Archiv des Autors: abendfarben

Über abendfarben

Blogger, Fotograf, Netzwerker in Hamburg

zukunftskongress-2bahead-wolfsburg-2019-by-abendfarben

Zukunftskongress 2019 des 2bAHEAD ThinkTanks in Wolfsburg – Tag zwei

Wird in der Zukunft Wetter regional beeinflussbar sein? Kann man sich Wetter wünschen? „Einmal Kongresswetter, Wolfsburg, Aufenthalt außen, Hirnleistung fördernde Temperaturen bitte.“ Auf einem Zukunftskongress darf man ja mal träumen. Denn die Sonne meinte es mit den Teilnehmern des 2bAHEAD Zukunftskongress 2019 in Wolfsburg am zweiten Tag mehr als gut. Doch die Gäste und Speaker sind, mit Sonnencreme und Strohhüten ausgerüstet, bereit für die Zukunft.

Gabelstapler sind langweilig. Lass uns Flugzeuge bauen!
So handelt Sven Lindig, Geschäftsführer der LINDIG Fördertechnik GmbH und Unruhegeist. Neben dem Geschäft mit Maschinen zur Güterverteilung tüftelt er an energieeffizienten Nurflüglern und präsentiert den Gästen des Kongress ein Modell ohne Leitwerk. Größer denken, Chancen erkennen, offen sein für einen „Wink des Schicksals“ – ein treffenderes Bild kann es mit Lindig kaum geben.

Die nächste Referentin legt gleich nach. Sie will das Passwort abschaffen. Shimrit Tzur-David ist CTO & Co-Founder von Secret Double Octopus. Der Firmenname deutet an, hier geht es um viel Vielarmigkeit. Genau das ist das Geheimnis, den die Daten aller Nutzer des Systems werden durch Mathematik geschützt. Das Protokoll wurde entwickelt, sogenannte Premium-Multiplikatoren zu schaffen und zu nutzen. Es braucht Zahlenfolgen, die kein Computer dieser Welt in einer annehmbaren Zeit knacken kann. Wenn die Geschwindigkeit der Computer so weiter zunimmt, leben wir auf einer tickenden Zeitbombe. Unsere Erwartung, dass die Daten auch in Jahrzehnten noch sicher sind, scheint trügerisch. Mit der passwortfreien Megazahlenkombination von David dann mal viel Spaß, Goliath!

Die Gefahr im Anmarsch beschreibt Dr. Sebastian Weidt, Co-Founder Universal Quantum. Sein Team tüftelt am MegaSuperComputer. Der ist so schnell, da können Atome können an zwei Orten gleichzeitig sein. Die Eins und die Null kann gleichzeitig dargestellt werden. Mit einem Knopfdruck. Und der Forscher kann gleichzeitig vorwärts und rückwärts gehen. Noch arbeiten die System nicht, aber die Forscher wissen schon, wie sie funktionieren. Was diese Maschinen können, dazu bräuchte ein heutiger Supercomputer Millionen Jahre. Prognosen, Berechnungen immensen Ausmaßes, Learning – alles ist möglich mit Quantum. Lesen Sie hier den Bericht zu Quantum Computern auf dem Zukunftskongress

2bahead-zukunftskongress-wolfsburg-by-abendfarben-tom-koehler-5

Tomorrowing your City“?“
An dieser Stelle die dringende Empfehlung an öffentliche Dienstleister und Diener des Staates, sich der eigenen Zukunft anzunehmen und Vertreter zum Kongress zu entsenden. Die Technologien, die heute „im Anmarsch“ sind, werden das Wirtschaften und Verwalten auf den Kopf – besser auf die Füße – stellen. Lesen Sie dazu gern mehr über den digitalen Bürgermeister hier.

Wenn Kosten explodieren, Vergabe von Aufträgen intransparent sind, Verwaltungen im Unendlichkeitsmodus arbeiten – dann ist die Stunde von KI oder Blockchain gekommen. Entscheidungen der Mehrheit, getroffen in Sekunden. Vertrauen und Transparenz und das gute Gefühl, seine Steuern sinnvoll entrichtet zu haben. Netzaubau, Verkehrslenkung, urbanes Wachstum, Umweltschutz und optimale Bedingungen für Wirtschaft UND Gemeinnutz in einer Zeit der Rasanz und des Umbruchs. Wie sollen das stempelnde und lochende Kommunen bitte bewältigen?

