googleschreiber

Online sichtbar oder im Tarnkappenmodus?

Aus Spaß an der Freude habe ich mal egogegoogelt. In der Vergangenheit habe ich einen Blog betrieben, der auf die Zielgruppe Mittelstand und das Thema Online-PR ausgerichtet war/ist. In meiner Selbstständigkeit und den frühen Jahren von SEO und Social Media ein heißes Thema. Den Blog gibt es heute noch, damit mir die Backlinks (anderes Thema) nicht verloren gehen.

Eigenlob stinkt? Egal!

Die Google Suche (Long Tail) – agentur online pr mittelstand hamburg – beschreibt die Arbeit und die Zielgruppe. Suchen waren zu meiner Zeit damals noch Short Tail, oder schlimmer noch, ein Wort. Dieses Damals war übrigens 2012. In dem Blog schrieb ich frohen Mutes Beiträge zu o.g. Thema und für o.g. Zielgruppe. Es war / ist der sogenannte Content, der Inhalt. Über Content Marketing (anderes Thema) fing man damals gerade an, nachzudenken. Das Eigengoogeln brachte ein erstaunliches Ergebnis.

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Seit nunmehr 6 Jahren stehe ich mit der Long Tail Suche auf Seite 2 bei Google und in der Bildersuche in den obersten Zeilen. Ja, das ist Eigenlob. Aber nicht Ziel des Artikels. Verschärfend kommt dazu, dass die Thematik durch einen Schwenk in meiner beruflichen Ausrichtung nicht mehr bearbeitet wurde. Still ruht der See – um es lyrisch auszudrücken. Die Artikel sind – aus Google-Sicht – hoffnungslos veraltet und zugleich werden sie immer noch gelesen, sonst stünden sie nicht auf Seite zwei.

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Ist die eigene Arbeit für die Zielgruppe sichtbar?

Je spitzer das Produkt – so die gute alte BWL – desto geringer die Kundschaft. Und umso höher die Trefferquote. Weil die Kundschaft / Leser / Fans eben genau das und nur das suchen – und im besten Fall exakt finden. Exemplarisch oben beschrieben…

Das heißt für Firmen, Blogger und alle anderen, die online präsent sind, reichlich relevanten Inhalt (Content) zu produzieren. Wertvollen, sinnstiftenden, anregenden Inhalt für die Kunden und Leser. Also Butter bei die Fische, wie wir in Hamburg sagen. Verplempern Sie Ihre Power und Zeit nicht mit Contentmüll und eingekauften externen Kram! Füllen Sie nicht – wie Zeitungen ihre Seiten – mit Agenturmeldungen.

Raffen Sie sich auf und schaffen Sie eigenen (!) wertvollen (!) und reichlich (!) Inhalt, der es wert ist, angesehen oder gelesen zu werden. Auch die Zeit Ihrer Kunden / Leser ist nicht unendlich bemessen. Beantworten Sie die (nicht) gestellte Frage des Kunden. Denn er wird googeln. Und dann hoffentlich SIE finden.

Los  geht`s!

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Kleiner Ratgeber: Wie Sie es so richtig vergeigen!

Sie möchten es sich mit anderen Menschen verscherzen? Kein Problem. Sie sorgen selbst dafür, dass Dinge schief gehen? Bekommen Sie hin. Sie schaffen Probleme, wo es keine gibt? Aber gern doch. Lesen Sie hier den ultimativen Ratgeber, wie Sie es so richtig vergeigen.

Dieser (nicht ganz ernst gemeinte) Ratgeber entstand aus der täglichen Arbeit mit Kunden, den Kontakten mit Menschen und ist eine Ansammlung wahrer Begebenheiten aus dem ganz alltäglichen Irrsinn, der mir immer wieder begegnet. Die angeführten Beispiele sind real …

Seien Sie unverbindlich!

Es wäre doch zu schön, wenn Absprachen eingehalten, Termine wahrgenommen und Regeln zum benutzen da wären. Da stehen Sie locker drüber! Bedenken Sie, dass eine Terminierung nicht nur für Sie, sondern auch für Ihren Gesprächspartner Folgen hat. Denn der passt Sie in seinen Kalender ein, kalkuliert Zeit für An- / Abfahrt und das Gespräch ein. Sie sind ein Baustein im Tagesablauf des Anderen. Das umgehen Sie locker, in dem Sie unpünktlich sind, sich für Verspätungen nicht entschuldigen (jeder kann mal im Stau stehen) oder am besten gar nicht erst erscheinen.

Beispiel: Kunde erwartet eine Beratung zur Immobilie. Ein Termin wird vereinbart. In einem langen Gespräch wird sondiert, was der Kunde möchte und die Immobilie für die Bewertung aufgenommen. Die Firma erstellt mit erheblichem Aufwand ein Wertgutachten. Ein Termin zur Übergabe des Ergebnisses wird vereinbart. Ich fahre zum Kunden und warte zum vereinbarten Zeitpunkt 20 Minuten vor Ort. Keiner erscheint. Meine Anrufe zum Handy des Kunden landen auf der Mailbox. Ich fahre zurück ins Büro. Auch weitere Versuche, den Kunden telefonisch oder per Mail zu erreichen, sind wirkungslos.

Sie haben alles richtig gemacht. (Fremde) Ressourcen vergeudet, Ihre eigene Glaubwürdigkeit auf Null gesetzt und mich richtig verärgert. Super!

Seien Sie negativ!

