70.000 Besucher – Vielen Dank

Vielen Dank für 70.000 Besucher auf dem Blog von Abendfarben Hamburg.

Advertisements
2bahead zukunft kongress wolfsburg 2016 by abendfarben tom koehler (11)

Hyperloop und Glauben – Zukunftskongress 2bAhead in Wolfsburg 2016

Hyperloop und Glauben – Zukunftskongress des Think Tank 2bAhead in Wolfsburg 2016

Der ganz große Bogen wurde gespannt am ersten Tag des Zukunftskongress 2016 von 2bAhead in Wolfsburg. Maximalgeschwindigkeit traf auf Juristensprech. Doch lesen Sie selbst:

Keynote von Dirk Ahlborn, CEO Hyperloop Transportation Technology

Eine Kapsel mit Magnetschwebe-Technologie in einer Röhre. Keine Luft in der Röhre, kaum Reibung, angetrieben mit Sonnenenergie oder Erdwärme. Und eine Geschwindigkeit, die ihresgleichen sucht: Schallgeschwindigkeit. Niedrige Betriebskosten durch Nutzung vorhandener Infrastruktur und neuer Technologie. Die Planung erwartet eine Rentabilität innerhalb von acht Jahren. Die Röhre hat keine Fenster. Satt dessen gibt es Monitore. Über diese tauchen Reisende in neue Welten ein. Oder sind „mitten“ in Jurassic Park.
Crowd Storming statt Crowd Funding als neue Mittel haben Hyperloop geholfen, auf neue Ideen zu kommen. Wir schaffen ein Ökosystem für Reisen und die damit zusammenhängenden Dienstleistungen, so Ahlborn.
Auslöser dafür waren andere, viele größere Verkehrsströme, als wir sie in Europa kennen. Und extreme Luftverschmutzung. Eisenbahnen sind Dinosaurier – teure Infrastruktur, kaum Verbesserung. Die Spurweite in Deutschland rührt noch von der Kutschengröße der Römer …
Schon 1904 gab es eine Patentanmeldungen für das Reisen in einer Röhre. Die Hyperloop-Geschwindigkeit ermöglicht Entfernung zwischen Arbeit und Zuhause in Ballungszentren. Familien können zusammen bleiben, wenn sie es möchten. Der Wohnort muss nicht mehr der Arbeitsort sein.

Wie bauen Unternehmen über eine digitale Schnittstelle Vertrauen zum Kunden auf?

Martina Koederitz, CEO von IBM Deutschland, begleitet eine Bank als Kunden durch die digitale Transformation. Banken (Banker) haben sich in der letzten Zeit einen hervorragend schlechten Ruf erworben. FinTechs vonnheute machen den Geldhäusern von gestern das Leben schwer. Apps lösen Filialen ab. Wie gelingt es, den Spagat zwischen Kunden ohne Mailadresse (mit reichlich Ersparnissen) und den Digital Natives von heute mit stetem Wechsel in der Biografie und Haben / Soll zu meistern?
Emotionalisierung des Produkts ist in der trockenen Finanzwelt wahrlich nicht einfach. Dennoch wird diese Welt benötigt, um Wünsche zu erfüllen. Eine Bank hat kein Auto, welches Emotionen auslöst. Koederitz: „Wir bauen eine Community auf. Doch wie nehmen wir 10000 Menschen mit auf die Reise?“ Ein Griff in die Schlagwortkiste oder der große Wurf? Omni Chanel, Filiale und Callcenter der Zukunft, Customer Experience. Entscheidend – wie bei allen Produkten heute ist Vertrauen. Zumal bei großen und wichtigen Entscheidungen. „Wir wollen die Kundenschnittstelle nicht aus der Hand geben.“ Willkommen in der Zukunft, Bank!

