Archiv der Kategorie: Kunst

Blogs und Printmedien – eine Milchmedienrechnung

Blogs und FAZ – eine Milchmedienrechnung

Prolog

Es begab sich zu einer Zeit, als Wälder durch Druckmaschinen zu jagen, völlig normal war. Dortselbst agierten sehr gut bezahlte Edelfedern, um mit Druckerschwärze ebendiese Wälder einzufärben und für teuer Geld zu verkaufen. Und immerdar waren sie völlig unpolitisch und neutral und lebten Speckmadengleich von höllisch guten Werbeeinnahmen.

Dann trat ein Dings auf den Markt, welches sich digital heischte. Dieses Dings verfügte über eine für die Druckerschwärzeverbreiter unangenehme Eigenschaft. Das Dings war umsonst. Und weltweit verfügbar. Und drölfzigmal so schnell, wie die Waldvernichter. Ein großes Wehklagen hob an ob der bösen Digitalität und ihrer marktzerstörerischen Funktion. Und der plötzlichen Meinungsfreiheit. Und der Wahlmöglichkeit für Werbegedöns.

Also taten sich die Ressourcenverbraucher – äh – Printmedien zusammen und hielten Rat. Am reich gedeckten Tisch sannen sie allerhand Taten aus wider die Digitalität. Und sie wetzten ihre Schreibmaschinen wider das böse Google. Und sie mauerten sich hinter einer Paywall ein wider den bösen Leser. Und die Maschinerie rotzte unentwegt Gift und Galle gegen die Digitalität in die Atmosphäre, um diese zu verpesten.

Nicht bedenkend, welche Kraft das Dings hatte und mit welcher abartigen Geschwindigkeit es sich über das Königreich der Papiervernichter erhob, frustelten diese vor sich hin. Bis der Digitaldrache vor ihnen stand und knurrte:

In your Face, Medienfuzzis.

Hamburg Blogger und so

Seit 6 Jahren blogge ich und seit zwei Jahren sammle ich die Hamburger Blogger pö a pö zum Stammtisch, auf das sie nicht so alleine sind. Und sich vernetzen und austauschen. Und siehe, die Gruppe wächst stetig und Menschen treffen Menschen ganz undigital. Und Freundschaften entstehen und Blogs gedeihen.

Was hat das mit dem Digitaldrachen zu tun?

Ein Schreiberling der FAZ hat vor einiger Zeit in einem Artikel nicht nur Sascha Pallenberg von MobileGeeks, sondern auch die Hamburg Blogger beleidigt. Und wer mich kennt, weiß, dass ich so schnell nicht aus der Ruhe zu bringen bin.

Aber das Maß ist voll, Du hochbezahlte Feder mit wenig Ahnung von Online!

Sagt der Wicht: Blogs sind heute bedeutungslos. Aha.

Und: Man sollte den Begriff Blogger zu Grabe tragen. Soso.

Klar lässt sich aus dem wohligen Büro gut parlieren und gegen das böse böse Internet wettern. Um dann damit gut Geld zu verdienen.

Und dann neidisch werden, wenn jemand wie Sascha besser ist.

Viel viel besser.

Nein, da verdient der Pallenberg Geld. Mit einem Tech Blog. Sowasaberauch! Übrigens seit 1.1. auch noch ohne Ads und Banner. Sondern nur noch mit Partnerschaften, die explizit gekennzeichnet sind. Da können sich die Print-Advertorial-Trickser mal ein Beispiel nehmen.

Ja, ihr Printdeppen. Er hat alles richtig gemacht im Gegensatz zu euch. Und er macht auch nicht den Fehler, Print auf Online zu schustern und es dann Online zu nennen.

Und wenn euer Angebot noch nicht mal responsiv daherkommt (wie mir letztens bei der FAZ im Abo-Bereich passierte), solltet ihr verdammt noch mal erst fein Hausaufgaben machen. Und dann noch mal von vorn anfangen.

Ach, und by the Way, selbst bei FAZ Online bloggen und fett Werbung linksobenuntenrechts. Das ist OK, ja?

 

Ruhig Tom, das sind die nicht wert.

Was sagen andere dazu?

