Schlagwort-Archive: 2012

2012 – Ein Rückblick. Danke an WordPress!

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

4.329 Filme wurden beim Cannes Film Festival 2012 eingereicht. Dieses Blog hatte 18.000 Besucher in 2012. Wenn jeder Besucher ein Film wäre, dann würde dieses Blog 4 Film Festivals füllen

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Tag des offenen Denkmal Hamburg 2012: Wasserkunst Kaltehofe und Speicherstadt Block L

Aus dem sehr umfangreichen Programm der Hansestadt zum Denkmaltag 2012 (Tag des offenen Denkmals – Stiftung und Bürgerwille) hier zwei Stationen.

wasserkunst kaltehofe hamburg rothenburgsort schieberhaus

Die Wasserkunst Kaltehofe Rothenburgsort  stammt aus dem Jahr 1893. Früher Wasserfilter-Anlage, heute Industriedenkmal und Naturlehrpfad.

wasserkunst kaltehofe hamburg rothenburgsort lorenbahn fahrt

Natürlich haben wir den Lokomotivschein und sind eine Runde gefahren.

wasserkunst kaltehofe hamburg rothenburgsort lorenbahn

Danach ging es in die Speicherstadt. Der sonst geschlossenen Block L in der Speicherstadt wird rekonstruiert.

speicherstadt block l boden 3

Von ihm hat man einen schönen Ausblick.

panorama speicherstadt block l hafencity

In beide Richtungen.

panorama speicherstadt block l fleet

2b ahead zukunftskongress 2012 wolfsburg janszky broder

Zukunftskongress 2b AHEAD 2012 in Wolfsburg: Wo haben wir unsere Visionen verloren?

In historischem Ambiente startete der 11. Zukunftskongress des Think Tank 2b AHEAD in Wolfsburg. Das Schloss mit seinem Park bot die Kulisse für ein hochkarätiges Treffen von Visionären, Denkern, CEOs und Wissenschaftlern. Wie sieht Deutschland 2022 aus? Welche Art des Wirtschaftens wird uns begleiten? In welcher Gesellschaft leben wir? Viele Fragen, deren Antworten vielleicht beim Zukunftskongress gefunden werden.

Wo haben wir unsere Visionen verloren?

Treffen sich ein Journalist, ein Kirchenmann und ein DJ, der Weltstar ist. Leider klappte die Mischung nicht ganz, denn Paul van Dyk weilt in einem chinesischen Krankenhaus. Doch die anderen beiden legten wacker vor: Henryk M. Broder, Journalist und bekannt aus seiner Doku „Entweder, Broder“ http://entweder-broder.de/ und der Landesbischof der lutherischen Landeskirche Braunschweig, Prof. Dr. theol. Friedrich Weber. Sie versuchen zu ergründen, wo unsere Visionen abgeblieben sind. Haben wir überhaupt noch welche?

Ein kritischer Start in den Tag beginnt mit Broder. Seine nicht erfüllte Vision eines funktionierenden W-LANS im Hotel lässt seinem Groll verstehen. Zumal er angereist ist, um über die Zukunft zu diskutieren. Und es klappt nicht mal in der Jetzt-Zeit. „Hinter jeder Vision steckt eine totalitäre Idee. Bestes Beispiel ist die Europäische Union. Sie ist zu groß, zu größenwahnsinnig. Wir erleben vielleicht die letzten Tage.“ so Broder. Sind Visionen also mit dem Wachstum zum Scheitern verurteilt? Nachhaltig wachsen, geradezu organisch und mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen – das scheint die bessere Wahl zu sein. Und wenn etwas zusammengestopft wird, was nicht zusammenpasst (siehe Europa), ist es nur eine Frage der Zeit, bis es auseinanderbricht.

Überfluss und Müdigkeit

Nicht der Mangel ist das Problem, sondern die Vielzahl der Optionen. Das Überangebot verunsichert. Broder: „Erzählen Sie die Themen Dosenpfand oder Rieser-Rente einem Moldawier, einem Kirgisen. Die lachen uns aus oder schicken uns zum Arzt. Wenn wir solche Themen haben, dann haben wir keine Probleme.“ Ist die Besinnung auf das Wesentliche notwendig? So scheint es, wollen wir die Bodenhaftung nicht ganz verlieren. Überfluss macht faul. Überfluss macht müde. Landesbischof Weber macht es auch an einem anderen Beispiel fest. Der Informations-Overkill mit über 200 Satelliten-Programmen. Es ist genug Herr! Für diese Art Erschöpfung, für die Resignation gibt es sogar einen Fachbegriff: Elias-Müdigkeit. Ein Aufgeben, die Resignation durch Überlastung. Die Ideen gehen aus und damit die Visionen. Weber: „Wo ist das Kaleidoskop, an dem wir uns als Kinder erfreut haben?“ Ein Papprohr, etwas Glas und eine kleine bunte Zauberwelt für das Auge und den Geist. Haben wir den Mut zu Bildern, damit die Ideen nicht mehr ausgehen.