2bahead zukunft kongress wolfsburg 2016 by abendfarben tom koehler (16)

Tomorrowing your processes
Nach der Stadt kommt der Handel dran. Genauer Logistik und Warendistribution. Drucken wir unsere Güter selbst und bezahlennur die Lizenzgebühr dafür? Kommt die Drohne auf die Minute genau in die „Produktion“? Fahren die Pakete selbst zum Empfänger? 2BAHEAD dazu: „Die Prognose der nahezu kostenlos fahrenden, autonomen Flotten auf Basis der Bedarfsprognosen aus Quantencomputern wird nur noch getoppt durch die Prognose der kostenlos fahrenden, autonomen Flotten auf der Blockchain.“

Einer, der sich mit dem Thema beschäftigt, ist Jan Berger, CEO des 2b AHEAD Think Tank. Auch er stellt Fragen, kennt nicht alle Antworten. Ist die Warenlieferung in autonom fahrende Gefäße unterwegs, die sich ihr Ziel selbst suchen? Sind die Banken aus dem kompletten Geschäftsprozesse raus, da eine oder mehrere Blockchain die Finanzströme organisiert? Wer besitzt die Macht über die Kunden, über den Transport und die Güter. Oder dezentralisiert sich das System komplett? Es bleibt also spannend, welches oder welche Unternehmen diesen Prozess realisieren. Und es stellt sich eine weitere Frage. Was passiert mit Logistikunternehmen, Speditionen, der Bahn, dem Flugverkehr? Es leibt spannend! Mehr Fragen, als Antworten.

2bahead-zukunftskongress-wolfsburg-by-abendfarben-tom-koehler-1

Der neue Mensch – Oder: Was macht Technologie mit uns?
Alles was gemessen werden kann, kann prognostiziert werden! Alles was prognostiziert werden kann, kann optimiert werden! Also auch der Mensch! Lesen Sie in dem Kontext gern zum Thema Transhumane Gesellschaft hier nach.

Machen Medikamente Menschen menschlicher, kann eine neue gesellschaftlich definierte Ethik das Zusammenleben neu gestalten? In der Keynote zu Ethik und Moral der nächsten zehn Jahre sprach Prof. Kevin Warwick, Coventry University Chartered Engineer and a Fellow of the IET. Er trägt sein 21 Jahren (!) Chips unter der Haut. Damit öffnet er Türen oder schaltet das Licht an. Auch hat der mit einem Ultraschall-Empfänger experimentiert. Die Fledermaus auf zwei Beinen, sozusagen. Sind wir überhaupt bereit dazu, unseren Körper an die Technik auszuliefern? Wollen wir „Tomorrowing your body“? Vier Technologiefelder bestimmen in den nächsten Jahren unser Leben:

1. Die Komplettanalyse des individuellen Genoms, die so kostengünstig wird, dass Krankenkassen die Kosten übernehmen.

2. Das Entfernen oder der Austausch von gefährlichen DNA-Abschnitten im eigenen Genom.

3. Die Produktion von Ersatzteilorganen per 3D-Druck aus eigenen Zellen.

4. Medical Food.

WOW! Wir essen uns gesund, wir schnippeln an der eigenen DNA herum und Echtzeitüberwachung sorgt für Risikominimierung und Soforthilfe im Ernstfall. Sie denken, dass ist Zukunftsmusik? Nein, es wird kommen, schneller als wir es in unserem Alltag vermuten.

2b ahead zukunftskongress 2012 3d fernseher ohne brille

Wir haben keinen Plan, denn wir sind ja agil
Sicher ist es angenehmer, auf Fragen eine Antwort zu liefern. Bestimmt erwartet der geneigte Leser Hilfe oder einen Leitfaden. Es wäre mir ein Vergnügen, die Essenz aus zwei Tagen mit Ratschlägen a la „tun Sie dies“, „lassen Sie das“ und „achten Sie auf jenes“ zu füllen.Letztendlich ist nur eines sicher: Nicht ist sicher. Und nur wenn wir unseren Geist wach halten, Antworten suchen und Fragen stellen, können wir die auf uns zurollenden großen Veränderungen bestehen. Das mag mystisch klingen, ist aber die Antwort auf zwei Tage Wolfsburg und zwei Tage Input von 2bAHEAD.