2bahead zukunft kongress wolfsburg 2016 by abendfarben tom koehler (2)

Systemintelligenz mit Risiko

Jens Dissmann, Surface Lead Germany von Microsoft erörterte in seinem Vortrag einen wichtigen Aspekt. Derzeit bemühe man sich, Systemen Intelligenz beibringen, ihnen zu erklären, was es mit dem Daten machen soll. Technologie wird preiswerter und leistungsfähiger. Gewaltige Datenmengen sind mit Addiermaschinen nicht mehr zu beherrschen. vom zeitlichen Aufwand ganz zu schweigen. Also setzen Unternehmen auf Hochleistungsrechner und intelligente Software. Bös, wenn diese – wie bei Banken – fröhlich entscheidet und eine Talfahrt von Aktien auslöst. Beser noch: Wenn Systeme sich selber weiter entwickeln, intelligenter werden, werden sie auch einen Punkt erreichen, an dem sie nicht mehr abzuschalten sind. Was dann?

Wie Algorithmen unsere Persönlichkeit offenbaren

Dirk Gratzel, CEO von Psyware, schaut in die Köpfe der Menschen. Am Telefon.
Die von seinem Team entwickelte Technologie analysiert Persönlichkeit in Echtzeit. Am Telefon erfasst die Software Regungen und Gefühle der Menschen am anderen Ende der „Leitung“.
Millionen Euro an Ausgaben, hunderte Menschen in umfangreichen psychologischen Tests – am Ende lernte die Software über die Sprache der Probanden, wie Menschen ticken. Neben dem Lügendetektor-Effekt war den Machern etwas anderes viel wichtiger. Recruiting zum Beispiel. Statt einem mehrstündigem Interview vor Ort dient ein standardisiertes Telefongespräch dazu, geeignete Kandidaten zu finden. Ein weiterer Fakt ist die Kundenkommunikation extern und die Mitarbeiterkommunikation intern.
Angenehmer Nebeneffekt: Als schnelle Selbstanalyse kann ein Kunde in einem Interview auch seinen eigenen Zustand prüfen lassen. Das erspart im Zweifel endlose Sitzungen beim Psychiater. Manchmal reicht es schon, einen Gang zurück zu schalten – oder einfach mal grundsätzlich auszuschlafen …

 

Dr. Thomas Klindt fragt sich: Brauchen wir ein Strafrecht für Maschinen?

Der Jurist erörterte erfrischend erforderliche Fragen, die uns in Kürze eine Antwort abverlangen. Schöne neue Wel: Der Kühlschrank monitort nicht nur seine technischen Parameter, sondern auch Anzahl und Qualität der gelagerten Lebensmittel. Und ordert bei Mangel oder Verfall der Nahrungsmittel entsprechend nach.

Doch kann der Kühler überhaupt rechtskräftig etwas bestellen? Und was, wenn er statt 2 Litern 200 Liter Milch bestellt? Und was passiert mit den Daten der Kunden? Wo landen diese, wie geht der Empfänger damit um?

Diätplan nicht eingehalten, Meldung an die Krankenkasse. Zack! Beitragserhöhung.
Oder nachts heimlich genascht, Info an den gegnerischen Anwalt. Peng! Scheidung.
Bestraft man nun den Hersteller, den Softwareentwickler oder den Eigentümer des frechen Kühlgerätes? Fragen über Fragen. Antworten hatte selbst der Referent nicht. Es bleibt spannend.

 

 

..

2bahead zukunft kongress wolfsburg 2016 by abendfarben tom koehler (1)

Eröffnung des 15. Zukunftskongress 2bAhead 2016 in Wolfsburg

Zukunftskongress 2bAhead 2016 in Wolfsburg eröffnet

Das Wetter kann keiner so genau vorhersagen. Die Zukunft auch nicht. Oder doch? In Wolfsburg treffen sich einmal im Jahr Menschen, die sich dem Thema Zukunft verschrieben haben. Die wissen wollen, wo die Reise hingeht, welche Trends im Kommen sind. Der Think Tank 2bAhead aus Leipzig hat geladen und 320 Anmeldungen sprengten fast das Limit. Trendforscher Sven Gabor Janszky begrüßte die Teilnehmer und leitete gleich über zu den drei Technologie Roadmaps der kommenden zehn Jahre.