Es gibt Dinge, die sich nicht ändern lassen. Die nimmt man hin und lernt aus den Fehlern, falls es das eigene Verschulden war. Besser ist es, in allem (IN ALLEM) das Schlechte zu sehen. Das hat den Vorteil, dass Sie sich so richtig in eine Negativschleife begeben können. Das ist toll. Immer schön alles in Frage stellen, auch wenn es gar nicht nötig ist. Stets das Haar in der Suppe zu suchen, statt es sich schmecken zu lassen. Schön die Vorurteile pflegen und sich in der dann eintretenden Bestätigung wälzen.

Beispiel: Menschen aus meinem Umfeld können das hervorragend. Da geht es nicht um Angst vor Unbekanntem, sondern um klassischen Negativismus. Das geht nicht. Das geht schief. Ich glaube nicht, dass es funktioniert. Das ist die richtige Einstellung, damit es auch wirklich nichts wird.

Sie kennen den Begriff der selbsterfüllenden Prophezeiung? Dann sind Sie aber so was von richtig. Denn es wird Ihnen immer wieder bestätigt, dass ja doch alles Mist ist und nichts zusammenpasst. Weiterer Pluspunkt: Sie werden nie die halb geöffnete Tür, das kleine Licht, die ausgestreckte Hand sehen. Sie haben sich so richtig schön negativ eingerichtet. Perfekt!

Seine Sie verplant!

Hier ist nicht der übervolle Kalender gemeint, sondern wirkungsfeindliches Handeln und konzeptionsloses Dahinleben. Aufschieberitis, Unordnung und Angst vor Entscheidungen sind Ihre Verwandten? Dann aber mit Vollgas ins Chaos! Das Schöne daran ist, Sie werden Ihre Umwelt dermaßen nerven, dass bald keiner mehr mit Ihnen etwas zu tun haben will. Und das war ja Ihr Ziel, oder?

Beispiel: Sie kennen – wie ich – auch solche Menschen, die nichts auf die Reihe bekommen. Dies mag vielleicht an der Natur des Menschen oder dem Intellekt liegen. Das ist per se nicht schlimm. Wenn aber Ratschläge, Handreichungen, Erinnerungen nichts helfen? Was, wenn das Bemühen um solche Menschen nichts fruchtet? Möchten Sie in den Strudel der Inkompetenz und des Chaos hineingerissen werden? Sicher nicht.

Sie haben es geschafft, Ihre Umwelt auf Distanz zu halten. Ist das nicht wundervoll? Gratulation!

Seien Sie problematisch!

Ein Problem bedarf einer Lösung – im Großen wie im Kleinen. Sonst hieße es vielleicht Noplem oder Contraplem. Aber eine Lösung ist doch viel zu einfach! Machen Sie gefälligst aus einer Mücke einen Elefanten. Sonst wird das nix mit der Problematisiererei.

Beispiel: Umstandskasten, Querkopf, zwei linke Hände – Sie kennen auch solche Vertreter der Spezies Mensch. Wenn die Lösung A+B+C wäre, machen sie daraus bestimmt A-B+B,5*C/D+E-F. In der Verkomplizierung eines Vorganges, einer Reparatur, einer Idee finden sie Erfüllung. Wir könnten doch auch noch das und jenes dazu / davon / damit …

Es ist vollbracht. Sie haben es geschafft, Ihre Umwelt in den Wahnsinn oder die Ferne zu treiben. Weiterer Vorteil: Ihr Anfangsproblem ist immer noch nicht gelöst und die Zusatzprobleme harren ja auch noch ihrer Aufmerksamkeit. Chapeau!

Auswege sind möglich!

Sind Sie selbst eine/r der o.g. Vertreter? Dann müssen Sie an sich arbeiten bzw. Hilfe zulassen.

Wenn Sie es nicht tun: Werden Sie so weitermachen und sich resp. Anderen das Leben schwer. Der Zugang zu anderen Menschen wird erschwert und Ihr Freundes- / Bekanntenkreis schrumpft auf Nanometer. Und bei mir brauchen Sie dann gar nicht erst anklopfen.

Wenn Sie es tun: Es öffnen sich in Ihrem Kopf / Ihrem Herzen neue Türen. Ihre Welt wird entspannter, klarer, freundlicher. Ihre Umwelt honoriert Ihre Bemühungen und wendet sich Ihnen wieder zu. Sie erfahren Lob und Zustimmung.

Die Entscheidung liegt allein bei Ihnen. Ich wünsche Ihnen dafür viel Erfolg!

 

 

 

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Bauchgefühl und Kuratoren – Der Kunde ist König

Als Dienstleister ist es die Aufgabe, dem Kunden nicht nur eine Ware oder Tätigkeit anzubieten. Noch wichtiger ist das Abholen der Kunden und deren Beratung. Warum Bauchgefühl und Kuratoren wichtige Kriterien für Nachfrage und Angebot sind:

Schöne neue Welt Internet

Ich sehe alles, kann alles vergleichen, habe den Blick über Preis und Leistung von Gütern und Dienstleistungen. Der Schein trügt. Gerade die Vielfalt lässt den Suchenden schnell in einer Flut von Informationen ertrinken.

Er entscheidet dann nach Gusto. Aus der Wahl wird die Qual. Ein wichtiger Baustein der Arbeit mit Interessenten ist die Beratung. Bringen Sie in Erfahrung, was der Kunde wirklich will. Nehmen Sie sich Zeit, hören Sie zu, machen Sie sich Notizen. Fühlen Sie mit dem Kunden, erforschen Sie seine Bedürfnisse.