Mein Rat (also doch…) an Sie persönlich:

Leben Sie mit 70% Lösungen, verwerfen Sie genau so schnell, wie Sie Versuche starten. Kommen Sie in Wallung, in die Gänge, in die Puschen. Das ist kein Aktionismus sondern die Anerkenntnis, dass in schnellen Zeiten auch nur die Schnellen überleben. Bauen Sie sich Netzwerke mit Verrückten, Spinnern, Agilen und was noch so gar nicht in althergebrachte Zeiten passt. Seien Sie offen, SEHEN Sie zu, HÖREN Sie zu. Bleiben Sie NEUGIERIG. Und haben Sie den MUT, Dinge oder Prozesse zu gestalten. Bevor es ein anderer Tut. Und IHR Geschäftsmodell zerlegt. LOS GEHT`S!

Noch nicht genug davon?

Dann lesen Sie gern hier weiter. Die Sammlung aller Artikel zum Zukunftskongress:

https://abendfarben.wordpress.com/2bahead-zukunftskongress/

 

 

zukunftskongress-2bahead-wolfsburg-2019

Zukunftskongress Wolfsburg des 2bAHEAD ThinkTank 2019

Intelligenz ist der Treiber, sie soll es richten in Wirtschaft und Gesellschaft. Sie ist das Thema des Zukunftskongress Wolfsburg 2bAHEAD ThinkTank 2019. Die These: Die Fehlerlücke zwischen der linearen Zukunftsprognose der menschlichen Intelligenzen und der exponentiellen Realität der künstlichen Intelligenzen wird immer größer.“ Die Lösung: Teil der Dynamik sein, Treiber sein, Macht besitzen. Über Daten, Kunden, Geschäftsmodelle. Starker Tobak für die Besucher aus dem In- und Ausland, die CEOs, CDOs, Forscher und Denker.

Technologie Roadmap 2029

Glenn González, CTO SAP Germany, legt ordentlich vor. Er wünscht sich Erwartungshaltungsversteher. Was für ein großartiges Wort! Sind Sie in der Lage, Erwartungen zu verstehen? Können Sie in Emotionen? In der Gesellschaft, die alles überall und sofort möchte, ist es für Unternehmen und Organisationen schwer, zu liefern. Und noch schwerer ist es, die Erwartungen zu erkennen und zu verstehen. Wird das Unternehmen zur Geisel des Kunden? Nein! Nehmen sie den Kunden ernst! Werden Sie zum Eigentümer des Problems des Kunden. Liefern Sie Lösungen! Digitalisierung ist nicht das Allheilmittel. „Soviel Digitalisierung, wie nötig, soviel Mensch, wie möglich.“ Apps mit den man reden kann, sind eben nicht die Lösung. Am Anfang ist der Mensch, der gibt ein, lädt hoch, fragt, fordert, hat ein Problem.

2bahead-zukunftskongress-wolfsburg-by-abendfarben-tom-koehler-7

Das betrifft auch noch ein weiteres großes Feld: Recruiting, neu“deutsch“ – Personal gewinnen, welches nicht nur fachlich, sondern auch empathisch ist. Ein Nerd im Keller braucht nur das Fachwissen, Mitarbeiter, die Kundenkontakt in allen Ausprägungen haben, unbedingt beides. Die zu finden, wird immer schwerer. Die Generation heute tickt anders. Unternehmen müssen die neuen Menschen da abholen. Firmenwagen? Büro mit Assistenz? Pustekuchen. Da müssen Sie sich beim Bewerber bewerben. Viel Spaß! Und die Kosten? Vorher ausrechnen, was es kostet? Keiner kann ein Business Case vorausberechnen. Dafür ist die Zeit viel zu rasant. Seien Sie stabil und agil zugleich. Sonst sind Sie in der Zukunft für den Kunden nicht mehr relevant. Und für Mitarbeiter in spe dito. Machen, loslegen, Widerstände überwinden! Der dringende Rat von González

Die Autoindustrie in ihrer heutigen Form wird so nicht mehr existieren!