T3N hat nach dem unsäglichen Wisch der FAZ mal nachgeforscht. Es gibt 200.000 aktive deutschsprachige Blogs, diese erreichen mit 2 Mio Blogposts per Monat 800 Mio Page Impressions. Damit sind die bedeutungslosen und zu Grabe getragenen Blogger reichweitenstärker, als FAZ, SZ, Welt und Zeit online zusammen.

Kein Kommentar.

Die Aussichten

So schlecht sind sie gar nicht. Sie werden nur gern schlecht geredet bzw. geschrieben. Soziale Netzwerke kommen und gehen, da stimme ich Sascha Lobo zu. Er manifestierte vor Jahren seine Gedanken über das geliehene Internet. Und hat bis heute damit recht. Doch Blogs sind die Seele des Internets. Die kann euch niemand nehmen – außer der Hoster geht pleite. Blogs sind Zielgruppe und nicht Gieskanne.

Blogs sind persönlich und nicht Masse.

Blogs sind Nachrichten von Menschen für Menschen.

Und die Nachricht wird ihren Leser finden. Mithin sind Blogger eine Nachrichtenagentur. Machen also was mit Medien. Blogs sind Medien mit Reichweite. Hey, und das ist keine Milchmedienrechnung.

Fazit

Meine Bitte an euch ist: Wenn Ihr bloggt, schaut mal bei uns vorbei. Wenn ihr programmiert, macht es mit Wonne und Lust. Wenn ihr designt und HTMLT, gebt alles. Wenn ihr filmt und fotografiert, dann immer volle Pulle und mit Wucht.

Denn das, und nur das, unterscheidet uns von den ahnungslosen Schreiberlingen.

Das, und nur das, wird Hamburg als digitalen Standort stärken.

Das, und nur das, sorgt für eine digitale Szene, die lebt und wächst.

 

 

 

 

..

Advertisements

Interesse an Content?

Hey, toll, dass Sie Interesse am Blog und seinen Inhalten haben. Das finde ich prima.

Abgesehen davon, dass alles, was Sie hier sehen, mit einem Urheberrecht belegt ist, gelten noch ein paar andere Regeln.

Regeln

Sehr gern stelle ich Ihnen Texte oder Bilder mit weitgehenden Rechten (total by out) zur Verfügung. Sie werden verstehen, dass jede Leistung eine Gegenleistung benötigt. Lassen Sie uns hier nicht über große Summen reden. Einige Selbstverständlichkeiten sind Standard. Wenn Sie sich darüber hinaus erkenntlich zeigen, freut es mich.

Verwendung Online:

Eine ordentliche Quellenangabe und eine Verlinkung sind gegeben. Das könnte so aussehen => Quelle: Tom Koehler, Hamburg, https://abendfarben.wordpress.com

Dazu stellen Sie mir den Link zu IHRER Publikation zur Verfügung, denn auch ich möchte gern darauf verweisen 😉

Verwendung Print:

Eine ordentliche Quellenangabe ist gegeben. Das könnte so aussehen =>

Quelle / Foto: Tom Koehler, Abendfarben Hamburg

Ein Belegexemplar mit der von mir verwendeten Quelle erwartet mein Briefkasten 😉

Schmankerl:

Kennen Sie das Buch „Geh nie alleine essen“ von Keith Ferrazzi? Lesen Sie es hier. Da ich gern neue Menschen nach der Ferrazzi`schen Methode kennenlerne, lassen Sie uns als Dankeschön eine Kleinigkeit essen und plaudern. Wer weiß, was daraus alles entsteht …

Sie finden die Regeln OK? Na, dann:

Telefon:   0152-33881427   oder Mail:   abendfarben@web.de

 

 

 

 

Traum- oder Albtraumstrände? Neue Ausstellung von Rüdiger Knott

Traum- oder Albtraumstrände?