Sicherlich kostet das Zeit. Doch es ist sehr gut investierte Zeit. Mit diesen wertvollen Informationen sind Sie in der Lage, auf den Kunden abgestimmte Leistungen anzubieten. Sie haben einen Schatz, mit dem Sie passenden Dienstleister bei einen größeren Projekt auswählen können. Mit denen und ihren speziellen Fähigkeiten arbeiten Sie für den Kunden. Sie werden zum Kurator. Sie wählen aus der Flut aus. Sie optimieren Module und Leistungen. Denn Sie wissen, was der Kunde sucht und braucht. Wie ein Museumsdirektor, der für die Ausstellung des Jahres die wertvollsten Gemälde aus dem Keller holt.

Holen Sie den Kunden ab

Schnell ist die Welt. Ein Klick, drei, zwei, eins, meins. Wenn Sie in diesem Hamsterrad mitsausen, gehen Ihnen wichtige Details verloren. Was ist schlecht daran, Gefühle zu zeigen und zu empfangen? Warum wird Zeit ein wertvolles Gut? Wieso ist unser sensorisches Empfinden Geld wert? Gerade bei Kunden, die anspruchsvollere Ideen haben, punkten Sie mit diesen „skills“.

Ware von der Stange ist oft preis-getrieben. Da braucht es nur ein paar bunter Bilder und einem ,99 dahinter. Preissuchmaschinen haben nicht ohne Grund so einen starken Auftrieb.

Geht es in die Tiefen des Projektes, wird es ernst. Und der Kunde ist höchst sensibel. Der Preis tritt dann in den Hintergrund. Ziel ist allein die Befriedigung sehr spezieller Bedürfnisse, die nicht im „Vorbeigehen“ erfasst werden. Sie sind in der Pflicht. Das schön Wort Abholen ist an der Reihe. Sie gehen zum Kunden, zu seinen Wünschen. Sie bewegen sich dorthin.

Der Kunde wartet genau da auf Sie. Das ist schwerer, als es sich schreibt. Wenn es aber gelingt, ist es ein wunderbarer Moment.

Für Sie und für den Kunden.

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17. Zukunftskongress des 2b AHEAD ThinkTanks 2018 – der zweite Tag

Am zweiten Tag des 17. Zukunftskongress des 2b AHEAD ThinkTanks 2018 ging es um nicht minder spannende Themen. Dürfen Roboter Bürgermeister werden? Können Krankheiten aus der Stimme „erhört“ werden? Ist es besser, sich mit den Maschinen zu verbünden? Bei bestem Wetter im Schloßgarten zu Wolfsburg waren die Erwartungen an Referenten und Themen groß.

POLITIK 2028

Im Jahr 2050 wird die KI die Politiker zum Wohle der Gesellschaft abgelöst haben. Dies postuliert Michihito Matsuda, Bürgermeisterkandidat der Tama Provinz, Japan. Seinen Auftritt startet er landestypisch mit dem Zerlegen von Steinplatten per Hand:

Künstliche Intelligenzen entscheiden fair und ohne Bauchgefühl, während sich Menschen von Macht und Einfluss leiten lassen. Nach Matsudas Prognosen wird es dann keine Diskriminierung von Minderheiten und keine Korruption mehr geben. Beim ersten Versuch, gewählt zu werden, belegte der KI-Bürgermeister den dritten Platz.

Und sorgte für große Gemütsregungen in den Lagern der Wähler. Ist er eigentlich legal? Kann eine KI den Wählerwillen umsetzen? Gerechte Chancen für alle, keine Korruption – eine schöne Utopie. Doch die KI fand heraus, das es gefälschte Geschäftsreisen gab und Abrechnungsprobleme. Sicher, das findet ein Beratungsunternehmen oder eine Steuerkanzlei auch heraus. Doch zu welchen Kosten und in welcher langen Zeit? Ein Vorteil der KI in Verbindung mit Quantencomputern ist die zeitgleiche Kommunikation in Masse. KI spricht mit allen Wählern / Bürgern gleichzeitig. Die Vorgänge, Daten und Protokolle werden komplett in Windeseile durchforstet. So können Widersprüche und Schwachstellen schnell und effizient erkannt werden.

Matsudas Kampagne führte dazu, das eine KI Partei gegründet wurde, die bei der nächsten Wahl 100 KI Kandidaten stellt. Moderne Zeiten erfordern moderne Methoden.

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FÜHRUNGSSTRATEGIEN 2028

Der Mensch im human-digitalen Team – das klingt ja spannend. Und ist gar nicht so weit entfernt. Wir nehmen die zunehmende Synthese von Mensch und Maschine nicht so wahr, da uns nicht permanent klobige Roboter über den Weg rollen und Blechkästen zu uns sprechen. Die schon jetzt bestehenden Algorithmen ranken Bewerber, übernehmen einen Teil der Kundenkommunikation per Mail oder Telefon.

