devices in Haushalten und Unternehmen wird steigen – und sie werden miteinander reden. Produkte werden von Kunden mit gestaltet und die Individualisierung dieser Produkte wird drastisch zunehmen. Doch bewirkt das in der Produktion? Sensoren und Software bestimmen zukünftig Entscheidungen. Der Anteil der Software und deren Aktualisierung wird in höherer Taktrate erfolgen. Systemlieferanten werden nicht nur gebraucht, sondern von den Kunden ausgebildet. Logistik und Fertigung werden abnehmen, da die 3D Print-Center vor Ort die Finalisierung für die Losgröße 1, das einzelne personalisierte Produkt, vornehmen. Schöne neue Welt, oder Wegfall Tausender Arbeitsplätze?
Diese Veränderungen werden massiv auch In die Gesellschaft eingreifen. Diese Folgen sind in ihrem Ausmaß noch nicht abzuschätzen.

2bahead zukunft kongress 2015-03

2bAHEAD Zukunftskongress 2016

Einmal im Jahr treffen sich Denker und Lenker aus der ganzen Welt in Deutschland zum inspirierenden Zukunftskongress 2bAHEAD. Auch in diesem Jahr geht wes wieder um spannende Themen:

„Ideen die die Welt verändern: Hyperloop, Asteroid Mining, Kalte Fusion, Anti-Aging-Gentherapie, Gehirn-Upload, Cyborgs, Vertical Farming, Alzheimer-Heilung, …“ Quelle: 2bAHEAD

Hier geht es zu den ausführlichen Informationen zum Zukunftskongress 2016.

Lesen Sie noch mehr Zukunftsvisionen auf der Blogseite zum 2bAHEAD Zukunftskongress: https://abendfarben.wordpress.com/2bahead-zukunftskongress/

 

 

 

 

 

2bahead zukunft kongress 2015-02 by abendfarben

2bAHEAD: Die digitale Verantwortung – Leben in der Welt der Wahrscheinlichkeiten

2bAHEAD Zukunftskongress 2015 Wolfsburg

Digitale Verantwortung – Leben in der Welt der Wahrscheinlichkeiten

Immer „intelligentere“ Geräte raten uns, die menschliche Kontrolle an Maschinen abzugeben. TERMINATOR lässt grüßen. Autopiloten im Flugzeug, Daytrades an der Börse – immer mehr geben die Menschen die Kontrolle auf! Geben Sie auch die Verantwortung ab?

Prof. Dr. Michael Feindt, CEO, Blue Yonder

Automatisierte datenbasierte Entscheidungen – Fluch, Segen oder einfach Notwendigkeit?

Deterministisches Chaos und komplexe Systeme. Denen werden wir doch locker Herr dank Supercomputer und Ultranetz! Doch halt. Kleine Tücke. Die Dynamik. Die lässt sich nicht überrumpeln. Je kleiner, je genauer bestimmt ein Ding oder ein Vorgang ist, um so genauer wird eine Prognose. Doch eine Vorhersage ist in großen Systemen langfristig nicht möglich. Kurzfristig sind die Treffer besser, aber auch nicht grundlegend. Bestes Beispiel ist das Wetter. Auch hier werden die Vorhersagen besser, die Wahrscheinlichkeit steigt im zeitlichen Nahbereich. Langfristig klappt es auch hier trotz aller Superrechner nicht. Es bleibt spannend, denn nichts ist sicherer, als die Unsicherheit.

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Schafft ein Wissenschaftler eigentlich Wissen?

Informationen werden dann relevant, wenn die eigene Datenbasis groß ist. Und datenbasierte Entscheidungen werden ab einer großen Datenmenge besser. Keine Frage, doch der Mensch ist damit hoffnungslos überfordert. Die Maschine ist doof, aber fleißig, Trillionen Datensätze futtert sie zum Frühstück. Und morgens halb Zehn gibt es die Analyse. Wir können nicht viele Entscheidungen in kurzer Zeit treffen, inkl. Risiko- und Folgenabschätzung. Aber wir können handeln. Unsere Handlungen verändern punktuell die Zukunft. Und unser Handeln ändert sich langfristig. Was macht es aus dem Menschen, wenn er immer komplexere Entscheidungen in den Computer verlagert? Oder wenn dessen Chip mal spinnt …

Übrigens:

Wozu Maschinen heute fähig sind: Ein 3 Minuten Stimm-Recording erstellt ein Persönlichkeitsprofil, das genauer ist, als eine viertägige Sitzung beim Analytiker. Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie mal nach in der FAZ!

Karl Geyer, Leitender Kriminaldirektor, Polizeipräsidium Mittelfranken

PRECOBS – Erfahrungen mit der Analyse-Software zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen

Es hat nichts mit Minority Report zu tun. Es ist vorausschauende Polizeiarbeit – Predictive Policing. Es ist ein mathematisches System, das sich auf kriminologische Studien bezieht. Der Schwerpunkt liegt auf den Wohnungseinbrüchen, die in den letzten Jahren um 80% zugenommen haben. PRECOBS ist eine deutsche Entwicklung des Institut für musterbasierte Prognosetechnik (IfmPt) , die 2009 in Zürich erfolgreich zum ersten mal getestet wurde. Die Kriminalität sank dort um 14%, in den Alarmüberwachten Gebieten um 30%. Seit Oktober 2014 wird das System in Nürnberg und München getestet.

kartei by abendfarben

Die Datenbasis aus den letzten 5 Jahren: Tatort, Tatzeit, Modus operandi und Beutegut. Alles ohne Sozial- oder Personendaten. Profis klauen keine großen Flachbildschirme. Sie suchen Bargeld, Schmuck und Mobile Clients. Die überwachten Alarmgebiete gehen nicht an die Öffentlichkeit, sonst interessieren sich noch Versicherungen und Immobilienmakler dafür. Fazit: Der Kriminalitätsrückgang liegt im Paket mit anderen Maßnahmen bei 40%.

Im besten Fall kommt der Schutzmann um die Ecke, und der Ede nimmt Reißaus. Dumm nur, dass die mobilen Kriminellen getreu dem Motto „Schnell rein, schnell raus“ nicht nur die Gebiete wechseln. Sondern auch ihre Zielgruppe. Ladendiebstähle steigen derzeit wieder an. Also viel Arbeit für die digitale Polizei.