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2bAHEAD Zukunftskongress 2015

2bAHEAD Zukunftskongress 2015

Seit 2011 begleiten wir den 2bAHEAD Zukunftskongress – ein Forum der Innovation, ein Treffpunkt der Denker und Lenker. Es ist eine Ehre, in dem Kreis der CEOs, Wissenschaftler, Forscher und Planer eintreten zu dürfen und einmal jährlich eine Vorausschau auf die nächsten 10 Jahre zu erhalten. Sicherlich – Zukunft lässt sich nicht vorhersagen. Aber es lassen sich Entwicklungen ableiten, Theorien bilden und mögliche Szenarien durchspielen.

2bahead zukunftskongress 2015 wolfsburg

Es ist nur eines sicher – das nicht sicher ist. So Trendforscher Sven Gábor Jánszky, Scientific Director des 2b AHEAD ThinkTanks, der zum Stellsichein der besonderen Art lädt.

Um Ihnen die Artikel zu den jährlichen Kongressen schnell zugänglich zu machen, finden Sie hier die Links dazu:

https://abendfarben.wordpress.com/2bahead-zukunftskongress/

2025 – So arbeiten wir in der Zukunft

Zukunft erforschen – das ist eine der größten Herausforderungen für Wissenschaftler. Das zweite Buch aus der Reihe ist erschienen. Sven Gábor Janszky und Lothar Abicht werfen einen Blick in die Arbeitswelt im Jahr 2025. Mit spannenden, unglaublichen und intensiven Ergebnissen. Und der Verpflichtung, sich der Dynamik und den Konsequenzen zu stellen.

Unternehmen der Zukunft

Der wichtigste Satz des Buches: Erfolgreich sind die Unternehmen, die es schaffen, die richtigen Talente zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu versammeln.* Um das in einem hart umkämpften Markt der Arbeitskräfte zu schaffen, gilt es, mehr über diesen zu erfahren. Unsere Zukunft ist unsicher. Das ist die Herausforderung, die nicht mehr weichen wird. Unsicherheit ist ganz sicher! Ade, du klare, übersichtliche Welt.

Das Internet der Dinge verändert unser Arbeiten. Wenn zahlreiche Gegenstände vernetzt sind, wenn Assistenten und Geräte – mit einer IP versehen – Teil den Internets werden, ändert das unsere Arbeit. Und es ändert unsere Art, zu Ergebnissen zu kommen. Entscheidend wird dann, eine Aufgabe zu bewältigen. Der Ort, an dem das geschieht und der Zeitaufwand dafür sind nicht mehr relevant. Ein 8-17-Uhr Job an einem festen Arbeitsplatz gehört der Vergangenheit an. Die riesigen Datenmengen der Assistenten und Dinge in der Cloud sind mehr, als ein Fall für den Datenschutzbeauftragen. Sie dienen dazu, die Bedürfnisse des Nutzers zu erkennen, noch bevor er sich dessen bewusst wird. Es geht um das Prognostizieren seiner Wünsche.

Experten – quo vadis?

Intelligente Software, Systeme zur Prognose und gewaltige Datenmengen haben aber auch Auswirkungen auf Arbeitsplätze. Technik macht Berufe überflüssig. Die Anfänge sehen wir heute schon. Bewertungsportale, mobile Geräte und Datenbanken erleichtern die Suche und Auswahl von Dienstleistungen oder Waren. Wenn Systeme die Wünsche der Kunden kennen, schlagen sie ihnen schon optimierte Produkte vor. Die Autoren nennen das eine Devaluation des Expertentums. Doch Technologie alleine ist noch nicht alles. Vertrauen bildet einen wichtigen Pfeiler von Entscheidungen. Schon heute fallen diese durch Verbindung mit Freunden oder anderen Käufern über soziale Netzwerke und Bewertungsportale. Der strategisch entscheidende Punkt an Geschäftsmodellen der Zukunft ist ein emotionaler: Wem vertraue ich? Transparenz UND Vertrauen wird die Firmen der Zukunft auf dem Markt bestehen lassen. In einem Wust von Informationen und dem Ertrinken in Wahlmöglichkeiten wird dies die harte Währung werden.