Einige Referenten zeigten, wie heute schon in der täglichen Arbeit „Kollege Computer“ dem Menschen assistiert. So berichtet Sheena Urwin, Head of Criminal Justice, Durham Constabulary, England darüber, wie und warum künstliche Intelligenz die Polizeiarbeit wesentlich verbessern kann und muss. Sie sind die einzigen in England und Wales, die das Thema KI auf der Tagesordnung haben und auch einsetzen. KI dient zur Unterstützung der Polizisten, um die besten Entscheidung zu treffen. Sie werten die Taten aus, schätzen ein, ob ein Täter wieder zuschlägt, unterstützen bei Prävention. RoboCop lässt grüßen …

Lesen Sie dazu auch den Artikel zu PRECOBS aus 2015:  https://abendfarben.wordpress.com/2015/06/22/2bahead-die-digitale-verantwortung-leben-in-der-welt-der-wahrscheinlichkeiten/

Yuval Mor, CEO von Beyond Verbal aus Israel sprach über die Erkennung von Echtzeit-Emotionen mittels Emotion AI. Ein Thema für Onlinevertrieb, Krankheitsprävention
und Jobinterviews. Sie brauchen ein Telefon, eine App oder eine hochgeladene Datei.

http://www.beyondverbal.com/ schafft es, nur aus der Tonalität – nicht aus dem Inhalt, dem Wort – eine emotionale Analyse des Gegenübers zu erstellen. Dies ist kein Psychogramm, keine Freud´sche Analyse, sondern die Erfassung der emotionalen Verfassung eines Gesprächspartners. Vocal Biomarker sind derzeit in der Entwicklung. Mor: „Wir erkennen stimmliche Biomarker, die auf Krankheiten hindeuten. Das System kann auf einen bevorstehenden Herzinfarkt hinweisen.“ Unglaublich, möchte der Zuhörer des Vortrages rufen. Probieren Sie es gern aus. Es gibt eine App, die Ihnen innerhalb von 30 Sekunden berichtet, wie Sie emotional „drauf sind“.

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Auch hier ein kleiner Exkurs in die Vergangenheit: Psyware in einem Vortrag aus 2016 auf  https://abendfarben.wordpress.com/2016/06/14/hyperloop-und-glauben-zukunftskongress-2bahead-wolfsburg-2016/#

DIE TRANSHUMANE GESELLSCHAFT

Jetzt geht es an das Eingemachte. Zack: Arm ab und neuer dran. Schnipp: Organ raus, nachgezüchtetes Organ rein. Augen, die reinste Fehlerquelle. Her mit den Linsen, die auch VR und AR können!

Zoltan Istvan, Gründer der Transhumanist Party, US ist überzeugt: „Um nicht von der künstlichen Intelligenz überrannt zu werden, müssen wir Teil der Maschinen werden.“

Harter Stoff für normalkörperbezogene Menschen, denen schon der Zahnarztbesuch mit Ersatz einzelner Kauelemente ein Graus ist. Denn die Transhumanisten sind davon überzeugt, dass man Krankheiten auslöschen kann. Und zwar grundsätzlich. Die Krankheit hat einen Herd, der Herd muss weg. Nicht die Krankheit alleine. Sie möchten nicht Organe behandeln, sondern austauschen. Es gibt schon bionische Organe. Das künstliche Herz vor Jahren der Anfang, heute wird fehlendes Gewebe oder zu ersetzende Organe mit einem „Biodrucker“ geschaffen.

Istvan: „In zehn Jahren ist das möglich, unsere Körper zu optimieren. Wir können Behinderungen beseitigen, Blinde können wieder sehen, Taube wieder hören.“ Es geht auch um Kryonik, die Möglichkeit, Menschen einzufrieren und wieder aufzutauen. Es gibt Adapter, die es ermöglichen, mit dem Gehirn direkt mit Google Kontakt aufzunehmen.

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Einen Kryo-Forscher finden Sie bei Bedarf übrigens hier:  https://abendfarben.wordpress.com/2015/06/16/2bahead-visiontalk-big-thinking-die-grosen-visionen/

Istvan`s Prognose: In fünf Jahren werden wir Roboter zuhause haben. Eine gute Frage ergibt sich aus der Optimierung des Lebens:

Was passiert mit den Menschen, wenn sie länger leben. Was für gesellschaftliche Aufgaben entstehen mit Überbevölkerung und Menschen, die immer älter werden. Oder schlimmer (?) noch, die Menschen leben ewig? Das war das organische, doch wie verhält es sich mit dem Geist, dem Wissen, den Erfahrungen eines Menschen?

Werden wir unsere Gehirne uploaden? Beziehen wir unser Kraft in einem anderen Körper, einer anderen Form, von der Sonne, oder über Photosynthese? Oder es gibt biologische und Online-Versionen von uns?
Schaffen wir über Bio-3D-Druck Abbilder vergangener Menschen. Und wollen wir das überhaupt? Bei solchen und so vielen Fragen wird dem geneigten Zuhörer schon ganz blümerant zumute. Und Ihnen? Wie fühlen Sie sich jetzt?

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Im Übrigen konnten Sie Freiwillige auf dem Kongress einen RFID-Cip unter die Haus setzen lassen. Auch der Chairman des ThinkTanks, Sven Gábor Jánszky begab sich in die Hände von Dr. Patrick Kramer, , Chief Cyborg Officer und Gründer von DigiWell
https://digiwell.com/

Biohacking mit Pfiff. Notfalldaten, Türschlossöffner, Auto öffnen und starten – nur eine kleine Auswahl der Möglichkeiten. Leider in diesem Land noch nicht verfügbar: Reisen mit Nahverkehr oder Bahn, Einchecken und Auschecken in Hotels per Fingerwisch. Aber das kommt auch noch!

Abgesang oder Ouvertüre?