Die spinnen, die Visionäre!

Helmut Schmidt: „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“ Weber zitiert den Politiker, der sich typisch schmidtschnäuzig mokiert. Gibt es keine Visionen mehr, oder waren alle beim Arzt?

„Eine Vision ist eine konkrete Zukunftsvorstellung. Eine planbare Veränderung. Klare Sicht, nüchterne Analyse, tapferes Handeln.“ so der Bischof. Also ist es eine sehr ernsthafte Sache, Visionen zu haben. Doch Vorsicht bei der Voraussicht. „Ein permanenter Alarmismus, die Lust am Untergang regt mich furchtbar auf.“, so Broder. Der Club of Rome bringt wieder neue schlechte Nachrichten. Darin sind die Menschen Weltklasse. Ein gepflegter Negativismus gehört dazu. Professor Brandenburg (Fraunhofer) aus dem Publikum: „Es wird mit Absicht Falsches prognostiziert.“ Das ist fatal. Wir schaffen es nicht, das Wetter von übermorgen vorherzusagen, haben aber schon den Zeitpunkt des Abschmelzens der Pole fixiert.

Sind die Visionen also unnütz? Nein. Jule Verne ist heute schlichte Wirklichkeit. Der Communicator aus der Enterprise ist unser Smartphone. „Work in progress“ ist besser. Wir müssen versuchen, den Horizont zu erreichen, so Broder. Denn nur auf dieser anstrengenden Reise, die niemals endet, entstehen die kleinen und großen Visionen, die aus dieser Welt etwas Neues machen.

 

 

2b ahead zukunftskongress 2012 3d fernseher ohne brille

11. Zukunftskongress 2012 2b AHEAD: ShowCases und Visionen

Auf dem 11. Zukunftskongress 2012 von 2b AHEAD in Wolfsburg stellten Vordenker und Visionäre in kurzen ShowCases ihre vorwärtsweisenden Produkte vor. Pay with a tweet, Minority Report und 3D-Fernseher ohne Brille – spannende Themen für die Zukunft und für das Heute.

Pay with a tweet – Christian Behrendt, CD Innovative Thunder

Zum Beginn der Arbeit hatten die Gründer 500 Follower. Die Idee: Das Buch zum Produkt als Online-Version herunterladen, bezahlt mit einem Tweet oder einem Post auf der Facbook-Wall.

Jetzt sind es 3700 Follower, vorwiegend aus dem digitalen Bereich. Doch die Zahlen „um das Produkt“ zeigen, welche immense Bedeutung dieses für die User hat: 13.000 Downloads, 16.000 Tweets, 32.000 Visitors.

Und das 72 Stunden nach dem Start des Projektes! Dazu war Pay with a tweet Top 3 Most Trending auf Twitter. Der Button ist auf jeder Website einbaubar, ihn gibt es derzeit auf 43.000 Websites.

Ein geniales Promotion-Tool für Künstler, Autoren, Organisationen und Unternehmen. Denn die User sorgen für die Verbreitung und bekommen dafür einen Mehrwert. Die Viralität kann sich voll entfalten. 1,2 Millionen Menschen haben inzwischen mit einem Post oder Tweet bezahlt.

Augmented Reality – Dale Herigstad, CIO Possible Worldwide

Er war einer der Minority Report-Mitgestalter, dem spannenden Film mit Tom Cruise. In diesem Film gab es riesige Bildschirme, die mit Handbewegungen bedient wurden. In rasanter Geschwindigkeit wurden Daten, Bilder und Ordner geholt und geöffnet. In seiner Präsentation zeigte Herigstad, wie das System funktioniert. Mehrere Ebenen hintereinander befinden sich auf dem Bildschirm. Schnittstellen zu anderen Systemen, Inhaltselemente. Browsing im Fernsehen – alles ist machbar. Die „Eindimensionalität“ ist aufgehoben. Charaktere, Brands, Webinformationen können in verschiedenen Ebenen dargestellt werden. Seit 1999 haben sie daran gearbeitet, auch für Minority Report. Das Stereo 3D ist in Planung, allerdings noch 4 Jahre entfernt vom Einsatz zuhause.