Technologie Roadmap: Mobilität

Johann Jungwirt, Ex Daimler und Ex Apple und nun bei Volkswagen für die Themen der Zukunft tätig, führte die Besucher zu einem Blick in die (nahe) Zukunft.
„Auto hol mich ab.“ Der Knightrider mit seinem sprechenden KITT lässt grüßen. Der Kalender weiß, wann und wo ich Mobilität brauche. Und organisiert diese. Ticket aufs Handy, Routing zum Meeting, EKey für das SmartCar. Und das hat es in sich. Die Türen in GROSS, aber nur auf der rechten Seite, inkl. Schlafsessel und Fitness-Chair. Utopie? Heute ja. Doch das hat der Leser von Jule Verne auch gedacht …
Null Emissionen sind 2025 das Thema. Es gibt keine Verbrennungsmotoren. Taxis haben sich erübrigt, es wird autonom gefahren. Wie geht VW mit diesen massiven Veränderungen in naher Zukunft um? Es sind 300 Mio Dollar Investition geplant, ein neues Unternehmen entsteht mit neuen Arbeitsplätzen. Das Ziel: Markführer der neuen Mobilität in Europa zu werden.

Technologie Roadmap: Energie

Dietrich Gemmel ist bei RWE Effizienz CEO und außerdem Kundenversteher und Planer einer neuen Verbindung vorhandener Technologien.
Nicht der Highway to Hell, sondern der Gateway to Future ist das Ziel. DIe
Elektromobilität wird Standard. Eine zukünftige deutsche PlugInHybrid-Flotte ersetzt die Hälfte der Pumpspeicherwerke. Fahren wird smart. Wohnen wird smart. Kommunikation wird smart. Eine Kombi-Flatrate für Wohnen, Telefon, Mobilität ersetzt heutige Modelle. Präferenzbasierte Preise ermöglichen einer mobilen und vernetzten Generation die personalisierte, optimierte Anpassung an ihre Bedürfnisse. Smart Grid wird Standard und Speicher werden überall stehen, mit Photovoltaik gleich ausgeliefert. Die Stromnetze passen sich dem Bedarf an und Verbraucher liefern Strom. Smart wird Realität und ist nicht mehr nur ein Slogan.

2bahead zukunft kongress wolfsburg 2016 by abendfarben tom koehler (5)

Technologie Roadmap: Kommunikation

Florian Gruber, Senior Vice President von T-Systems
Share oder Lebensqualität? Nutzen statt kaufen? Der Markt und die Kunden sind im Umbruch. Dieser stellt das derzeitige Wirtschaftssystem auf dem Kopf. Dank Analyse im Netz und digitalen Agenten wird sich das Produkt an den Kunden wenden. Dieser liefert mit seinen digitalen Spuren genügend Informationen dafür. Dazu kommt eine Zunahme des IoT. (Internet of Things LINK) Die Zahl der Devices in Haushalten und Unternehmen wird steigen – und sie werden miteinander reden. Produkte werden von Kunden mit gestaltet und die Individualisierung dieser Produkte wird drastisch zunehmen. Doch bewirkt das in der Produktion? Sensoren und Software bestimmen zukünftig Entscheidungen. Der Anteil der Software und deren Aktualisierung wird in höherer Taktrate erfolgen. Systemlieferanten werden nicht nur gebraucht, sondern von den Kunden ausgebildet. Logistik und Fertigung werden abnehmen, da die 3D Print-Center vor Ort die Finalisierung für die Losgröße 1, das einzelne personalisierte Produkt, vornehmen. Schöne neue Welt, oder Wegfall Tausender Arbeitsplätze?
Diese Veränderungen werden massiv auch In die Gesellschaft eingreifen. Diese Folgen sind in ihrem Ausmaß noch nicht abzuschätzen.