Der ThinkTank fomuliert es so: „
Wir nähern uns einer Zukunft, in der alles predictive wird: unsere heutige Leistungsfähigkeit, der Stresslevel des Kunden, die Produktivität und Kreativität der Mitarbeiter und der Verlauf der Emotionen. Das befähigt uns, diese möglichen Zukünfte zu steuern, den prognostizierten Zustand zu befördern oder ihn zu verhindern. Diese Entscheidungen werden wir nicht alleine treffen. Maschinen werden potentielle Entwicklungen und Interdependenzen von Handlungen vorausschauender und schneller berechnen können und möglicherweise die besseren Entscheidungen treffen als jeder Mensch es kann. Die Analytik verdrängt Bauchgefühl und Erfahrung.“

Schön und gut, das der Blechkollege schneller und präziser ist. Aber kann er auch … ?

Herab vom hohen Ross, verehrter Arzt, gebildeter Jurist, langjähriger Makler und erfahrener Steuerberater. JA. Er WIRD es können. Und dann ist der Umbruch radikaler und brutaler, als ihr gelehrten Herren (und Damen – selbstverständlich!) es euch heute auf dem Chefsessel ausmalen könnt. Die Frage ist, was dann? Wissen, Kombination davon, Vorhersage und Entscheidungen verlagern sich datengestützt (und das meint sehr sehr sehr viele Daten) Richtung KI. Google Assistant oder Alexa von Amazon sind da nur ganz zarte Vorgeschmäcker.

Menschen (Kunden) haben nicht nur einen Assistenten, sondern viele. Der Reisebucher checkt mit dem Kalender, dem Wetter, dem Carsharer und dem Versicherer gemeinsam, welche Route in welchem Level am Soundsovielten für kleines Geld machbar ist. Und die Assistenten handeln untereinander (!) Deals aus. Das fertige Ergebnis kommt auf´s Handy, wenn es das dann noch gibt inkl. CheckIns, Bordkarten und Menüvorschlag für den Lunch in Timbuktu.

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Ende vom Lied: Reisebüros, Autovermieter, Versicherungen, Fluggesellschaften, Hotels und Restaurants werden in ihrer Verwaltung obsolet. Das die Rechnungen automatisch an die Firma und die Steuerapp geht, ist klar. Und das Finanzamt (wenn es das dann noch gibt) bekommt die Abrechnung in Echtzeit. Und wenn doch etwas schief geht, kloppt sich der Rechtsassistent mit dem Reiseassistenten digital und erwirkt einen Gutschein für die nächste Reise.

Nochmals 2bAHEAD: „Vielmehr werden alle diese Berufe zu Coaches werden. Die akzeptieren dass Computer es besser wissen. Aber sie setzen auf die Computerexpertise jeweils noch das menschliche Element drauf: Sie werden dann dafür bezahlt, andere Menschen zu motivieren, zu begleiten, zu kritisieren und zum nächsten Entwicklungsschritt zu bringen. Welche neuen Geschäftsmodelle ergeben sich aus dieser neuen Rolle des Menschen? Wie wird unser Maschinenbild 2028 aussehen und welches Menschenbild wird eine Maschine haben?

Sie sehen, die Zukunft ist a) schon da, wird b) spannend und betrifft c) Sie persönlich. Sind Sie bereit dafür? Wenn nicht, fangen Sie d) sofort damit an …

 

PS: Die Artikel zum Zukunftskongress sind keine Komplettberichterstattung. Zum einen ist es ob der zahlreichen Vorträge alleine gar nicht zu schaffen. Zum anderen wähle ich Themen aus, von denen ich mir Interesse und Leserschaft versprechen. Ich bitte dies freundlich zu beachten.

 

 

 

 

 

 

17. Zukunftskongress des 2b AHEAD ThinkTanks 2018 – der erste Tag

Evolution ist die Fortsetzung der menschlichen Entwicklung durch die Technik

Starker Tobak! 2BAHEAD: „Bis 2028 werden Maschinen viel intelligenter sein und einen neuen Stellenwert in der Gesellschaft benötigen, vielleicht sogar selbst einfordern. Wie wird dann das Zusammenleben von Mensch und Maschine aussehen und wo werden (noch) Unterschiede zwischen den zwei Spezies bestehen?“
Sind wir gewappnet für die kommenden zehn Jahre, die nach Sven Gábor Jánszky, dem Leiter des ThinkTanks, die größte Relevanz für unsere Lebens- und Arbeitswelten haben werden?

Fragen über Fragen, deren Antwort die fast 300 Besucher des Zukunftskongress in Wolfsburg erhoffen, In der Pressekonferenz fielen die entscheidenden Worte dazu:

Mächtige, Innovatoren, und Verrückte sind dabei, diese Welt, wie wir sie kennen, auf den Kopf zu stellen. Mondbesiedlung? In Planung inklusive UMTS-Netz und aus dem Drucker kommenden Rover! Wer die – sicherlich unglaublichen – Zeichen der Zeit nicht erkennt, hängt hoffnungslos hinterher. Lösen wir uns von Althergebrachtem, nehmen wir Neues an. Oder es überrennt uns in Lichtgeschwindigkeit. Unternehmen, die keinen – Zitat – geilen Scheiß machen, finden in Zukunft keine adäquaten Mitarbeiter mehr. Legen Sie los!

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KUNDENDIALOG 2028

Oliver von Ameln, CEO der adesso insurance solutions, schockt die Old Economy:
„In 10 Jahren spricht keine Versicherung mehr mit ihrem Kunden.“ 
Wie jetzt? Adaptive Services und keine Kundensegmente aus den 90ern. Der Kollege Bot übernimmt. Punkt. Das geht so:

Organische Kommunikationsprozesse wider Millionen Kundendaten ist ein Widerspruch in sich. Das kann kein noch so geschulter Mitarbeiter mehr leisten. Schon gar nicht in Echtzeit und über die reden wir hier. Synchrone Kommunikation bedingt vollständiges Verstehen und Bearbeitung des Vorgangs. Die Chatbots übernehmen, ausgestattet mit KI, die Kommunikation.