2025 so arbeiten wir in der zukunft by abendfarben

Mit 66 Jahren …

Wir werden immer älter. Das ist Fakt. Und wir haben keine Lust auf Hängematte. Sagen die Autoren. Arbeit macht auch im Alter Spaß, gibt Lebens-Sinn und ist ein Bedürfnis. Schon heute grasen Unternehmen die „Alten“ ab, um sich deren Erfahrung und beruflichen Kenntnisse zu sichern. Das wird mit zunehmender Leistungsfähigkeit und Lebenserwartung noch zunehmen. Anerkennung und Zugehörigkeit sind Urerfahrungen der Menschen. Familie und Beruf – schon heute ein Schlagwort. Das Ringen um die besten Arbeitskräfte zwingt auch zum Umdenken in Unternehmen. Um sich die Experten für ihre Projekte zu sichern, werden Firmen sehr intensiv das private Umfeld ihrer High Potentials unterstützen. Der Betriebskindergarten wird dann zum Kriterium, die Arbeitszeitregelung und Betriebswohnung zum Bonus. Und aus einem Angebots- wird ein Nachfrage-Markt. Menschen entscheiden, in welchem Unternehmen, in welchem Projekt und an welchem Ort sie arbeiten. SIE wählen aus, nicht die Unternehmen.

Zeugnis der Zukunft

Kopfnoten, Leistungskurs und Wahlfach – was ist das? Arbeitskräfte der Zukunft müssen in einer komplexen und fluiden Welt außer ihren beruflichen Fähigkeiten noch mehr intus haben. In einer unsicheren und schnellen Welt zählen weitere Kompetenzen: strategische Handlungsplanung, Folgenabschätzung, Problemlösungsfähigkeit sowie emotionale und soziale Stabilität. Dazu wird die Bewegung und Kommunikation in einem weltumspannenden Netzwerk zwingend notwendig. Das teilt auch die Arbeitskräfte der Zukunft in zwei Klassen. Bin ich in der Lage, mit moderner Technologie umzugehen, Kontakt aufzubauen und zu erhalten? Bin ich in der Lage, Projekte mit Kollegen auf allen Kontinenten zu meistern? Die oft beklagte Schnelligkeit und Komplexität wird zum status quo. Vernetzung wird zur Kulturtechnik. Digitale Assistenten, Smartphones, Messengers und Comunitys sind die Werkzeuge der Zukunft. Im Jahr 2025 muss man es sich im wahrsten Sinne des Wortes leisten können, KEIN Digitalexperte zu sein.

Schöne neue Welt?

Knapp 300 Seiten voller unglaublicher, kaum fassbarer Visionen lassen sich nicht in einer kleinen Rezension unterbringen. Was nimmt der Leser mit? Das IPad von heute ist wie das erste Handy von 1993. Technologie treibt voran, ändert unser Leben und unsere Arbeit. Technologie wird manches vereinfachen, aber auch den Markt – besonders den Arbeitsmarkt – verändern. Der Communicator von Käptn Kirk aus der Enterprise ist heute Wirklichkeit. Dazwischen liegen 40 Jahre. Die Taktraten der Technik verkürzt sich, die IT-Systeme werden hochleistungsfähig. Vernetzung ermöglicht Zugriff auf immense Daten. Diese Daten erlauben Rückschlüsse und Prognosen zu Produkten, Kunden und auch Jobs. Es hilft nichts: Bleiben Sie am Puls der Zeit! Lernen und nutzen Sie Geräte und Technologien. Bilden Sie sich ständig weiter. Und lesen Sie unbedingt dieses Buch!

*Alle kursiven Textstellen sind Zitate aus dem Buch.

Der Artikel erschien zuerst auf http://abendfarben.com/. Durch den Umbau dieser Seite werden nach und nach die Artikel hier erscheinen.

Zum ThinkTank 2bAhead geht es hier entlang: http://www.2bahead.com/

Zum Buch bitte hier klicken: http://www.2bahead.com/buecher/2025/

 

 

 

 

 

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Agentur Abendfarben fuhr den E Golf auf dem Zukunftskongress 2b AHEAD Wolfsburg 2012

Zukunftstechnologie heute erleben: Wir fuhren den E Golf in Wolfsburg

Agentur Abendfarben berichtet live vom Zukunftskongress 2b AHEAD 2012. Und als kleinen Ausgleich für die anspruchsvolle Arbeit gönnten wir uns eine kleine Ausfahrt. Mit einem Fahrzeug, was erst 2013 auf den deutschen Markt kommt – dem E Golf von Volkswagen.