3D Displays ohne 3D Brille – Philipp von Trotha, REALEYES

Was für ein Effekt! Das Foto kann diesen leider nicht wiedergeben. Ein „Fernseher“ mit 250.000 (!) Linsen auf einem Quadratmeter. Das Ziel der Firma: 9 qm große Werbedisplays in Einkaufszentren mit unglaublichen Wirkungen. Objekte „ragen“ bis zu einem Meter aus dem Display heraus, gehen bis zu zwei Meter in die „Tiefe“. Das Ganze bei einem Betrachtungswinkel von 40 Grad, der den User nicht zwingt, genau mittig davor zu stehen. Interessant ist, es funktioniert auch bei einäugigen Menschen!

Neal Stephenson – Autor von Snow Crash, Cyberpunk

Die großen Visionen – wie unsere Welt aussehen soll und aussehen wird. Dazu via Skype zugeschaltet aus den USA Neal Stephenson. Er ist ein Vordenker, der schon in den 90er Jahren die Internet-Gesellschaft voraussah. Der Begriff Avatar stammt von ihm. Ernst geht er ins Thema. Die Mechanismen der Risikovermeidung funktionieren nicht mehr. Die Lehmans und Morgans dieser Welt haben einen so immens hohen Schaden verursacht. Dafür müssten Hunderte, ja Tausende Unternehmen aus der IT-Branche oder Startups über die Klinge springen. Eine Verantwortungslosigkeit gegenüber der Gesellschaft und der Zukunft. Die Technik macht es möglich, also nutzen wir sie.

Zu Zeiten der Zeitung gab es dies in dem Ausmaß nicht. Damals wussten wir, dass wir nichts wussten. Die alten Tugenden der Entschlusskraft, der Weisheit waren an der Tagesordnung.

Riesensummen an Geld gehen verloren, und keiner ist dafür verantwortlich. Euphorie ist vergänglich. Wir werden, so Stephenson, in den nächsten Jahren wieder zu unseren Sinnen kommen. Der Glaube an Kontrollsysteme ist derzeit übermächtig. Auswirkungen auch in der Gesellschaft: Der politische Diskurs bewegt sich von der Realität weg. Die wirklich großen Probleme der Menschheit treten in den Hintergrund, wenn es um kurzfristige Effekte geht.

In kurzer Zeit vier sehr interessante Menschen zu erleben und spannende Produkte kennenzulernen, war ein Erlebnis. An einem Ort, der geschichtsträchtig ist, wurde über die nahe und ferne Zukunft gesprochen.

 

 

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Blue Port zu den Hamburg Cruise Days 2012

Vom 17.-19-08.2012 ist Hamburg Kreuzfahrer-Metropole.

Ein Programm voller Superlative lädt ein. Die Elbmeile vom Hamburg Cruise Center in der HafenCity über die Landungsbrücken bis zum Fischmarkt begleitet die großen Schiffe, die den Hafen besuchen.

Blue Port –  ein wirkliches Highlight

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Michael Batz, Lichtkünstler und der Hansestadt sehr verbunden, hat es mit unzähligen Händen wieder geschafft. Sein Team installierte an Brücken, Gebäuden, Kränen und Schiffen blaue Lampen, die den Hafen in ein wundervolles blaues Licht tauchen. Auch die berühmte Köhlbrandbrücke im Süden des Hafens macht blau…

Schiffe mit großen Namen

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MS Astor, MS Columbus, die Deutschland, Queen Mary 2, MSC Lirica und zwei AIDA-Schiffe sind die Königinnen der Cruise Days. In eine Ausfahrt am 18.08.12 werden sie von einem Feuerwerk und Tausenden Hamburgern bei der Ausfahrt begleitet. Das Programm finden Sie hier.

Agentur Abendfarben ist dabei

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Wird es in Hamburg maritim, sind wir dabei. Ausrüstung packen, Proviant besorgen und rein ins Getümmel. Unsere Favoritin – und die vieler Hamburger – ist die Queen Mary 2. Wir begleiten diese Schiff schon seit Jahren und es ist immer wieder ein Erlebnis. Doch auch den Veteranen zollen wir unseren Respekt. Die MS Bleichen gehört dazu.

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