Achtung! Denkfehler!

Nicht der Kunde spricht mit dem Bot. Sondern der digitale Avatar regelt die Angelegenheit zwischen Kunde und Firma. Er wird vom Kunden beauftragt, Verhandlungen mit dem Bot der Versicherung zu führen. Huiii, das geht ab! Es gibt keine serielle, sondern eine parallele Kommunikation in Zukunft. Nicht einer, sondern viele Assistenten. Diese werden unsere intensivsten Gesprächspartner. Und die machen dann …

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Der Gedanke keimt auf, da hängen wir uns als Unternehmen dazwischen. Vergessen Sie das! Ganz schnell! Die Kundenschnittstelle ist nicht zu gewinnen, wenn es Google gibt. Und die „gute alte“ KI. Eine Konsequenz: Das bedeutet auch ein digitales Präkariat oder eine Digitale Elite. Letztere unter Preisgabe aller Daten. Damit Kollege Bot schalten und walten kann. Zu unserem Nutz und Frommen. (Entschuldigen Sie den Ausflug in das Vergangene …) Die andere Konsequenz ist, sich mit dem Gedanken anzufreunden. Wir reden hier NICHT über Jahrzehnte, sondern über einen DEUTLICH kürzeren Zeitraum. 

Die Alternative dazu? Gibt es. Shruti Malani Krishnan, Co-Founder Powr of You, postuliert:
„Data ownership ist jetzt ein universelles Recht“

Drehen wir den Spieß um! Datenverwaltung durch Menschen heißt Handel mit eigenen Daten. Die bekommt nur, wer dafür bezahlt. Unsere Daten sind nicht das neue Öl, denn Öl ist eine konsisstente Ware. Jeder Tropfen gleich – abgesehen vom Börsen-Auf-und-Ab.

Doch persönlichen Daten sind einzigartig, individuell, unterschiedlich. Damit haben sie auch einen eigenen, speziellen Wert. Lassen Sie uns damit Geld verdienen und geben Sie diese nicht mehr freiwillig und kostenlos heraus! (Später dazu noch mehr…)

ALARM! DECKUNG! Liebe Agenturen, halten Sie sich bitte fest! Wenn die Werbung dank genauer persönlicher Daten nur noch maßgeschneidert wird, gibt es ein Sterben in der Werbeindustrie. Gießkanne ist nicht mehr. Der Markt für diese Dienstleistung schrumpft, und zwar gewaltig!

Krishnan: „Des Rechts auf Privatsphäre muss sich der Kunde / Mensch wieder bewusst werden und es sich zurückholen. Wie? Monetarisierung ist der Hebel und Daten sind die Währung. Tolle Idee.

In diese Kerbe haut auch Julian Ranger, CEO von digi.me mit seinem Vortrag
„The Internet of Me – Angriff auf die Big 5 mit einem revolutionären Privacy by Design.“

Ranger: „Wir müssen mehr machen mit den Daten, nicht weniger.“ Bei Digi.me liegt die Vorausschau der eigenen Daten. Sie sind in der Cloud und gesichert. Das Unternehmen hat keinen Einblick in diese Daten. Der Kunde entscheidet, an wen seine Daten gehen, wofür und in welchem Zeitraum. Zwei Unternehmen, die selbe Denke. Pfiffig, keine Frage!

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MARKE 2028

Julika Prenzel, Executive Director Brand Strategy, Superunion, beginnt mit dem Satz:
Es wird fluffig.“ Doch das meint sie ernst. Ihr geht es um die Kundenzentriertheit diverser Unternehmen. Denn Kunden denken kategoriegenerisch. Konsumenten sind reaktiv, nicht proaktiv. Sie bevorzugen eher optimierte vorhandene Produkte. Wie gehen Unternehmen damit um?

Marketing: Hey, lass uns hipp sein. Wir machen eine quietschebunte Cartoonwelt aus unserem millionenschweren DAX gelisteten Unternehmen. YO! Nun, kann man machen, ist aber Murx.

Prenzel: „Die eigene Idee ist wichtig, ein eigener Kompass die Maßgabe und das Produkt ist der Held.“ Beispiel – natürlich – Apple. Denn der „mündige“ Verbraucher ist nicht mündig. Der braucht das Diktat der Marke.

Als Symbol bemüht sie die Generation Y. Die wurden befragt. 50 Prozent von ihnen werden CEOs quietschebunter DAX gelisteter millionenschwerer Konzerne. Und dafür soll sich das quietschebunte DAX gelistete millionenschwere Unternehmen an die persönlichen Erfordernissen der Generation Y anpassen. So von Freiheiten und Arbeitszeiten her und so. Entschuldigung, die Ironie musste jetzt sein.

Haben Sie – Sorry – den Arsch in der Hose, ihr Produkt nach außen mit- nunja – Schmackes zu vertreten, oder lassen Sie sich von den Kunden auf dem Markenkern herumtrampeln. Denken Sie bitte darüber nach.

(Der Autor hat sich erlaubt, das MarketingDengLeutsch der Referentin zu glätten. Vong Lesefluss her.)

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Der folgende Referent Raimund Bau, CEO von SO1 brachte weiteren Schwung in die Diskussion.