2bahead zukunft kongress 2015-03

2bAHEAD Zukunftskongress 2016

Einmal im Jahr treffen sich Denker und Lenker aus der ganzen Welt in Deutschland zum inspirierenden Zukunftskongress 2bAHEAD. Auch in diesem Jahr geht wes wieder um spannende Themen:

„Ideen die die Welt verändern: Hyperloop, Asteroid Mining, Kalte Fusion, Anti-Aging-Gentherapie, Gehirn-Upload, Cyborgs, Vertical Farming, Alzheimer-Heilung, …“ Quelle: 2bAHEAD

Hier geht es zu den ausführlichen Informationen zum Zukunftskongress 2016.

Lesen Sie noch mehr Zukunftsvisionen auf der Blogseite zum 2bAHEAD Zukunftskongress: https://abendfarben.wordpress.com/2bahead-zukunftskongress/

 

 

 

 

 

führung made in germany gabal dr bosch

Führung made in Germany

Eine Rezension von Tom Köhler

Executive Summary: Verständliche und eindringliche Lektüre für Führungskräfte. Führen ist Silber, Sprechen ist Gold. Worte können Mitarbeiter vernichten oder zu Top Performern machen. Eine Wissenschaftliche Analyse der Kommunikation zwischen Leitenden und zu Leitenden. Das Ziel: Zugehörigkeit, Wertschätzung und beste Leistung von Mitarbeitern als Führungskonzept made in Germany.

Made in Germany

Um 1900 führten deutsche Hersteller das Siegel gerade wegen der schlechten Qualität. England verdonnerte sie dazu, um eigene von Importwaren zu trennen. Es kehrte sich ins Gegenteil um. Aus dem Makel wurde eine Auszeichnung. Und die Güter waren heiß begehrt.

Kann es nun auch ein Gütesiegel für „Führung“ geben? Gar ein Siegel „Führung made in Germany“? Dr. Thorsten Bosch und sein Team haben es entworfen, erforscht und publiziert. Der Versuch, es auf einen Satz zu bringen (was bei der Fülle des Buches sehr gewagt ist): Führen ist Silber, Sprechen ist Gold.

Kein Leichtgewicht kam da aus dem Druck. In der Form angelehnt an den Bestseller „Business Model Generation“ liegt da schwere Kost vor dem Leser. Allerdings haben die Macher das Buch im Querformat mit einem Text-Grafik-Verhältnis von 1/3 zu 2/3 versehen. So gelingt es, den Inhalt verständlich zu illustrieren. Doch Obacht, es ist kein Comic! Hier geht es wissenschaftlich zur Sache. Und ausführlich. Und eindringlich.

fuehrung made in germany thorsten bosch by abendfarben 1

Gespräch als Führungsinstrument

Schlechte Beispiele fallen jedem ein. Abgekanzelte Gespräche, fehlende Empathie, Überreaktion oder – schlimmer noch – gar keine Reaktion. Die Stimmung ist auf beiden Seiten wie im kalten Krieg. Was dies mit Leistung und Motivation macht, malt sich der Unternehmer von heute lieber nicht aus. Und was es für sozial-mediale Kreise zieht, wie es den War of Talents noch schwerer macht – eine Schreckensvision.

Das geht auch wesentlich besser, sagte sich der Autor und arbeitete professionell heraus, was gute Gespräche ausmacht, welche Ziele sie erreichen und wie sie dem Unternehmen dienen. Gespräche sind nicht als Plauderei, sondern als Führungswerkzeug zu verstehen. Ein wichtiges ohnehin, basiert doch ein großer Teil der Kommunikation auf dem gesprochenen Wort.

In ein Ohr rein – aus dem anderen wieder raus …

Der Klassiker: Das habe ich doch anders gemeint. Oder: Ich habe es Ihnen mehrfach gesagt. Wirklich? Klare Kommunikation, die ankommt UND die etwas bewirkt, ist das Ziel von Dr. Bosch. Es geht um Lob und Kritik, um Ziele, um Deadlines, um Performer und um Nicht-Performer. Da kann einiges missverstanden werden. Da ist Wort A im Ohr des Empfängers gern mal Wort B. Worte sind alleine, wenn sie nicht mit Empathie benutzt werden. Worte sind nutzlos, wenn keine Folgen folgen. Das können durchaus auch Lob und Beförderung sein. Doch wie geht das?