e golf steckdose 2b ahead zukunftskongress wolfsburg

e golf auf dem 2b ahead zukunftskongress wolfsburg

Allen Skeptikern gleich vorab mitgeteilt: E-Autos sind inzwischen alltagstauglich geworden. Auch wenn das Modell noch nicht auf dem Markt ist. Einsteigen, „Zündschlüssel“ drehen und … nichts passiert. Es macht nicht einmal Klick. Doch die Anzeige im Amaturenbrett zeigt an: Akku voll, Motor an. Los geht´s! Ein Tritt auf das Gas – Verzeihung – Strompedal und es geht geschmeidig los.

e golf motor 2b ahead zukunftskongress wolfsburg

e golf motor 2b ahead zukunftskongress wolfsburg

Flink auf die Schnellstraße in Wolfsburg und keine Enttäuschung, denn der Motor nimmt ganz willig Gas – Entschuldigung – Strom an und hat erstaunlichen Durchzug. Die Anzeige im Display zeigt den Stromfluss und auch die Rückgewinnung an.

e golf batterie 2b ahead zukunftskongress wolfsburg

e golf batterie 2b ahead zukunftskongress wolfsburg

Irgendwo muss die Power herkommen. Im Kofferraum und in der Mittelkonsole zwischen den Sitzen befinden sich die Batterieblöcke.

Fazit der kurzen Reise: Es ist machbar, funktioniert.  Nur der Preis für die Akkus muss noch dem Interesse der Käufer entsprechen. So verzögert sich die Markteinführung noch eine Weile. Für Pendler durchaus eine Alternative mit ca. 140 Kilometern Reichweite. Aufgeladen wir auch über die heimische Steckdose.

Erste Impressionen vom 2b Ahead Zukunftskongress 2012 Wolfsburg

Auf dem Zukunftskongress 2012 des Think Tank 2b AHEAD trafen sich wieder Denker und Lenker, Erfinder und CEOs zum alljährlichen Stelldichein.

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2b ahead zukunftskongress 2012 3D Sichtweisen

Lesen Sie auf http://abendfarben.com/category/journalismus/ mehr über die zwei intensiven Tage in Wolfsburg.

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2b ahead zukunftskongress 2012 3D Fernseher ohne Brille

2b ahead zukunftskongress 2012 wolfsburg janszky broder

2b ahead zukunftskongress 2012 wolfsburg sven gabor janszky und henryk m. broder im gespräch

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2b ahead zukunftskongress 2012 ipad als notizzettel

11. Zukunftskongress 2bAHEAD ThinkTank 2012

Alle Jahre wieder treffen sich kluge Köpfe, Lenker und Denker zu einem der innovativsten Think Tanks Deutschland. Wir durften schon zweimal als Berichter dabei sein. Nun bitten wir Sie, die Daumen zu drücken, dass uns das auch 2012 gelingt. Wenn Sie selbst dabei sein möchten, klicken Sie hier.

Lesestoff dazu aus dem Jahr 2010 finden Sie in unserem SUITE101-Profil.

Lektüre aus dem Jahr 2011 gibt es hier auf dem Blog. Geben Sie in die Suche rechts einfach das Wort  ahead  ein …

Bilder aus 2011 sehen Sie in unserem Flickr-Album.

2b AHEAD: Bildung durch Inspiration und Verantwortung

Kann eine Schulbildung fordern und fördern? Gibt es Fächer wie Verantwortung, Herausforderung oder Zukunft? Bilden Schüler Lehrer aus? Ja, an der evangelischen Schule Berlin Zentrum unter der Leitung von Margret Rasfeld.

Die Schulleiterin stellte auf dem Zukunftskongress 2b.AHEAD ihre Schule vor. „Die unsägliche Pisa-Studie hat die Lehrer und Schulen gezwungen, auf die Anforderungen hinzuarbeiten.“ so Rasfeld, und weiter „Wir brauchen aber eine Bildung mit ökonomischer, ökologischer und künstlerischer Phantasie!“

Gesellschaft spaltet sich nach ihrem Bildungsgrad

Wahrlich keine guten Aussichten für ein Deutschland im Jahre 2021: Menschen haben durch gute / schlechte Bildung den Gang in die Elite oder in die Slums vor sich. Wessen Talente und Leidenschaften nicht gefördert werden, wer seine Potentiale nicht entfalten kann, der verkommt in einer schnellen, mobilen Gesellschaft. Rasfeld fordert einen Aufbruch in die Elitegesellschaft. Elite – allein dieses Wort rieft noch vor kurzer Zeit Bedenkenträger auf den Plan. Doch spiegelt die Statistik wieder, dass andere Länder mit ihren Eliten wesentlich pfleglicher und erfolgreicher umgegangen sind. In den BRIC-Staaten oder den USA sammeln sich die Hochbegabten, die Ingenieure mit Klasse. Neben dem demografischen Wandel und der Alterung gehen Deutschland schon heute die Spitzenkräfte aus.