Stefan Jenzowsky Managing Director 2b AHEAD Ventures, selbst Autonarr und umtriebiger kluger Kopf, bringt den Verkehr der Zukunft nahe. Noterministische Syteme sind die Zukunft. Es gibt eine Ausgangslage, die bekannt ist. Und ein Ergebnis, welches nicht vorhersehbar ist. Das ist nicht negativ gemeint. Die Datenmengen sind so groß, dass (KI-) Systeme daraus verschiedene, unerwartete Ergebnisse kumulieren. Beispiel: Die Google Tochter Waymo kauft 60.000 Fahrzeuge. Warum wohl? Sie brauchen Unmengen von Daten, um die Systeme zu verstehen und zu bilden – im Sinne von Bildung. Jeder Fahrer trainiert also die Flotte mit.

2bahead-zukunftskongress-wolfsburg-by-abendfarben-tom-koehler-6

Mit einem schönen bildlichen Vergleich: „Wir müssen das Ruder herumreißen, denn das Lenkrad ist bald obsolet.“ veranschaulicht Jenzowsky die Situation. Das Ende ist nah! Also für die Mobilität, wie wir sie heute kennen. Warum? Die Mobilität wird kostenlos, denn die Kosten sinken stetig und unendlich. Alles, was sich digitalisieren lässt, wird kostenlos. Daten gegen Fahrten, Werbung gegen Berufsverkehr.
Robotaxis sind billiger, als Straßenbahnen und Busse und deren Unterhaltung. Zumal sie 24/7 ausgelastet sind und sich bei Nichtbedarf aus dem städtischen Raum verkrümeln auf den Robotaxiparkplatz im Umland der Metropole. Interessanter Ansatz, betrachtet man sich die Nullen hinter Beschaffungskosten, Unterhaltung und Personal der mehr oder minder zuverlässigen Nahverkehrsbetriebe. Außerdem: Der Straßenraum ist eigentlich frei. Wir haben nur zu viel Abstand zwischen den Fahrzeugen! Mit 100 km/h und 5 cm Abstand geht es auch. Und durch CarSharing wird sich die Anzahl der Fahrzeuge UND Parkplätze reduzieren. Schöne neue Welt, oder?

zukunftskongress-2bahead-thinktank-wolfsburg-2019

Mut zur Lücke

Abgesehen davon, dass die Berichterstattung vom Zukunftskongress Wolfsburg 2bAHEAD ThinkTank 2019 immer nur eine Auswahl enthält, da ein 100%-Abbild Ressourcen bedingt unmöglich ist, eine Anmerkung zu den Beiträgen und Referenten. Im Programm tauchen Themen auf, da denkt der geneigte Berichter: „Das knallt, da glüht der Kopf. Geniales Thema, wunde Finger vom Tippern.“ Und entschließt sich zur Lücke in der Berichterstattung. Aus verschiedenen Gründen, die auch gern genannt werden.
KI-Forschung, Leben im Weltall – um nur mal zwei Themen zu nennen. Die Erwartungshaltung entsprechend hoch. Allerdings – und dies auch als Entschuldigung – seit 2011 beim Zukunftskongress des 2bAHEAD ThinkTank dabei.

Also schon den Kopf voll mit Wissen und Entwicklungen, die unsere Zukunft betreffen. Wenn die Referenten dann mehr oder minder bekanntes, unaufregendes berichten und dazu noch den Spirit vermissen lassen, der diesen Themen innewohnt, fällt es schwer. Schwer, sich daraus Neues abzuleiten, Spannendes zu berichten, mit leuchtenden Augen dabei zu sein. Dies soll nicht als Kritik an den Organisatoren verstanden werden. Vielleicht ist eine Sättigung erreicht, weil zu Vielem schon so vieles gesagt wurde. Andererseits: Wenn es mir so geht, dann möglicherweise auch anderen Besuchern. Sicher ist es schwer, die Erwartung zu erfüllen, andererseits auch ein Grund nachzudenken, ob das Format oder die Art der Durchführung noch weitere 11 Jahre trägt. Spannung also beim abschließenden Thema.