fuehrung made in germany thorsten bosch by abendfarben 2

Leitfaden für Führungsgespräche

Modular in Themen und im Aufbau pro Thema begleitet das Buch auf dem Weg zum erfolgreichen Gespräch. Dieses hat nicht nur ein Ziel, sondern eine richtige Dramaturgie. Es ist eben KEINE Plauderei, sondern Mittel zum Zweck. Es würde zu weit führen, das Prinzip hier in eingedampfter Form zu schildern. Dazu ist es dem Autor zu wichtig, denn er widmet dem Bereich Gesprächsarten und -führung zwei Drittel des Buches.

Er versteht es auch als Coaching, als Möglichkeit der Wertschätzung und des Lobes. Bei Dr. Bosch ist das Mitarbeitergespräch aber auch die Gelbe Karte, die Kritik und die endgültige Entscheidung: „in or out?“.

Führen will gelernt sein

Etwa ein Drittel des Buches seziert der Autor Führung aus seiner Sicht. Ihm liegt es daran, in der Führungsarbeit mit ebendieser wissenschaftlichen Herangehensweise den Kern der Dinge freizulegen. Bewusst verwende ich den begriff „seziert“. Es liegt auf dem blanken Tisch die „Führung“, wie sie ist. Um sie so zu gestalten, wie es dem Autor vorschwebt, teilt er sie auf und beleuchtet die Bestandteile einzeln. Und er betrachtet sie im Kontext der Umgebung – des Unternehmens. Auch hier ist das Ziel: Zugehörigkeit, Wertschätzung und beste Leistung von Mitarbeitern als Führungskonzept made in Germany.

In einer Zeit, in der Ressourcen aller Art knapper werden, sieht der Autor bei einer reichlich Potenzial. Bei der Ressource, die für die Wertschöpfung in einem Unternehmen unabdingbar ist. Der Ressource, die sich durch Transparenz auf dem Arbeitsmarkt weltweit die Arbeit selbst heraussucht. Der Ressource, die mit dem Kunden im direkten Kontakt steht – dem Mitarbeiter, dem Menschen.

fuehrung made in germany thorsten bosch by abendfarben 3

Dem Auto sei gewünscht, dass sich zahlreiche Führungskräfte und solche, die es werden wollen, mit dem Buch beschäftigen. Und daraus lernen, mit der Theorie und Praxis von Dr. Bosch auf dem Feld der Personalentwicklung zahlreiche kräftige Pflanzen säen und diese zu hohem Ertrag bringen.

Hier geht es zum Buch: http://www.fuehrung-made-in-germany.com/

 

 

 

 

..

krankes europa by abendfarben tom koehler hamburg

Wählt euch doch ein neues Volk!

Ein Kommentar vom Tom Köhler

Nach Wochen der Starre und des Staunens löste ein Tweet von Martin Fuchs, auch bekannt als der  Wahlbeobachter, in mir das dringende Bedürfnis aus, meinem Ärger über das Nichtstun der politischen Kaste in Berlin Luft zu machen. Eine Stagnation zum brennenden Thema Flüchtlinge, deren massive Einwanderung und gar nicht massive Integration sorgte für wachsenden Unmut bei den Wählern.

Nun, kurz vor den Landtagswahlen, erwacht in den Politikern Tatendrang, nachdem sie Monate der Entwicklung tatenlos zuschauten. Nachdem sie als Volksvertreter am Volk vorbei“regierten“, sich in kleinlichem Gezänk aneinander rieben. Nachdem sie warnende Stimmen aus dem Ausland (!) und von ihren eigenen Kommunen komplett ignorierten. Gemächlich und saturiert ging es im „politischen Berlin“ zu.

Hier der Originaltweet vom Wahlbeobachter:

Gewaltige Zahlen aus dem sozialen Netzwerk Facebook zur Öffentlichkeit und zur Reichweite von Anmerkungen der Partei AFD. Dass diese mit ihren Ansichten kräftige Kontroversen auslöste, sei hier nicht Gegenstand der Betrachtung. Auch nicht, dass die Partei – einst aus Professoren und Wirtschaftslenkern gespeist – nun zu einem Sammelbecken bedenklicher Kräfte geworden ist.