Schule verformt

Wenn Beamtenriegen mit Papierbergen die Autonomien der Schulen ersticken, sorgen sie für Pisa. Fragen der Schüler, selber denken, Urteile bilden sind Voraussetzungen für die Gehirnakrobaten von Morgen. „Durch das Verteilen von Noten und Chancen nach Rastern gehen Talente verloren. Und stets ist ein Mensch in der Nähe, der dem Kind sagt: Tue dies, lass das!“, so Rasfeld. Mit einem für deutsche Verhältnisse erstaunlichen Konzept arbeitet die Berliner Schule an einem Transformationsprozess durch radikalen Wandel der Lernkultur. Den Menschen eingrenzende Hierarchien sind eine Fehlanzeige, das Verwaltungsdenken ist auf ein notwendiges Minimum reduziert. Einen Stundenplan gibt es nur als Gerüst. Wählen als Motivationsfaktor spornt die Einsteins von Morgen an.

Zukunft der Schule

Ein Schüler an dieser höheren Berliner Bildungsanstalt geht morgens in ein Lernbüro. Dort hat er zwei Stunden mit Materialien der Schule Zeit für die Vorbereitung und das Lernen. Selbstbestimmt geht er danach in den Fachunterricht seiner Wahl. Deutsch, Englisch, Mathe, Gesellschaftskunde sind nur Teil der Ausbildung. Auch Fächer wie Verantwortung stehen auf dem Lehrplan. Und Herausforderung kommt später. Projekte außerhalb der Schule lassen die Schüler in steten Kontakt mit der Realität. Sie halten selbst Vorträge, geben Computerkurse. Sie werden zu Lehrern und erzählen Pädagogen etwas über das Konzept der Schule. Dass sie das nicht umsonst machen, versteht sich von selbst. 12.000 Euro haben die „Kleinen“ bisher eingenommen. Den Umgang mit Geld und das Wirtschaften können sie nicht früh genug lernen. Und sie bekommen ein Gespür, auf Menschen zuzugehen. Sie planen, geben Unsicherheiten eine Chance und sind offen für Neues.

Auf die Barrikaden!

Schulen sind das größte Unternehmen der Bundesrepublik. Die Saat der Bildung braucht Dünger und Wasser. Die Kinder sind die Zukunft des Landes und kleine Schlauberger sollen einmal die CEOs der führenden Unternehmen der Welt werden. „Und keiner geht auf die Barrikaden!“ so Rasfeld. All die Studien und Berichte über das schlechte Abschneiden der deutschen Schüler hat kaum etwas im Bewusststein der Menschen bewirkt. Die Politik ist eher wahltaktischen Erwägungen erlegen. Und die Konkurrenz, die Länder mit effizientem förderndem Schulsystem, sorgt kräftig für Vorsprung durch Bildung. Die Zukunft? Steht in Berlin, funktioniert, bringt prächtige Köpfe nach vorn. Und aus der ganzen Republik reisen neugierige Lehrer an, um sich dieses ganz andere Bildungssystem aus der Nähe anzusehen. Möge sich der Berliner Virus im (Bildungs-) System einnisten und ganze Arbeit leisten: An gedanklichen Firewalls vorbei, durch Kritikaster-Scanner hindurch in die Köpfe und Herzen der Menschen, denen die Zukunft dieses Landes noch etwas bedeutet.

2b AHEAD: Zukunftstechnologie – Sicherheit durch Maschinen in einer unsicheren Zeit?

Technikgläubigkeit, Brückentechnologie, Hightech – unser Sprachgebrauch ist voller Bilder von Maschinen, Technik oder Computern. Ist die Technologie der Zukunft unsere Rettung oder Bote der Zerstörung? Eine Frage, der sich E-Business-Experten, Robotologen und Virtualisten auf dem 2b AHEAD-Zukunftskongress stellen.