2bahead-zukunftskongress-wolfsburg-by-abendfarben-tom-koehler-2

 

Führung & Kompetenzen 2029

Wie schon oben beschrieben: HR – also Personalwesen im herkömmlichen Sinne – und die Führung, Bildung, Entwicklung sind Top-Thema. Weil kluge Köpfe rar sind. Weil Wissen Spezialisierung bedeutet. Weil Wissen veraltet und die Zeit rast. Weil KI und AI im Kommen sind. Dynamik und Mangel, Sinnsuche und erfülltes Tun. Kollege KI und Kollege Mensch, quo vadis?
Holger Knöpke Leiter Digitale Agenda (ja so was gibt es!) der Deutschen Bahn, kann ein Liedchen davon pfeifen. Und berichtet aus seiner Arbeit. „Die Daten sind nicht mehr beherrschbar, ich brauche KI.“ Klar bei einem Unternehmen dieser Größe. Also heißt es Informationsmanagement im wahrsten Wortsinn. Und das ist nicht helikoptermäßig von oben nach unten gemeint. Hier geht es um Kommunikation über und durch alle Ebenen hinweg. Ein Social Enterprise nennt sich das neudeutsch.

Und wichtig ist der Wohlfühlmoment. Oder wie der Fachmann sagt: Purpose ist kein nice to have! Also der Zweck ist, nicht schön zu haben. Was auch immer das heißt. Naja, die bei der Bahn machen jetzt in Mitarbeiterkommunikation und -Management. Plagen sich durch die Karriereentwicklung mit jungen anspruchsvollen Menschen. Huiiiiii! Den Neumitarbeitern geht es auf einmal um Gesundheit und Ernährung. Und natürlich um Arbeits- sowie Lebensbalance. Willkommen, neue Arbeitswelt.

2bahead-zukunftskongress-wolfsburg-by-abendfarben-tom-koehler-4

Daniel Jeffries, seines Zeichens Science Fiction Autor, erörtert in seiner bezaubernd coolen Art das Thema von einer anderen Seite. Denn er fordert zu etwas aus, was den Menschen zu gern und leider sehr früh abtrainiert wird: Kritisch denken! Das geht doch schon in der Kita (oder früher) los. Fragen ist OK, Kritik geht gar nicht. Denn die Tante Erzieherin hat sehr oft, eigentlich immer, recht. Außer beim Elternabend. Entschuldigen Sie, ich schweife ab…

Jeffries jedenfalls sieht in der Kritik etwas konstruktives. Und postuliert gleich hinterher: Empathie ist entscheidend. Also eine kritische, positiv hinterfragende, Empathie. Das braucht der Mensch der Neuzeit. Der Mensch der Schnellzeit. Der Mensch der Wissenszuwachszeit. Wo wir wieder bei den Kunden – siehe oben – wären. Es ist der Vorteil, Menschen zu verstehen. Sich in sie hineinzufühlen. Wer intelligent ist, weiß das. Und KI kann nicht fühlen. Oder doch? Fragen über Fragen…

Noch nicht genug davon?

Dann lesen Sie gern hier weiter. Die Sammlung aller Artikel zum Zukunftskongress:

https://abendfarben.wordpress.com/2bahead-zukunftskongress/

 

 

 

brahms-kontor-treppenhaus-architekturfotografie-hamburg-abendfarben

Reise in die Geschichte: Architekturfotografie im Brahms Kontor Hamburg

Dank der freundlichen Unterstützung der Hausverwaltung durfte ich das Brahms Kontor besuchen und war zwei Stunden in dem spannenden Gebäude unterwegs. Daraus entstanden unzählige Bilder, von denen es eine Auswahl auf die Webseite Architekturfotografie Hamburg geschafft hat. Folgen Sie gern dem Link und reisen Sie mit mir durch über 100 Jahre Geschichte am heutigen Johannes-Brahms-Platz:

 

Brahms Kontor: Übersicht zur Architekturfotografie

Die Bilder entstanden mit freundlicher und ausdrücklicher Genehmigung des Brahms Kontor. Alle Rechte vorbehalten!

 

 

 

2bahead zukunftskongress 2018 wolfsburg by abendfarben tom koehler (7)

Intelligence first! Zukunftskongresss 2bAHEAD in Wolfsburg 2019

Vom 4.-5. Juni 2019 geht die Reise in unbekannte Welten, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat: Zum Zukunftskongress des 2bAHEAD ThinkTank in Wolfsburg. Zum achten mal dabei (Live und in Farbe) ist es eine Ehre, von dem bemerkenswerten Innovations-Event zu berichten.

Schwerpunkt: Intelligence first!