„Marken werden nur noch ein erster Qualitätsindikator sein, denn das Ökosystem eines Produktes wird der entscheidendste Verkaufsfaktor sein, nicht mehr die emotionale Aufladung durch qualitative Werbung.“ Und mit Öko meint der nicht Grünzeuch. Sondern Drumrum. Warum ist das so. In 1990 gab es 7000 und heute gibt es 40000 Artikel im Supermarkt. Circa 3000 (!) Markenbotschaften erreichen den Konsumenten täglich. Gleichzeitig aber nimmt die Markenloyalität ab. 40% des Umsatzes besteht aus Eigenmarken der Handelskonzerne. 50% des Umsatzes wird durch kleine und kleinste Marken gemacht.

Was bewegt dann einen Kunden, der in der Vielfalt ersäuft wird, ein Produkt zu kaufen oder eine Dienstleistung zu buchen? Inhaltsleeres Marketing ist immer unwichtiger ob der schieren Vielfalt. Das Ökosystem des Produktes nimmt an Wichtigkeit zu und damit die umgebende Botschaft des Unternehmens. Wie geht es mit seinen Mitarbeitern um? Welche Umweltstandards kann es einhalten? Engagiert es sich für soziale bzw. gemeinnützige Zwecke.

Machen Sie sich bitte Gedanken um Ihr Ökosystem!

2028 – WIE VIEL MENSCH VERTRÄGT DIE ZUKUNFT?

Der Chairman von 2bAHEAD, Sven Gábor Jánszky, lässt tief blicken. In seinem neuesten – noch unveröffentlichtem – Buch blickt er weit voraus. Wie es sich für einen Zukunftsforscher gehört.

Es gibt zwei Blickwinkel der Menschen. Die eine, so Jánszky, ist die Prognose der Dichter und Denker: Es wird langsam alles besser. Dauert, braucht seine Zeit, schauen wir mal.

Die andere kommt von den Verrückten, Spinnern, Machern, von denen einige auf dem Zukunftskongress anwesend sind. Sie denken 100 Jahre weiter. Vielleicht nicht mehr lange hin, und der Mensch wird mittels BioHacking und LiveFood 120. BÄÄMM! Jánszky nennt es den Reality Gap. Der Dissens der Altvorderen und der Neuvorderen.

Als Beispiel zitiert er den Chef der Draper University in Silicon Valley. Gefragt nach den drei wichtigsten Dingen, die anstehen …

Nein, jetzt mal Sie! Was meinen Sie? Ganz ehrlich, ohne Schummeln?

Na.

Kommen Sie drauf?

Überlegen Sie!

Und?

Draper:

Blockchain
Immortality
Space

Die spinnen doch, das ist doch verrückt! Genau. Und deswegen sind sie auch so erfolgreich. Möchten Sie auch erfolgreich sein?

DANN FANGEN SIE VERDAMMT NOCHMAL AN, VERRÜCKT ZU DENKEN!

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Medical Food und 3D-Druck von Organen sind die Voraussetzung, das wir 150 werden können. ZACK. Wir steuern auf eine Welt der (Jánszky) Quantum Machine Learning Blockchain zu. BINGO! Mit lecker Bot economy. TSCHACKA! Tja, das hätten Sie jetzt nicht gedacht, oder?

Permanente Voraussage der Zukunft Dank Quantum Computing ist möglich. Und wir reden hier nicht über das Wetter von Morgen. Sondern über noch nicht ausgesprochene Kündigungswünsche von Mitarbeitern. Über Super-Früherkennung von Krankheiten. Über Warenbedarfe oder Verkehrsströme nächste Woche. Weltweit. BOOM!

Was passiert dann, wenn, alles vorausgesagt werden kann? Können Kriege verhindert, Kinder passgerecht erzeugt und Beerdigungen auf den Tag genau vorbereitet werden? Und was passiert mit Kumpel Bot? Bekommen elektronische Dingsis eine Rechtsform? Und was ist mit der Ethik?

Lesen Sie hier gern mehr über Strafrecht für Maschinen: https://abendfarben.wordpress.com/2016/06/14/hyperloop-und-glauben-zukunftskongress-2bahead-wolfsburg-2016/

Theoretisch: Wenn KI berechnen könnte, ob und wann jemand geheilt werden kann. Unter der Bedingung, dass alle Menschen alle Daten freigeben müssen, damit die Datenmenge groß genug ist, um präzise zu sein. Was dann? Nee, der Nachbar, der olle Zausel. der nicht! Haben Sie Kopfkino? Super! Das soll so sein. Machen Sie sich bitte umfangreiche Gedanken um Morgen oder Übermorgen! Das Gute, so Jánszky: Die Wahrscheinlichkeit, das Technologie den Menschen menschlicher macht, ist höher. Schauen wir mal… Die Evolution ist nicht zu Ende, sie geht in den technischen Fortschritt über. Dem müssen wir uns stellen.

Transformation heißt vorhandene Denkprozesse zu durchbrechen. Jeder braucht entweder seine Krise, die Not, zu handeln. Oder er schafft es, diesen Durchbruch zu wagen. Fangen Sie bitte heute damit an. Ich liebe die Zukunft, denn wir werden sie gestalten. Ein schönes Schlusswort eines Zukunftsforschers …

 

 

PS: Die Artikel zum Zukunftskongress sind keine Komplettberichterstattung. Zum einen ist es ob der zahlreichen Vorträge alleine gar nicht zu schaffen. Zum anderen wähle ich Themen aus, von denen ich mir Interesse und Leserschaft versprechen. Ich bitte dies freundlich zu beachten.