Die Diskussion zu Daten und Privatsphäre hat eine Erweiterung gefunden: Entscheidungsfreiheit. Wenn Maschinen Assistenzsysteme werden, entscheiden sie dank schneller Prozessoren und großer Speichermengen blitzartig. Wir schätzen den Ratgeber Navi, erfreuen uns an der Überwachung unsers intelligenten Hauses und nehmen Ratschläge aus dem Smartphone entgegen. Doch wollen sich die Menschen in eine Abhängigkeit dieser Art begeben, wollen Sie die Kontrolle über Systeme abgeben? Und wer – oder besser was – ist dann in der Verantwortung bei Fehlentscheidungen oder Schäden durch sie?

Augmented Reality vs. Baedecker

Man nehmen 150 Millionen Points Of Interest, verbinde Browser und Smartphone mit WIKITUDE – fertig ist der virtuelle Reiseführer. Besser als seine gedruckten Kollegen kann er allein durch Bilderkennung, GPS und Richtungssensor zu Objekten auf der ganzen Welt Einträge auf den Bildschirm platzieren. Philipp Breuss-Schneeweis war der Gründer und Ideengeber dieses einmaligen Browsers. Laut ihm arbeiten die Entwickler an einer „Rückwärts-Funktion“, die es dem Betrachter ermöglicht, in die Vergangenheit der Orte und Objekte zu reisen. Was den Gründer begeistert, ist die Verbindung zum User generierten Content. In 10 Jahren hat jeder ein hoch leistungsfähiges Smartphone und ist in der Lage, mobil zu Orten oder Gebäuden Informationen zu speichern. Eine Aktualität und Datenvielfalt, der auch das Standartwerk in seiner gedruckten Form – dem BAEDECKER – nicht gewachsen ist.

Leben mit dem Blechkollegen

Eine Vision lässt manchen auf dem Zukunftskongress erschauern: der Kollege aus Blech im Büro, an der Werkbank. Oder gar ein Roboter als Chef. Dr. Natascha Esau von der Uni Paderborn denkt noch weiter. 2121 diskutieren wir über eine Roboterquote vs. Menschenquote bei der Besetzung von Stellen oder Führungsaufgaben. Sie muss es wissen, arbeitet sie doch in der Forschung, die aus dem kalten, steifen Roboter einen emotionalen, empfindungsfähigen Zeitgenossen macht. Sie möchte ihn mit Sensoren ausstatten, die unsere Regungen, unsere Stimmlage und die Gesichtszüge analysieren und daraus auf unseren Gefühlszustand schließen. Auch wenn das noch Zukunftsmusik ist, im pflegerischen Bereich und in der Altenversorgung sind andere Länder schon einen großen Schritt weiter. Dort sind die Helfer-Maschinen eine Entlastung bei schwerer oder Routinearbeit. Sogar einen Kuschelroboter aus Plüsch gibt es schon.

Sozialer Raum, Intransparenz und Selbstkontrolle

Schon heute, weiß Sam Mandel von TWEET DECK, sind meine digitalen Daten überall verfügbar. Versicherungen, Banken und Dienstleister wissen so gut wie alles über uns. Menschen tun ihren Teil dazu, die Datensammlung zu vergrößern. Sie bewegen sich im virtuellen sozialen Raum, hinterlassen Spuren und Informationen zu ihrem Leben sowie ihrer Person. Doch dieses Ende der Privatheit lässt alte Ängste hervorkommen. Big Brother, der Überwacher an sich, ist wieder möglich. Nicht nur der Staat (und autoritäre Systeme) wittern umfangreichen Zugang zu jedem Einzelnen, auch Geheimdienste entwickeln professionelle Instrumente zur Überwachung. Was dann mit zusammengeführten massiven Datenbergen geschieht, ist nicht mehr transparent. Prof. Dr. Schildhauer von der UNI Berlin ahnt eine Zweiteilung der Menschen: Die Elite, die gelernt hat damit umzugehen und ein Bürgertum, welches nur Daten liefert und nicht reflektiert, was mit diesen geschieht. Einen AUS-Knopf gibt es nicht. Die Entscheidung, was von einem Selbst im globalen Gedächtnis bleibt, liegt zum Teil auch in der Hand eines jeden Menschen. Technologien der Zukunft werden von Menschen gemacht. Und der Umgang damit muss erlernt und trainiert werden.