Wie intelligent ist das Unternehmen 2029? Welche Technologie wird das Wirtschaften von heute auf den Kopf – oder besser – auf die Füße stellen? Werden Märkte von heute verschwinden und neue entstehen? Gehen Branchen unter und erwachsen neue?

Fragen über Fragen, die sich die 300 Teilnehmer des Kongresses stellen und versuchen, Antworten darauf zu finden. Die Themen, die Köpfe rauchen lassen, sind bisher:

  • Wie wird Ihr 10x intelligenteres Unternehmen aussehen?
  • Künstliche Intelligenz und die Rolle des Menschen
  • Gesundheit und Medizin
  • Raumfahrt und Space Travel
  • Wie sieht unsere Zukunfts-Ethik aus?

Information ist alles

Zum Kongress 2019 geht es bitte hier entlang:

https://kongress.zukunft.business/zukunftskongress/

Zu den Themen der vergangenen Jahre lesen Sie bitte hier weiter:

https://abendfarben.wordpress.com/2bahead-zukunftskongress/

 

musikhai blog

Silversurfer? Gibt es wirklich!

Ein Foto auf der Webseite zur Architekturfotografie Hamburg löste eine Informationskette aus. Und sie endete ganz zauberhaft. Eins nach dem anderen.

Auf meiner Webseite www.abendfarben.com gibt es einen Blogeintrag zu einem besonderen Altenheim in Hamburg Harvestehude. Diesen finden Sie HIER. Besonders ist es durch seine Architektur. Dies inspirierte eine Silversurferin mit dem schönen Blognamen www.musikhai.com mit mir Kontakt aufzunehmen. Und Katrin, so heißt die Bloggerin, fragte freundlich an, wie es um die Nutzung des Bildes bestellt sei.

Einige Nachrichten später dann der Hinweis zum Re-Blogging – also der Weiterempfehlung anderer Inhalte auf der eigenen Webseite. Tja, so sieht das aus:

Wohnen im Alter muss nicht langweilig sein!

Vielen Dank nach Krefeld und beste Grüße aus Hamburg!

Herzlich

Tom

neugier abendfarben architekturfotografie hamburg tom koehler

Webseite Architekturfotografie Hamburg

Ein (neudeutsch) Relaunch der eigenen Webseite ist ein emotionaler Moment. Neben dem technischen Gedöhns heißt es Abschied nehmen und etwas Neues willkommen heißen. Abschied von liebgewordener Umgebung und Begrüßung einer neuen Oberfläche.

Neustart der Architekturfotografie Hamburg Webseite

Zum einen hat WordPress mit „Gutenberg“ eine neue Oberfläche gestaltet. (Ich find sie gut, anderes Thema…) Weiter hat Google großen Wert auf SSL-Verschlüsselung gelegt und Webseiten, die nicht mit SSL versehen war, markiert. Erste hat Einfluss auf Themes bei WordPress und bedient ältere möglicherweise nicht mehr. Zweite war schon auf der Erledigungsliste. Drittens wollte ich den umständlichen Serverumzug alt/neu (bedingt durch SSL) nicht mit dem ganzen dazugehörigen Gerödel. Ein neues Theme hatte ich schon Auge.

Usability make website great again

Weniger ist mehr. Klare Oberfläche im Frontend und eine übersichtliche Struktur im Backend mit Gutenberg. Alle nicht benötigten Plugins wurden gesperrt. Die Bilder sind vor dem hochladen auf Webseitengröße geschraubt worden, eine richtige Benamung ist selbstverständlich. Anfang November ging die Seite online. Seit dem sind fast 8000 Besucher und über 20.000 Seitenaufrufe zu verzeichnen. Für die kurze Zeit und das spezielle Thema der Seite nicht schlecht.

Architekturfotografie als Ausgleich

Die Hamburger Kontorhäuser, die Speicherstadt, Rotklinker und Treppenhäuser – es gibt viel zu entdecken entlang der Elbe. Die Wanderungen durch Häuser und Höfe, am Hafen und an der Alster sind ein willkommener Ausgleich zur Arbeit.

Immer einen Besuch wert: https://abendfarben.com/

 

 

 

ruediger-knott-hamburg-by-abendfarben

Tschüss, Rüdiger!

Rüdiger Knott, ein wundervoller Mensch und inspirierender Künstler ist nicht mehr.