rüdiger knott hamburg objekte materialbilder by abendfarben

Neue Ausstellung von Rüdiger Knott

rüdiger knott werkheim hamburg by abendfarben

Der Sommer wird viele von uns wieder an Traumstrände locken. Einige sind inzwischenzu Albtraumstränden geworden. Die Folgen halte ich in Materialbildern fest, die neben anderen Arbeiten in meinerAusstellung im WERKHEIM in Hamburg-Ottensen zu sehen sind. Auch der neue Katalog „Rattenfänger und Einstein“ liegtdann vor.  Fotos und Katalogdesign machte wieder Henning Alberti. Freue mich sehr auf Ihr / Euer Kommen!(Auzug aus seiner Einladung)
Vernissage Donnerstag 24. Juli 2014 um 18.30 Uhr -Es sprach Angelika Bleicker-Schäfer
rüdiger knott vernissage werkheim hamburg by abendfarben
„TRAUMSTRÄNDE“
Objekte und Materialbilder – 24. Juli bis 10. Oktober 2014
WERKHEIM – Arbeitsraum für Freischaffende /Planckstraße 13, 22765 Hamburg-Ottensen
Öffnungszeiten mo – fr von 09.00 bis 18.00 Uhr

rüdiger knott elbphilharmonie werkheim hamburg by abendfarben

Ganz wunderbar: Die neue Knott´sche Webseite, von der er selber nichts erfuhr – bis zur Vernissage. Grossartig, KLICK!
rüdiger knott hamburg webseite by abendfarben

Den interessanten Künstler besuchten wir schon einige Male …

Lesen Sie hier mehr über seine Gartenkunst.

knott ausstellung poppenbüttel kunst fussball

Hier sehen Sie seine Ausstellung in Hamburg Ohlsdorf:

 

 

 

 

 

 

Unser Neujahrsgruß an 14,466 Leser

Herzlichen Dank an 14,466 Leser in 2013, die dem Hamburg-Blog der Agentur Abendfarben ihren Besuch abgestattet haben. Danke für die Kommentare und Mails, danke für´s liken und twittern. Im nächsten Jahr steht eine 20 am Anfang 😉 des Zählers.

neujahrsgrüße der agentur abendfarben hamburg

Immobilien-Offerte

Generationenvertrag! Vererben Sie Ihre Leidenschaft, Ihr Engagement und Ihren Fleiß für alte Häuser!

Historische Gewerbeimmobilie mit traditionsreichem Ladenlokal, 1-a-Citylage in altmärkischer Boomtown! Unverfälschte Fachwerkbausubstanz mit liebevoll restaurierten bzw. erhaltenen Fassaden in der Nachbarschaft. Gesicherte Zugänge. Echtholz-Jalousie am Laden-Schaufenster, Ladentür in Jugendstil/Art Deco mit Verglasung. Historische Beschläge. Englischer Garten im Innenhof, begrünte Fenster an der Straßenfront. Niedrigschwelliger Zugang, reparaturbedürftig.

stendal-by-karsten-pietsch-leipzig

Foto: Karsten Pietsch, Leipzig

Vielen Dank für die Einsendung von Herrn Karsten Pietsch, seines Zeichens Leiter, Impressario, Vor- und Querdenker der

Leipziger Rumpelkammerspiele.

 

 

 

 

 

 

Kunststätte Bossard in der Nordheide

Besuchte mich neulich ein Besuch und meinte, in der Nähe sei etwas sehr Sehenswertes. Dankbar für Tipps nehme ich die Beine in die Hand und wir sausen los. In die Kunststätte Bossard in der Nordheide, nahe Buchholz.

Kunsttempel Bossard Nordheide by abendfarben

Johann Michael Bossard

Der Künstler (1874 bis 1950) schuf im letzten Drittel seines Lebens mitten in der Heidelandschaft einen zauberhaften Ort. Er schuf seine kleine Welt: Architektur, Kunst und Landschaftsgestaltung. Warme Farbtöne und wundervolle Ornamente, Plastiken und Muster durchziehen alle Gebäude. Der Kunsttempel gleicht einer Kirche, doch beim Betreten offenbaren sich auch sehr weltliche Dinge.

Kunsttempel Bossard Nordheide Panorama by abendfarben

Besuchen Sie, wenn Sie in der Nähe sind, unbedingt diesen einzigartigen Ort. Mich hat er tagelang nicht losgelassen, so intensiv waren die Eindrücke. Mehr Informationen finden Sie hier: http://www.bossard.de/15-0-Das-Gesamtkunstwerk.html

altar kunststätte bossard by abendfarben

Hier finden Sie den Weg zur Kunst:

Die unter dem Artikel angezeigte Werbung kann nicht beeinflusst oder ausgeschaltet werden. Ich bitte das zu entschuldigen …