Hier geht es allein um die Tatsache, dass sich das politische System dank dicker Bäuche und Pfründe selbst ins Abseits gespielt hat. Mit Erstaunen stellen die Politokraten nun fest, dass sich an ihnen vorbei und in großer Zahl Menschen Sorgen machen und diese artikulieren. Und das sich politische Strömungen am Schönwettergelaber und Beruhigungspillen vorbei formieren. Da nützt es nicht mehr, nun mit markigen Worten und Drohgebärden zu agieren. Der Zug ist abgefahren.

Der eigenen Macht bewusst, vom Wähler beauftragt diese sorgsam zu dessen Nutzen zu verwenden, nun von dieser korrumpiert, spielte die Politik auf Zeit. Und verstopfte sich die Ohren mit Pfropfen. Wer nicht hören will, wird fühlen lernen. Nun ist es zu spät. Hinter allen Sonntagsreden ist heiße Luft, hinter allen Gipfeln ist Ruh. Geduld ist ein Faden, den sich die Politik zu lang hin- und hergezogen hat. Der Riss ist offensichtlich. Klingt platt, beschreibt aber die Realität: Die da oben und wir hier unten.

Eine Polizei am Rand ihrer Kräfte, ein Bundesgrenzschutz vor dem Kollaps. Freiwilligendienst am Menschen kompensiert Unvermögen einer Institution, die eigentlich genau für die Aufgabe vom Steuerzahler (sic!) bezahlt wird. Kommunen sind überfordert – an menschlicher Kraft und finanziell. Bürger wehrten sich gegen Staatswillkür und der Bau großer Siedlungen für die Ankommenden war ein Fall für die Gerichte. Den Fehler der Politokraten, Städte mit Stadtteilen für ärmere, ausländische oder bedürftige Menschen zu versehen, wiederholt sich. Die Zentralisierung sorgte schon für Schattengesellschaften und Staat im Staat. Dies nun mit noch gar nicht integrierten Menschengruppen in großem Stil zu praktizieren, verdeutlicht die Denke da oben. Oder das Desinteresse dem Wähler gegenüber.

Der soziale Zusammenhalt zeigte sich im Sommer 2015 beeindruckend von vielen Menschen, die selbstlos den ankommenden Schutzbedürftigen halfen. Nun ist Unmut ein vorsichtiges Wort, welches den Ist-Zustand beschreibt. Zusammenhalt und soziales System werden auf eine sehr (!) harte (!) Probe gestellt.

Und „die Medien“ erfüllten ihre Pflicht zu einer wahrheitsgetreuen und hinterfragenden Arbeit erst, als es nicht anders ging. Während in den sozialen Medien der Sturm schon losbrach, sich Viele Sorgen machten und Details zu den abstrusen Verhältnissen offenlegten, schönschrieben „die Medien“ noch nach Berliner Gusto. Denn auch sie sind Teil des politischen Berlins und sicherlich nicht unabhängig und investigativ. Doch dies nur als kleine Einfügung.

Für alle „ZwischenDenZeilenLeser“: Nochmals, es geht nicht um das Beschönigen von Parteien, wie der AFD. Es geht auch nicht darum, Menschen, die hier Hilfe und Unterstützung suchen, diese zu verweigern. Es geht einzig und allein um die Beschreibung eines „politischen Deutschlands“, welches nicht mehr meins zu sein scheint. Es geht um Selbstherrlichkeit, Statussymbole und Staatskarossen. Die machen auf Dauer satt, bequem und blind für deutliche Signale. Und sie machen überheblich. Denn der Plebs (von dem das Plebiszit – bitte selber googeln – stammt) ist gar nicht so doof, wie ihn sich dirigistische Politokraten wünschen. Nun haben sie den Salat. Es ist angerichtet.

 

 

 

..