Ode an das Blech

Red kein Blech, sagt Mensch.
Nicht bedenkend, welch bedeutende Errungenschaft wir ihm verdanken.
Geformt in perfekten Rundungen, gedengelt mit Hammerschlag.
Perfekt zueinander passend.
Wie zwei Liebende.
Und wie eine gute Liebe begleitest Du mich schon, seit ich Dich bekam.
Der große Vater trug Dich schon in lederner Tasche jeden Morgen aus dem Haus.
Brachte Dich deutlich leerer abends mit nachhause.
Dann überreichte er mir Deine Hüllen.
Als Wanderschaft und Lehrjahre Deiner bedurften.
Und eingedenk der Ehre und des geliebten Großvaters trug ich fortan Dich.
Oft belächelt, denn statt Dir gab es nun Deine Hüllen aus Plastik.
Oder die wertvolle Fracht steckte in einer schnöden Zellophanhülle.
Ende vom Lied: Der Tüteninhalt rang um Form und Funktion.
Es gab keine Kraft, die des Tages Unbill abhielt.
Weise lächelnd und wissend um Deine Funktion ertrug ich den Spott.
Ich hab zum Glück `se,
die wundervolle
Brotbüchse.

brotbüchse

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