 

 

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2028: Verträgt der Mensch die Zukunft, oder verträgt die Zukunft den Menschen?

Am 19.06.2018 startet der 17. Zukunftskongress des 2b AHEAD ThinkTanks in Wolfsburg. Wieder sind es zwei Tage voller Inspiration, interessanter Menschen und harter Fragen.

Was ist 2028: Verträgt der Mensch die Zukunft, oder verträgt die Zukunft den Menschen?

Machen wir etwas mit dem Computer, oder macht der (Quanten)Computer etwas mit uns?

Oder, wie es die Macher des Zukunftskongress formulieren:

Wie geben wir Mitarbeiter unserem Alltag Sinn, wenn die 8-Stunden-Lohnarbeit wegfällt? Woran messen wir Experten uns, wenn Computer immer öfter bessere Antworten geben als wir? Worauf sind wir als Manager stolz, wenn die besseren Strategien unserer Predictive Enterprises durch vorausschauende Quantencomputer gemacht werden? Was erwartet unser Ehepartner, nachdem wir auf seine Echtzeit-Emotionsdaten zugreifen können?

Quelle – Link

Sind es nur Verheißungen technikgläubiger Nerds, oder kann die Technologie dem Menschen nützlich sein. Wagen wir den Sprung in eine wirklich neue Zeit! Als Kinder schauten wir ungläubig Sience Fiction Filme a la Enterprise, lasen Bücher eines gewissen Jules Verne, der seiner Zeit Lichtjahre voraus war. Es war im wahrsten Wortsinn unglaublich, was sich uns da an Zukunft bot. Heute stecken wir mittendrin, haben KI und selbstfahrende Autos. Wir können von (fast) jedem Ort der Welt (fast) jedes Wissen auf einem Handteller großen Computer abrufen.

Es gibt Echtzeitanalysen von komplexen Dingen, wie Verkehrslage, Gesundheitsdaten oder Börsenentwicklung. Persönlichkeitsprofile von Menschen werde in massivem Umfang ausgewertet und genutzt. Der Trigger folgt in Sekundenschnelle beim Aufruf von Webseiten. Internetwährungen zerlegen möglicherweise das Bankensystem, wie wir es heute kennen.

Macht uns das zu besseren Menschen? Erleichtert dies uns wirklich das Leben? Oder müssen wir uns fragen, ob wir dem Wachsen und Erwachsenwerden der Systeme gewachsen sind. Eine Kontrolle der Maschinen (siehe Terminator / Skynet) aus der Hand gegeben kann verheerende Folgen für die Gesellschaft haben. Dann gibt uns der Bot den Job, die Datingseite weißt uns einen Partner zu und die Internetbank bestimmt unsere Score beim Einkauf. Von der Allmacht der Krankenkasse über Wohl und Wehe unserer Behandlung bei nicht gesundem Lebensstil ganz zu schweigen.

Alle Fragen können auf dem 17. Zukunftskongress des 2b AHEAD ThinkTanks in Wolfsburg sicher nicht beantwortet werden. Und es werden noch eine Menge neuer Fragen auftauchen. Doch das macht es so spannend dabei

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Viel Vergnügen in der Zukunft!

Ihr

Tom Köhler

 

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Ausstellung von Rüdiger Knott im NDR: Wellenlänge

Die Ausstellung von Rüdiger Knott im NDR mit dem schönen Titel „Wellenlänge“ im Funkhaus am Rothenbaum ist eine kleine Schau der Objekte und Materialbilder aus dem Fundus des Künstlers.

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Der Sammler, der Seher, der Entdecker

Rüdiger Knott macht in Müll. Nicht als Abfallentsorger, sondern als Abfallentdecker. Weggeworfenes, Unscheinbares, Dinge ohne Funktion, besser: Dinge, die Ihre Funktion verloren haben, Dinge, die aus ihrem ursächlichen Zusammenhang gerissen wurden, sind seine Welt. Er gibt ihnen neues Sinn, neuen Zusammenhang. Fügt abwägend Materialien verschiedener Natur neu zusammen, schafft, formt, baut, konstruiert.

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Was ist das?

Der Spaß an Knott´scher Kunst liegt hinter der Kurve. Verborgen im Kunstwitz, unter Materialhumor. Die Frage nach dem, was es ist, erübrigt sich komplett. Denn es ist das, was der geneigte Betrachter daraus macht. Müllsynthese oder pfiffiger Zaunspfahl, der uns die Vergänglichkeit an neu Geschaffenen aus altem Zeugs zeigt.

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Sehen oder gucken!

Die meisten Menschen gucken. In der Gegend herum oder auf´s Smartphone. Sehen ist die hohe Schule. Ein Künstler, der in achtlos Abgelegtem Neues sieht oder daraus Neues schafft, sieht nicht nur besser, als die meisten. Er sieht voraus. Also eine Vorsehung. Zu Werken, die es einmal werden.

Danke für den Müll, danke für die Transformation, lieber Rüdiger.

In treuer Verbundenheit

Tom

 

Ach, und wenn Sie noch mehr Knott´schen Müll sehen wollen:

https://abendfarben.wordpress.com/2014/07/24/traum-oder-albtraumstrande-neue-ausstellung-von-ruediger-knott/

Oder Sie gucken Müll-TV:

Oder in den Garten der Künste:

https://abendfarben.wordpress.com/2012/06/18/rudiger-knott-gartenkunst-und-querkunst-in-hamburg-poppenbuettel/