Leider habe ich von seinem Tod erst spät erfahren. Ich sah ihn zum letzten Mal drei Wochen vor seiner letzten Reise, nicht wissend, dass es unser letzter freundlicher Kontakt war.

Ich weiß nicht, ob ich die Kraft gehabt hätte (die damals schon reichlich von Nöten war) im Wissen um unser letztes Treffen…

Es war wieder mal Vernissage. Diesmal in „seinem“ Funkhaus am Rothenbaum. Er war ganz der Alte. Freute sich, mich zu sehen und sprach in seiner eigenen Art mit mir, zugewandt, aufmerksam, freundlich. Plötzlich musste er sich setzen und erst da dämmerte mir, in welch schlechter Verfassung er war. Wir sahen uns vielleicht einmal im Jahr, meist bei seinen Vernissagen. Daher fehlte mir ein ganzes Jahr Information. Er sah mich an und sagte nur tonlos, das er sehr krank sei und sich schonen muss.

Zur Eröffnung der Ausstellung kamen viele Gäste. Alle begrüßten Rüdiger, der lieber dem Rummel  – auch gesundheitlich bedingt – geflohen wäre. Er war kein Schickimicki, etwas Besonderes, bekannt aus Funk und Fernsehen. Er bewahrte sich seine Aufmerksamkeit, seine Freundlichkeit, seine Antennen war immer auf die Menschen gerichtet. Doch es war für ihn sichtlich anstrengend, das Prozedere von Reden reden und Kunst erklären.

Die Nachricht über den schlechten Zustand hat mich den ganzen Zirkus ausblenden lassen. Ich hatte nur noch Augen  und Ohren für ihn. In mir waren wohl die Sensoren auf Alarm, ohne dass ich es bewusst wahrnahm. So betrachte ich es heute.

Rüdiger Knott: Kunst und Künstler

Seit 2012 folge ich den Knott`schen Spuren und Wirken. Fasziniert von seiner Allerwelts-Dingen, die eine neue Bedeutung erlangten. Begeistert von seiner Art, zu kommunizieren. Mit Dingen und mit Menschen. Dass Abfall durch ihn zu uns spricht, Zerrissenes zusammengefügt oder in  neuer Dimension erwacht, war Rüdigers Schaffen und Ziel. Und es entstanden wundervolle Dinge aus Weggeworfenem.

Er engagierte sich neben seiner Kunst und mit seiner Bekanntheit für Bedürftige. Hinz und Kunzt als Träger, der wohnungslosen Menschen durch den Vertrieb der gleichnamigen Zeitung zu Beschäftigung und Einkommen verhilft. Dort stellte er auch 2017 aus.

Tschüss, Rüdiger!

Nun bist Du nicht mehr unter den Lebenden. Das ist sehr traurig. Du warst Teil meines Lebens. Deine Broschüren zu Ausstellungen liegen obenauf in meinem Bücherregal. Immer wieder habe ich darin geblättert und mich erfreut an Deinem Blick auf die Welt und auf Dinge. Stets hast Du mich mit Deinem freundlichen Wesen fasziniert. Ganz unprätentiös , nahbar, interessant und interessiert. In einer Gesellschaft, die ich-bezogen, scheinheilig, schnelllebig daherkommt, warst Du erfreulich für Seele und Gemüt. Dafür danke ich dir von Herzen und es war mir eine Freunde und Ehre, Dich kennenlernen zu dürfen. Ich weiß, dass würde Dich eher beschämen, als stolz zu machen. In meinem Leben habe ich nur selten Menschen wie Dich getroffen. Deswegen war es so wundervoll, inspirierend und nett mit Dir. Danke für alles und die schönen Momente. Ich hoffe sehr, dass Du vielleicht im Himmel – da gehörst Du hin – Sternschnuppen, Wolkenfetzen und Allstaub sammelst und zur Freude der Engel Dein Werk fortsetzt. Als Sehender, Dingeerwecker, Zusammenführer und Blickwinkelerweiterer.

Ich vermisse Dich.

Tom

 

 

Das letzte Mal, als ich Rüdiger traf, eröffnete er eine Ausstellung im Funkhaus an der Rothenbaumchaussee. Die Bilder aus der Eröffnung und Links zu den älteren Beiträgen über die Arbeit von Rüdiger Knott finden Sie unter folgendem Link:

Ausstellung von Rüdiger Knott im NDR: Wellenlänge